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Wie man auch PR-Texte verfassen kann

Montag, Oktober 26th, 2009

Man kann  munter auf der Klaviatur des PR-Gelabers spielen, um sein Produkt an den Mann/die Frau zu bringen,  man kann (und sollte) aber auch andere Wege gehen. Natürlich ist es da hilfreich, wenn ein Produkt bekannt ist, wie in diesem Falle. Ich habe kurzerhand meine Gertrud missbraucht, um einem Hersteller, bzw. einem Service-Center desselben etwas unter die Arme zu greifen:

Gertrud sacht …

Gertrud_KopfFiiiiiiiiiiieeep und aus isser, der tolle Staubsauger aussen Angebot von sonnen Riesenmarkt. Übrigens schon der dritte in zwei Jahren, der bei uns die Grätsche macht. Mein holder Gatte wird einfach nich schlau, dasser mir immer wieder so Dinger aussen Sonderangebot anschöppt, die mit ohne Beutel funktionieren tun.

Aber getz is Schluss mit lustich! Entweder, er kauft mir getz was Ordentliches, oder er saucht die Bude selba. Hört sich ja immer ganz toll an, die Beschreibung von den Gerät: ohne Beutel, einfach ausleeren, mit Pollenfilter, 2.000 Watt-Pauer, Fugendüse und sonst allerlei Gedöns für keine fuchzig Euros. Dassich aber nach jeden Rundgang durche Wohnung das Dingen auch noch einer Großreinigung unterziehen muss, is mehr als nur lästich. Da nimmste erst den runden Behälter ab, wasde aber ganz vorsichtich machen musst, sons geht unten mittenma der Deckel auf, und der Kladeradatsch liecht vorren Mülleimer und nich drinnen. Is ja auch logisch, dass man nen Deckel konstruiert, derwo nach unten aufgeht. Hat mit Sicherheit ein Mann entwickelt, genauso wie diesen Büxenöffner, wo man sich ers die Hand kaputt kloppen muss, damit der Metallpinökel in die Dose geht.

vorwerk

Nu abba zurren Sauger: Hat man es denne geschafft, das Teil unfallfrei aus den Aparillo zu befreien, kann man dann den Dreck übern Mülleimer ausleeren. Wenn man denne glaubt: „Das war’s!“ – denne hat man sich aber sowas von jetäuscht. Der Lamellenfilter is nämlich meist auch zu. Mit den abgeschraubten Dingen gehe ich ümmer auffen Balkon, und kratze erstema mit einen Schaschlikspieß inne Lamellen umher, damit sich die festgesetzen Staubwürste lösen. Dann haue ich das Dingens auffe Bakonbrüstung, um auch noch den Rest Dreck aussen Filter zu kloppen. Das geht allerdings nur mit Mund- und Nasenschutz, weil sons atmeste den Mist wieder ein, der da wie Morgennebel durche Gegend fliecht. Diese ganze Prozzedur dauert schon ma so ne halbe Stunde von meine kostbare Zeit. Is abba noch nich zuende. Wennich den Filter sauber habe, und auch geschafft das janze wieder zusammenzufriemeln, dann kommt der Pollenfilter anne Reihe. Der entpuppt sich denn als son kleines schwammartiges Dingens über einen feinmaschigen Plastikfilter. Den Filter kannste ja übers Wasser halten, das Schwammdingens krisste damit nich sauber. Da prokele ich mit meiner ständich am Abrechen seiende Fingernägel drin rum. Nich, bis das Teil sauber is, hab ich noch nie geschafft, nee, bissich die Faxen dicke habe. Trotzdem geht das Teil alle paar Monate in Dutten. Da wern denn aus 2.000 Watt in drei Sekunden null Watt. Und wenn mir mein Oller getz keinen vanünftigen Staubsauger kauft, dann erzähl ich den „Watt“, dasser von null auf hundert in zwei Sekunden beiren Fachhändler am Aussuchen is. Und weil dass getz so lange gedauert hat, gips zum Mittach was ausse Dose. Wennich se aufkriege.

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Fahrbericht Alfa Romeo MiTo …

Dienstag, August 18th, 2009

… oder vom chronischen Grinsen im Gesicht

Adrenalin wird ausgeschüttet, Endorphine müssen auch dabei sein, denn ich bin im Rausch. Im Fahrrausch. Kurven werden nicht durchfahren, sondern gefressen und machen doch nicht satt, sondern Appetit auf mehr. Viel mehr!

black_mito

Buntes Herbstlaub wirbelt hinter mir in die Luft und scheint nie mehr zu Boden fallen zu wollen – aus Respekt vor dem „King of the Road“ aus dem Hause Alfa Romeo. Romeo mit italienisch rollendem „R“, nicht mit dem kehligen Rachenlaut des Deutschen. Und die Betonung liegt auf „eo“, nicht auf „Ro“. Echte Fans wissen sowas. Und ich bin jetzt ein echter Fan (Alfisto). Der MiTo ist das ultimative Spaßauto für sportliche Fahrer. Sie wollen eine Sänfte, die Sie wie auf Wolken von A nach B kutschiert? Vergessen Sie den MiTo! Der sagt Ihnen genau, auf welchem Straßenbelag Sie unterwegs sind, wo die Straße mangels Geld nur geflickt ist, und welches Schlagloch Sie beim nächsten Mal besser umfahren sollten. Und das ist gut so, denn es dient Ihrer Sicherheit. Die Lenkung reagiert auf die kleinste Bewegung und vermittelt Präzision. Der Sound ist sportlich: typisch Alfa. Und ich rede jetzt vom Diesel – mit „nur“ 120 PS.

Erntedank

Ernten tue ich: meist ungläubiges Staunen ob der schnellen Überholvorgänge. „Lieber SLK-Fahrer, es tut mir leid, aber Du hattest keine Chance!“ Blicke erntete ich ebenfalls: Erstmals seit etlichen Jahren schauen mir in der Stadt wieder junge Mädchen hinterher! Junge Männer allerdings auch; die sicher nur wegen des Autos.
Nicht reden möchte ich hier von der schon jetzt erfüllten Euro 5-Norm, oder von elektronischem Stabilitätsprogramm, von MP3-Playern, Fensterhebern oder ähnlichen Ausstattungsmerkmalen. Hat der Mito alles, lenkt mich aber nur ab vom Wichtigsten: vom Fahren!

Lieblingsbuchstabe „D“

Absolut genial und erwähnenswert ist die DNA, die Fahrdynamikregelung des Alfa Romeo MiTo. Entwickelt von Ferrari hat sie Einzug gehalten im (gar nicht so) kleinen Alfa. Gestartet wird in der Normalstellung „N“ für alle Lebenslagen (es sei denn, es ist extrem glatt, durch Nässe, Eis oder Schnee, dann benutzt man die Stellung „A“, für „All weather“). Damit ist der MiTo schon zügig unterwegs. Schiebt man den kleinen Regler aber auf „D“, wie Dynamik, dann generiert der Mito einen Vortrieb bei der kleinsten Gaspedalbewegung, der einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert, als hätte einem Angelina Jolie einen Antrag gemacht (oder Brad Pitt, je nach Gusto).

Umsteigen bitte!

Und nun erhöhen wir den Spaß, denn ich steige ins Top-Modell mit 155 Pferdestärken um.
Angenehm ist im Stadtverkehr (außer der einem zu Teil werdenden Aufmerksamkeit beiderlei Geschlechts und Lebensalter) der etwas längere Gaspedalweg in der Normalstellung des DNA. So kollidiert man nicht aus Versehen mit dem Vordermann, wenn einem der Gasfuß beim Niesen nach vorne zucken sollte. Trotz dem ist man sehr zügig unterwegs. Deshalb auch gleich eine Warnung: Man ist fast immer schneller, als man denkt! Gefühlte 50 km/h? Der Tacho belehrt einen nach kurzem Blick, dass die 70 km/h gleich überschritten sind. Du glaubst, Du fährt 100 auf der Landstraße? Dein Führerschein ist bei echten 140 km/h in Gefahr, von den Freunden und Helfern zumindest kurzfristig eingezogen zu werden. Hier heißt es 16 geben; also doppelt Acht! Liebe Führerschein-Neulinge: Nein, es ist (noch) nicht das richtige Fahrzeug für Euch! Bitte erst mit der 95 PS-Version üben!

Fazit

Der MiTo ist ein Auto für sportlich ambitionierte Fahrer, nicht nur für die Innenstadt. Er macht einfach tierischen Spaß und hat Kultpotential. Denn nach dem Aussteigen bekomme ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. MiTo – me too!
Sollten Sie jetzt Appetit bekommen haben, vereinbaren Sie doch einfach im Autohaus Richter in Einbeck eine Probefahrt: Tel. 05561/ 925070

mito_strasse_fressen

Dieser PR-Text erschien im November 2008 in einer Anzeigenzeitung in Einbeck, und ist – wie ich finde – einmal etwas anderes, als die ewige Rumnudelei auf technischen Daten, und Platzverhältnissen. Dieser Text ist der Zielgruppe der potentiellen Mito-Käufer in den Kopf getextet – und dabei noch nicht einmal gelogen.

Wer den Text im Original Zeitungsformat mit allen Bildern anschauen möchte, kann ihn sich hier als PDF herunterladen.

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