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Schleichender Pessimismus?

Dienstag, September 29th, 2009

SPD liegt überall noch vorn

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Neutrale Berichterstattung ist anders

Sonntag, September 27th, 2009

In Bodenfelde rutschte die SPD bei den Zweitstimmen bedrohlich ab …” berichtet die HNA zum Wahlergebnis in Uslar und Bodenfelde. Nun, als wenn wir es nicht schon immer gewusst hätten, dass in der Region rote Nebel durch die Lokalredaktionen wabern, so deutlich kann man es natürlich auch machen. Die SPD erlitt herbe Verluste aber Lö-Mö hat gewonnen. So der Tenor des Artikels. Dass Hans-Peter Thul es trotz Bundeswahlsieg der CDU nicht in den Bundestag geschafft hat, ist zu bedauern. Ich habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der aktiv etwas für die Region unternimmt, mit den Menschen spricht und die Sorgen der Unternehmer in der Region teilt und versteht. Wer sich nun für die Region einsetzen wird in Berlin, ist offen. Frau Lö-Mö wird es wohl nicht sein, und wenn, dann kommt sie bestimmt wieder zu spät. Wie bei dem Besuch der Familienministerin in Uslar im Mehrgenerationenhaus.

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Hans-Peter Thul, Gabriele Lösekrug-Möller und Familienministerin Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus in Uslar.

Lustig auch der Seitenhieb auf Fürstenhagen, wo Frau Lö-Mö ja gewonnen hat, das erste mal seit ewigen Zeiten liegt die SPD hier im Wählervotum vorn – mit sechs Erststimmen. Lustig auch deshalb, da ich vermute, dass sie noch nie in diesem Ort gewesen ist. Kann mich zwar täuschen, aber ich habe sie hier noch nie gesehen.

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Uslar, neu möbliert

Freitag, September 25th, 2009

kopfgeschossenUnter dem Motto “Uslar möbelt auf” soll die Stadt ab 2010 mit Kunstwerken des Künstlers Otmar Alt , der sich dankenswerter Weise bereit erklärt hat, Geld von Uslarer Sponsoren anzunehmen, aufgehübscht werden. Ziel ist es, mehr Leute und somit mehr Kaufkraft nach Uslar zu locken. Die Stadt, so Bürgermeisterin Daske, koste das keinen Cent, da alles, wie oben schon angedeutet, über Sponsoren finanziert werden soll.

Ich frage mich nun, was denn die bunten Skulpturen – als erstes ist ein auf einem Stuhl herum hüpfendes Mädchen geplant, als Hommage an die ehemalige “Möbelstadt Uslar”, in der die Ilsewerke einmal größter Arbeitgeber waren – bewirken sollen? Ganz viele Besucher die die Skulptur anschauen und dann etwas kaufen? Was denn bloß? Drogerieartikel? Bücher? Brillen? Stützstrümpfe? Lotto könnten sie noch spielen und eine Tasse Kaffee trinken oder etwas essen. Zwingend was mit Kartoffeln, versteht sich.

Dann haben wir also neben hässlichen (nur meine Meinung) gusseisernen Pflanzenkübeln auch noch kunterbunte Skulpturen in der Innenstadt stehen. Das wird die Menschen nur so in Scharen anlocken. Vielleicht. Man könnte dann natürlich noch an zwei, drei Ecken Kasperletheater aufstellen, die versetzt alle zwei Stunden eine Vorstellung geben und Kindern wie deren Muttis pädagogisch wertvoll erklären, warum sie anschließend gefälligst was einzukaufen haben. Für die etwas ältere Generation wäre die Einrichtung von ein bis zwei Internet- und Spielekonsolencafés doch eine gute Idee. Kostenlos surfen im Internet und daddeln an den Konsolen, vorzugsweise Ballerspiele, damit sie auch kommen, die Jugendlichen. Alles natürlich gesponsort. Von Alkohol- und Tabakindustrie vielleicht. Denkbar wäre auch der Einsatz von Headhuntern der Bundeswehr. Schließlich könnten die gleich ihr Kanonenfutter für Afghanistan requirieren: “Willst Du mal richtig ballern? Mit echten Kanonen? Ja? Dann komm mal mit!” Man muss ja Synergieeffekte nutzen. Hat, glaube ich, auch die Bürgermeisterin schon verlauten lassen, das mit den Synergieeffekten.

Die wichtigste Bevölkerungsgruppe haben wir natürlich noch vergessen: die RentnerInnen. Wie bekommen wir die in die Stadt, möglichst ohne dass sie sich auf dem Pflaster die Beine brechen? Und wenn, dann wenigstens erst nach dem Einkauf von Häkelgarn und Rollatoren. Dienstags und donnerstags Tanztee auf der Langen Straße? Bei schlechtem Wetter Polonaise mit gesponsorten Schirmhaltern durch die Innenstadtgeschäfte? Ich weiß es nicht. Vielleicht fällt Ihnen ja was ein?

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Vorschau: Pekermarkt in Uslar 2009

Montag, September 7th, 2009

Am Sonntag, dem 13. September 2009 ist es soweit: Der Pekermarkt in Uslar bringt wieder tausende Besucher in die Stadt. Zwischen 11 und 18 Uhr tobt das Leben in der Altstadt und der Fußgängerzone.

pekermarkt1

Auch im letzten Jahr schoben sich tausende Besucher (vielleicht übertreibe ich ein wenig) durch die Uslarer Innenstadt, um die vielen Stände der Aussteller zu besuchen und sich bei den (Fr)Essständen die verschiedensten Kulinarika schmecken zu lassen.

pekermarkt2

Die Veranstalter hoffen natürlich auch in diesem Jahr wieder auf große Besucherscharen, die mal ein wenig Leben nach Uslar bringen. Denn schließlich wird auch auf drei Musikbühnen ordentliche Musik geboten – für den eher unspeziellen Musikgeschmack. Wobei das Solling-Swing-Orchestra sicherlich die eine von zwei rühmlichen Ausnahmen sein wird, welche als drittes nach dem Schoninger Spielmannszug, den Herolden aus Vernawahlshausen und vor der Abba-Cover-Band auf der Hauptbühne vor dem alten Rathaus aufspielt. Richtige Partystimmung versprechen sich die Organisatoren dann von der Partyband “Surprise”, die die Besucher von 16 bis 21 Uhr fesseln möchte. Eine zusätzliche Bühne beim Textilhaus Schefft steht für nicht näher bezeichnete Jugendbands aus Uslar und Umgebung zur Verfügung, wobei auf der dritten Bühne im Forstgarten eine große Sportbühne aufgebaut werden wird, auf der regionale Sportvereine ihr Können zeigen möchten.

Noch nicht bekannt ist, auf welcher Bühne nun die zweite rühmliche Ausnahme zum Musikprogramm ihr Können vor den Zuschauern ausbreiten darf: The White Trousers. Lediglich die Uhrzeit ist “ab 17 Uhr” festgelegt. Vorweg: Ich bin parteiisch! Schäme mich deswegen keineswegs, denn ich bin überzeugt, dass die vier Jungs von “The White Trousers” ihren Weg machen werden. Sie spielen ausnahmslos eigene Stücke, angesiedelt zwischen Rock und Pop, von ruhig bis fetzig. Einige Stücke sind auch durchaus zum Abtanzen geeignet. Einen Vorgeschmack kann man sich hier holen.

dudel

Meine erste Anlaufstelle ist dieser nette kleine Stand von Gewürze-Dudel. Hier gibt es endlich einmal auch Gewürze jenseits von Pfeffer, Kümmel und Petersilie. Auch exotische Gewürzmischungen, sonst in Uslar kaum zu bekommen, kann man hier zu überschaubaren Preisen erwerben.

mattarese

Ob der nette Herr Mattarese aus Bodenfelde wieder seine schmackhafte Pizza anbieten wird, weiß ich leider nicht. Sie hat in jedem Fall geschmeckt. Wo wir dann auch gleich beim Thema wären: dem Pekeressen. Ursprünglich ein Einfache-Leute-Gericht, soll es sich jetzt – ich zitiere aus der “Hallo Sonntag” vom 6. September – “… wird heute allerdings in einer “luxeriösen” Variante mit besonders würzigem Pekermett, Zwiebeln und Butter angeboten.” – um ein Luxusprodukt handeln. Na denn! Lassen Sie uns im Luxus schwelgen, und eine Portion zu uns nehmen:

peker

Eine Nachlese zum Pekermarkt und auch zum Pekeressen, erwarten Sie hier in der nächsten Woche. Derweil der Tipp von mir ganz persönlich: das beste Pekermett machen Hartwiger in der Kurzen Straße 3 und Wunderlich in der Graftstraße 2 – in der Reihenfolge.

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Uslarer LandBote – Viel gewollt…

Montag, August 17th, 2009

… aber nicht wirklich gekonnt. landbote

So sieht es aus, das neue Elaborat für Uslar und die Region.

Der „Uslarer LandBote“ möchte die Region, nach eigenem Anspruch, mit Einkaufstipps (wie originell doch die Bezeichnung für Anzeigen ist), dem „Rezept der Woche“ und Ratschlägen unter dem Motto „Hätten Sie’s gewusst?“ versorgen. Natürlich fehlen auch die obligatorischen Veranstaltungshinweise nicht. Dieser auf wertigem Papier gedruckte „Uslarer LandBote“ (was soll eigentlich das „LandBote“? Ein Landbote hätte es auch getan, oder ein Uslarer Land-Bote) verspricht viel, halten kann er jedoch wenig; es steht halt nicht viel drin. Letztlich ein „Gelbes Blatt“ in kunterbunt. Mit Kleinanzeigen in einer Schriftgröße, die Senioren jubeln lässt, dafür sind dann die Veranstaltungshinweise so klein geschrieben, dass man keine Lust hat, sie wirklich zu lesen. \r\nRedaktionelle Mitteilungen sind in der Kinderschrift ComicSans verfasst, das gibt Abzug in der B-Note! Das Layout ist weder originell noch ansprechend, somit ist die A-Note auch futsch.rezeptDas „Rezept der Woche“ ist wer weiß wo abgeschrieben, das Bild dazu sieht aus, als hätte mein Hund auf den Teller geschissen – neben einen Berg Bandnudeln. Dann wird auch der San Daniele-Schinken als geräucherter Schinken verkauft: geht gar nicht. Es steht zu vermuten, dass da nicht wirklich jemand Ahnung von dem hat, was er da macht (Davon abgesehen, dass man dort in der Botenschmiede auch nicht weiß, wie man E-Mail schreibt). hammerangebotAber lustige Anzeigen sind drin. Das Hammer-Angebot der Woche, zum Beispiel. Nur muss man wohl raten, wer das denn anbietet, in der Anzeige findet sich weder Hinweis, noch Telefonnummer. happyauaOder es wird ein/e „Happy-Hour-Berater/in“ gesucht, der/die bis zu 18 € die Stunde verdienen kann. Bei freier Zeiteinteilung, versteht sich, denn Happy Hour ist ja immer, nech? Bei so einer Beratung wäre ich gern mal zugegen. Bin ja neugierig. Mein Fazit: Das Ding braucht kein Mensch. Höchstens zur Belustigung. Beispiel: „Das Uslarer Land hat eine wirtschaftliche Zukunft, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, wie schön es hier ist.“ Das ist ja einfach, das kann ich.

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