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Zukunftsaussichten

von Mike. Voraussichtliche Lesezeit: etwa 2 Minuten.

„Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen!“ sagte Helmut Schmidt einmal, Ex-Kanzler der Bundesrepublik. Im Fall von Steve Jobs möchte ich da widersprechen. Der Mann hat Visionen, und zwar durchaus vernünftige.

Gestern wurde sein neuester Wurf der Öffentlichkeit vorgestellt, das iPad. In einem Artikel in der FAZ wird es beschrieben, und auch einige Nutzungsmöglichkeiten vorgestellt. Wer sich die Mühe macht, und die Kommentare zu dem Artikel durchliest, kommt schnell zu dem Schluss, dass einige Kommentatoren es eher mit Helmut Schmidt halten. Sie verreißen das Gerät, und werfen dem Autor Schleichwerbung vor. Ich glaube, dass diese Menschen das Potential des Geräts nicht erkannt haben.

Es bietet unter anderem den Zeitungsverlagen einen Weg aus der Krise, der gangbar und kostengünstig ist. Was spricht dagegen, sein Zeitungsabo nicht in Papierform, sondern in einem iPad lesbaren Format zu abonnieren? Für gleiches Geld, dafür ohne Papier- und Druckkosten, aber mit aktuellsten Inhalten; denn nichts ist so alt, wie die Zeitung von heute. Die Einbindung von Filmen und Slideshows wäre ein Kinderspiel, Inserenten können gänzlich andere Werbeformen nutzen, selbst die Einbindung von Google-Anzeigen wäre, nach Stichworten sortiert, möglich und erschlösse neue Einnahmequellen. Denn auch Google-Adwords-Kampagnen sind regional begrenzt einsetzbar.

Sogar Liveberichterstattungen von lokalen Veranstaltungen aus Politik, Wirtschaft und Vereinen wären ohne großen Aufwand zu realisieren. Auch der Zugriff auf das Zeitungsarchiv ist denkbar, und durchaus interessant. Natürlich ginge dies theoretisch auch jetzt schon, ohne das iPad. Schließlich gibt es ja auch Laptops. Nur sind die eher unhandlich. Man muss ein iPad auch nicht aufklappen. Die Bedienung ist einfach, das Gerät ist leicht und handlich, der Bildschirm groß genug.

Das Beispiel Zeitung ist aber nur eines von vielen anderen. Bücher werden mittels iPad gelesen werden können – in Schriftgröße und sogar Schriftart nach Wunsch. Wer einmal ein 1.500 Seiten starkes Buch in den Händen hatte, der weiß so ein leichtes iPad sicher zu schätzen.

Die Entwicklung ist sicherlich noch nicht abgeschlossen. Vieles an Funktionen ist noch denkbar, einiges noch nicht erfunden. Nun könnte man meinen, dass ich ein Apple-Fan bin, und gar nicht anders kann, als das gut zu finden. Dem ist nicht so. Ich besitze weder ein iPhone, noch sonst ein Gerät von Apple. Lediglich die Software iTunes habe ich installiert. Natürlich habe ich auch schon mit Apple-Rechnern gearbeitet, war aber alles andere als euphorisch, was deren Performance anging. In den letzten Jahren aber, das muss ich zugeben, sind die Geräte nicht nur optisch besser, sondern auch leistungsfähiger geworden. Vielleicht fange ich ja mal mit dem iPad an. Ich mag Visionen.

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