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Neues Jahr, neues Glück?

Montag, Januar 25th, 2010

kopfgeschossenDas Jahr fängt ja gut an: Erdbeben in Haiti mit tausenden von Toten, derweil führt das Handwerk in Deutschland eine Image-Kampagne für sich durch, in der ein Fernsehspot zeigt, wie eine ganze Stadt zusammenfällt. Doll gelaufen Kumpels, da wird einem schon ganz blümerant beim Zuschauen. Zehn Millionen Euro Werbeetat versenkt, die ihr besser bei mir hättet anlegen sollen.

Na, aber in der Politik, da geht doch was, oder? Genau, die Steuererleichterungen kommen, nur weiß man noch nicht so genau wann, außer, dass sie in diesem Jahr nicht mehr kommen. Nach dem Krisengipfel neulich stürmten alle Politiker kommentarlos unlächelnd aus dem Kanzleramt, was sicherlich für eine harmonische Einigung spricht.
Zudem wird es wohl Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung geben. Da bin aber sowas von steuererleichtert (oder heißt es „um Steuern erleichtert“?).
Und was macht die FDP? Die wird doch sicherlich für uns Bürger sorgen! Nun ja, erst mal macht sie Schlagzeilen. Damit, dass sie nicht für die Bürger, aber für sich selbst gesorgt hat, indem sie Millionenspenden von einem Hotelmulti entgegennahm. Wer jetzt vermutet, es bestünde irgendein gearteter Zusammenhang mit der Senkung der Mehrwertsteuer für das Übernachtungsgewerbe, der ist aber böse, böse, böse! Absurd wäre das, meint Westerwelle. Nun ja, was machen Schweine am Trog? Sie fressen! Also kann man denen auch nicht böse sein, das ist einfach ein Reflex. Ein politikenttäuschter Mensch entwarf sogar einen neuen Werbeslogan für die Möwnenpick-Partei: FDP – There’s no better way to lie. (Quelle: www.twitter.com/zynaesthesie)
Aber unsere Kanzlerin, die sorgt doch für ihre Schäfchen, oder? Nur leider ist sie in letzter Zeit nicht in Erscheinung getreten; einige Zeitgenossen fragen sich, ob sie noch unter den Lebenden weilt, oder beim „für Schäfchen sorgen“ eingenickt ist.
Aber bei den Linken, da lafontainet es doch immer so herrlich bürgerfreundlich, da muss doch was gehen. Da wird auch was gehen, im Mai, wenn es nach den Herren Gysi und Lafontaine geht, nämlich der Parteivorsitzende Bartsch, der es gewagt hat, dem armen, kranken Lafontaine lauwarm ans Bein zu pieseln. Die sind also mehr mit sich selbst, als mit Politik für uns arme (im Sinne von mittellos) Bürger beschäftigt.
Aber einer, der geht voran, und holt den eisernen Besen raus, mit dem er jeden Hartz-IV-Empfänger in eine Beschäftigung gleich welcher Art kehren will, Roland Koch, der hessische Ministerpräsident: „Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertiger Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung“ (Quelle: Spiegel Online). Also, liebe Hartz-IVer, raus aus der Hängematte, jetzt werden die öffentlichen Klos geputzt! Aber mit der Zahnbürste, der eigenen, versteht sich, damit das auch ein wenig dauert. Was? Sie haben Kunstgeschichte studiert und können gar nicht putzen? Egal, dann malen Sie! Und zwar die Hörsäle in der Universität an! Mit Borstenpinsel, Größe 6, gell! Und, liebe Hartz-IVer, von so einer kleinen Bombenattrappe läßt sich ein Koch nicht abschrecken, da müsst Ihr schon aufrüsten. Vielleicht mit einer Bonbonattrappe?
Aber irgend einen Lichtblick für das neue Jahr muss es doch geben!
Was ist mit der Kirche? Die evangelische Landesbischhöfin und EKD-Vorsitzende Margot Käßmann wendet sich in Ihrer Neujahrspredigt wenigstens gegen den Krieg in Afghanistan – und bekommt dafür vom Ministerpräsidenten Wulff gleich einen auf die Omme. Nicht wörtlich, natürlich.
Lieber Herr Wulff, da sagt die einmal was Vernünftiges, und dann ist es auch wieder nicht Recht.
Und was ist mit der Krise? Die bleibt. Wenigstens noch eine Weile.
Und Schäuble forderte in einer Blut- und Tränenrede Einsparungen in Milliardenhöhe. Also nix mit Steuersenkungen.
Na gut, aber wenigstens das Wetter soll toll werden in 2010. Wobei es momentan eher so aussieht, dass sich unsere Heizkosten verdoppeln werden in diesem Jahr, will man sich daheim nicht den Pöter abfrieren. So viel dann zur Klimaerwärmung. Da passen ja auch die Eisberge, die man mittlerweile vor Rügen gesichtet haben soll. Titanic, ick hör dir schippern. Wer also an Inkarnation glaubt, der sollte sich vielleicht so was wie Eisbär oder Pinguin vorstellen. Oder Westerwelle, immer schön warm und finanziell kuschelig.

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Mit Mopsgeschwindigkeit …

Dienstag, August 25th, 2009

kopfgeschossen… in den Wahlkampf um die Gunst der Wähler. Erste Aufregung verursachte das Wahlplakat von Vera Lengsfeld (CDU), auf dem sie Ihr und der Kanzlerin Dekolleté als Freilichtbühne zelebrierte unter dem Motto: Wir haben mehr zu bieten!

Nun ist Masse bekanntlich nicht gleich klasse, und man könnte die beiden Damen beinahe mit einer Zucchini vergleichen, die im Alter zwar immer dicker wird, geschmacklich aber derbe nachlässt.
Doch nicht nur Möpse finden Ihren Weg in die Wahlkampfwerbung, auch Ärsche (ja, liebe Kinderlein, ich habe jetzt „Ärsche“ geschrieben, so steht es nämlich auch auf dem Plakat). Nein, nicht der von Frau Merkel, Gott – oder wer auch immer – bewahre, der knackige Hintern von der Linken Halina Wawzyniak. Ihr Motto lautet: Mit Arsch in der Hose in den Bundestag. Sie hat auf dem Plakat wenigstens eine Jeans an, die ihr Maurerdekolleté nicht offenbart – was in dem Fall ja eigentlich schade ist. Ich meine, wenn sich die Politikerinnen schon exhibitionieren, dann doch bitte die jungen, knackigen. Da schaut Mann hin, und macht dann vielleicht auch – versehentlich – das Kreuz an der falschen Stelle, weil er Verpackungen und nicht Inhalte im Kopf hat. Man male sich das aus: Da könnte halb Deutschland zum Kommunismus bekehrt werden, nur weil Sarah Wagenknecht im knappen Einteiler Wahlwerbung macht. Da brauchte es noch nicht mal ein Wahlprogramm, da reichte es, wenn sie uns Städtenamen mit dem Anfangsbuchstaben „B“ und „erlin“ am Ende raten ließe, und partout keiner drauf kommen will, in der Hoffnung, dass sie das letzte bisschen Stoff auch noch fallen lässt.
So geraten unsere konservativen Politikerinnen unter Wahlwerbedruck und denken sich vielleicht: Was könnte ich noch ausziehen um anzuziehen. Wähler nämlich. Gabriele „St. Pauli“ hatte sich sicherlich schon gefreut, für Ihre „Freie Union“ endlich wieder in ihr Latexkostüm schlüpfen zu dürfen, leider wurde ihre Partei nicht zur Wahl  zugelassen.
Schwerlich vorstellbar ist auch eine spärlich bekleidete Familienministerin „Zensursula“ von der Leyen, wie sie nur im Stringtanga mit Rentnerinnen, Rentnern und ganz vielen Kinderlein „Kein schöner Land, in dieser Zeit“ singt. Zumal einige es ja als Aufforderung zur Kinderpornografie auffassen könnten. Da hat Frau es nicht leicht, wenn „nackich machen“ zur Königsdisziplin im Wahlkampf mutiert. Aber wieso eigentlich nur Frau? Ich kenne einige Damen (und auch Herren) die es sicherlich begrüßen würden, wenn unser Wirtschaftsminister zu Guttenberg sich die eine oder andere Blöße gäbe. So rein bekleidungstechnisch gesehen, und natürlich frisch gegelt, weil’s besser flutscht, auch in der Gunst der Wählerschaft.
Schwer hätte es sicherlich der Kanzlerkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier (kennen Sie nicht? Das ist der dicke Weißhaarige mit der Kinderbrille, unser derzeitiger Außenminister), obwohl ich mir vorzustellen vermag, dass der auch ein paar Brüste vorweisen könnte. Wahlkampfmotto: Wir haben nicht nur Haare auf den Zähnen!
Leichter dagegen hätte es der Teddybär der CDU, Peter Harry Carstensen aus Kiel, der legte sich einfach nur nackt aufs Bärenfell, und schon wären seine Bärendienste in Schleswig-Holstein vergessen und er wiedergewählt.
Die beiden Quotenhomo­sexuellen der FDP und SPD hätten bei einigen Wählern unbekleidet sicherlich auch Chancen gewählt zu werden. Wobei sich der Herr Westerwelle nicht mit einer 18 unter der Schuhsohle begnügen müsste, sondern sich gleich eine 21 auf sein bestes Teil tätowieren lassen könnte. Wenn dann am Ende nur das rauskäme was dranhängt, egal, er hätte zumindest sein Bestes gezeigtgeben.
Den Vogel schösse dann sicherlich der „Kanzlerkandidat“ der HSP, Horst Schlämmer ab. Zu seinem Wahkampfmotto „Yes weekend“ käme dann noch „Nur für Dich, Schätzelein!“ und alle Giselas der Welt, na ja, zumindest Deutschlands, lägen ihm zu den Käsefüßen und wollten ihn nicht nur wählen, sondern auch den Rücken massieren. Links, konservativ, liberal, ein bisschen grün und auch noch nackt, da ist das Kanzleramt nicht fern. Schließlich gibt es dann Schönheitsoperationen für alle! Da könnte sich der Herr Gysi glatt die Beine verlängern lassen. Wenn sich dann noch „Ullalla“ Schmidt lasziv auf der Haube ihres Dienstwagens räkelt, mit nichts weiter an, als Schweinegrippe-Flugblättern von Hoffmann-La Roche, ihr Haupt umkränzt von Tami­flu-Injektionsspritzen, dann kann ja nichts mehr schiefgehen, oder?

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Rumliegen …

Montag, August 17th, 2009

kopfgeschossen… kann ja so einiges. Zur Not auch man selbst. Nur fordert das in der Regel keine größeren Konsequenzen; außer vielleicht einen eingeschlafenen Arm oder ein ebenso taubes Bein. Allerdings sollte man bei Frau Merkel nichts rumliegen lassen, dann ist sie nämlich umgehend zur Stelle: “Es kann nicht sein, dass der Computer und die darin liegende Festplatte ein Raum sind, wo der deutsche Rechtsstaat sagt, da greifen wir nicht zu (Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin).”

So verlautete sie in der letzten Woche im ZDF1. Nun frage ich mich natürlich, wie ich meine persönlichen Daten auf meinem PC vor Frau Merkel in Sicherheit bringe: wie zum Beispiel die Nacktfotos meiner Nachbarin, die Liebesgedichte an Frau “Nur-sieben-Jahre-Pauli”, die Zugangsdaten für das schweizer Bankkonto und meine Teletubbies-Sammlung? Letztlich liegt das alles ja auch nur “so rum” auf meinem PC. Ganz zu schweigen von den vielen Artikeln, in denen ich eventuell etwas zu ehrlich war, mit meiner Meinung über den einen oder anderen Politiker. Ich traue mich auch gar nicht, die Suchfunktion des Rechners zu benutzen, um nach “Bombe” zu suchen, aus Angst, ich könnte fündig werden (ich hatte mal ein Rezept von einer Eisbombe auf dem Rechner gespeichert; wo, werde ich wohl jetzt nicht mehr herausfinden). Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum Frau Merkel in China war und dort die Menschenrechte angemahnt hat? Gibt’s die nur für Chinesen?

Ganz recht geschieht es ihr da, dass die Chinesen sie jetzt als “Hexe” bezeichnen dürfen. Von höchster Stelle abgesegnet! Nicht, weil sie auf meinem Computer umherschnüffeln möchte, sondern weil sie den Dalai Lama in Deutschland persönlich in Empfang genommen hat. Sie hat sogar mit ihm geredet: über Menschenrechte, unter anderem.

Musterbrief

“Liebe Frau Merkel!

Da ich glaube, dass sie ein Tagebuch führen, und da ich weiterhin glaube, das dieses bei Ihnen rumliegt, hätte ich gern die Ausgaben von 1988 bis 2006. Falls dort Intimitäten mit einem gewissen Herrn Broccoli, auch genannt Apfel2, geschildert sind, können Sie diese Seiten gerne herausreißen – mir wird sonst vielleicht übel.

Weiters fügen Sie bitte aktuelle Kontoauszüge und Zugangsdaten für Ihr Online-Banking inklusive aller Passwörter bei. Da das bei Ihnen, wie bei allen anderen Menschen in diesem Lande genau so rumliegt, wie die Festplatten in diversen Rechnern, möchte ich doch gerne zugreifen. Ich bin zwar nicht der deutsche Rechtsstaat, allerdings habe ich die gleiche Legitimation wie dieser (zumindest nach Ihrer Rechtsauffassung), mich an privaten Daten zu vergreifen.

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen das Porto nicht erstatten kann, da meine Festplatten gänzlich gelöscht und sämtliche Zugangsdaten für meine Konten somit unbekannt sind.

In Erwartung Ihrer spannenden Lektüre verbleibe ich,

mit freundlichen Grüßen

Ihr Gerhard Schröder3

Dieses Brieflein können Sie gern als Musterbrief notieren (nur nicht auf Ihrem Computer abspeichern!) und bei Bedarf an unsere – um die Menschenrechte besorgte – Kanzlerin schicken. Nur eins vorweg: Ich habe zuerst gefragt!

1Das ZDF ist einer der Fernsehsender, für den Sie – ob sie wollen oder nicht, ob Sie ihn anschauen oder nicht – Gebühren zahlen müssen, denn Sie haben die theoretische Möglichkeit in anzuschauen, so Sie ein Fernsehgerät besitzen. Ich bin schon froh, dass man mich nicht wegen Vergewaltigung in den Knast gebracht hat. Nicht, dass ich jemanden vergewaltigt hätte; aber ich habe die Vorrichtung dafür.

2Aus verständlichen Gründen wurde der Name geringfügig abgewandelt, um die Intimsphäre von Frau Merkel zu schützen. Allerdings frage ich mich gerade: warum eigentlich? Die will doch auch anderer Leute Intimsphäre auskundschaften. Also: Der hypothetische Ex-Beischläfer der Frau Kanzlerin heißt eigentlich Kohl, genannt Birne. Wohl gemerkt, rein hypothetisch. Genaueres weiß ich erst nach der Lektüre der Tagebücher. Wenn also Seiten fehlen: Bingo!

3Den Namen müssen Sie natürlich ändern! Ich habe ihn deshalb unter das Brieflein gesetzt, weil ich annehme, dass “Gasprom-Gerhard” – noch mehr als ich – an den Tagebüchern interessiert ist. Insbesondere an dem Eintrag nach der brüchtigten Talkrunde nach der letzten Wahl, in der besagter Gerhard – wahrscheinlich völlig zugedrönt – sein Mantra “Ich bleibe der Kanzler” in die Talkrunde warf. Warum er nun doch kein Kanzler ist, steht vielleicht in den Tagebüchern.

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