Posts Tagged ‘Journalismus’

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Werden Sie Experte bei germanblogs …

Montag, Juni 21st, 2010

… und verdienen Sie RICHTIG VIEL GELD!!! Für einen hochwertigen Text können Sie dort bis zu 8,10 € verdienen! Nämlich bis zu 2,46 Cent pro Wort! Da möchte man am liebsten gleich in die Tasten hauen, und denen einen Text nach dem anderen unterjubeln. Wie wäre es denn, wenn ein Hartz IV-Empfänger über seine Erfahrungen berichtete? Zum Beispiel als 1-Euro-Jobber. Obwohl das noch hoch gegriffen ist. Um mit einem guten Text auf einen Euro zu kommen, könnte eine Stunde knapp werden.

Was die DJV (Deutsche-Journalisten-Vereinigung) an Honoraren empfiehlt, finden Sie auf diesen Seiten (Seite 47), nämlich 12 – 20 Cent pro Wort, mindestens sollten 740 Wörter vergütet werden. Dass das etwas an der Realität vorbei geht, in Zeiten des Zeitungssterbens ist klar. Wer wissen möchte, welche Honorare von welchen Medien tatsächlich gezahlt werden, der schaue einmal hier vorbei. Immer noch wesentlich besser, als bei germanblogs. Ich hoffe inständig, dass echte Experten es noch nicht nötig haben, sich so zu verramschen. Einen dieser selbsternannten Autoren, hat sich Klaus Jarchow im Stilstand mal zur Brust genommen.

Nachtrag: Für diesen Text hätte ich satte 3,13 € bei germanblogs verdient; wenn Sie mich denn überhaupt genommen hätten.

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“Pipi wirbelt vorm Dom”…

Mittwoch, Juni 16th, 2010

hieß es am Montag als Überschrift in der HNA. Und ich hatte wieder mal keinen Schirm dabei.

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Balla, Balla …

Mittwoch, Mai 26th, 2010

kopfgeschossen… sind alle da draußen. Was aber nur meine unmaßgebliche Meinung ist. Wie ich darauf komme? Ich kann mich nicht wehren, gegen den Mist, der täglich in den Medien als Topnachricht verbreitet wird.

Ballack (das ist so ein Fußballspieler) kann bei der Weltmeisterschaft in Südafrika nicht Spielerchen machen. Weil, er hat Knöchel. Das ist den Öffentlich-Rechtlichen doch glatt eine Sondersendung zu den Nachrichten um 20 Uhr wert. Zusätzlich bringt eine große deutsche Zeitung auf der ersten Seite ein Bild von Ballacks Knöchel, und bei „Wetten, dass“ auf Malle darf er dann auch noch seinen verbalen Sondermüll verklappen. Wir bekommen von den durchgeknallten Programm- und Zeitungsmachern schon gesagt, was wichtig und was nichtig ist.

In Europa geht’s um die Wurst den Euro und den Zerfall der Eurozone, und es scheint nichts Wichtigeres als den kleinen König Kalle Ballack zu geben. Der muss sich doch vorkommen, wie ein Halbgott, so wie er von den Medien hofiert wird. Der arme Junge wird doch bekloppt, wenn der irgendwann aus den Medien und der Aufmerksamkeit der Fußballfanatiker verschwindet. Dieser ganze Bohei um den Knöchel von Ballack geht mir jedenfalls tierisch auf – tja, worauf, schreibe ich jetzt nicht. Irgendwie erinnert das ein wenig an das alte Rom und an „Brot und Spiele“. Bloß nicht an was Wichtiges denken, immer schön ablenken, dann bekommt die Spekulation um Mehrwertsteuererhöhung auf 25% auch keiner mehr so richtig mit. Sogar die Liberallallas können sich jetzt gar nicht mehr erinnern, dass sie ja eigentlich keine Steuererhöhungen wollten, sondern das Gegenteil. Nun wurden sie aber von Mutti Murkel alle wieder eingenordet.
Da trifft es sich auch gut, dass eine Bankiersgattin (ist das eigentlich ein Titel?) medienwirksam entführt wurde. Da kann man über das Volk wieder einen ordentlichen Eimer Betroffenheitspolemik ausschütten, dann sind sie beschäftigt.
Apropos beschäftigt. Haben Sie auch schon angerufen? Na, im Radio. Wetter ist zu kalt. Rufen Sie an und sagen Sie uns Ihre Meinung. Nur 14 Cent aus dem deutschen Festnetz. Ballack kann nicht zur WM. Was sagen Sie dazu? (ach, sorry hatten wir ja schon) Schlussmachen mit seinem Partner per SMS. Was ist Eure Meinung? Ruft an! Wohin machen Sie Ihren Pfingsausflug, rufen Sie an … Aaaaahhhhhhhhh!!!!
Ich hasse Mitmachradio. Ich will Musik und Nachrichten – richtige Nachrichten und richtige Musik. Nicht das beste von heute und die Hits aus den 80ern, ich will die von den Sendern propagierte Abwechslung, die bei denen daraus besteht, dass den ganzen Tag der gleiche Mist läuft. Inklusive Dauerberieselung von Queen und Michael Jackson. „Einfach mehr Abwechslung“ heißt nicht, ein Repertoire von höchstens 100 Liedern hoch und runter gedudelt. Hey, ich zahle dafür. Und was bekomme ich, kaum dass ich die Kiste mal andrehe? „Ich habe einen Schatz gefunden …“ sülzt es aus den Lautsprechern, da flockt einem ja sogar die Kondensmilch im Kaffee aus. Und weil ich gerade so schön dabei bin: Ich möchte von Euch marschierpulverbedröhnten Moderatorenzombies (nur mein subjektiver Eindruck) nicht geduzt werden. Und Eure aufgesetzte Fröhlichkeit, die einem 8°C im Wonnemonat Mai noch als Flip-Flop-Wetter verkaufen möchte, damit könnt Ihr Eure Kindergartenkinder quälen, aber nicht mich. Wer braucht im Radio überhaupt einen Moderator? Nachrichtensprecher und Musikaufleger reichen doch völlig. Da können die Gebühren auch wieder fallen. Ich brauche auch keine Talkshow im Radio, schon gar nicht mit der ewig aufgesetzt lachenden Tiedchen, oder einer Bärbel „ich bin ja so betroffen“ Schäfer. Die soll lieber zusehen, dass sie bei den Schäferstündchen ihres Mannes auch anwesend ist, und mich nicht auch noch im Radio nerven.
Man bekommt den Eindruck, dass das Volk durch die Medien konsequent verblödet werden soll.
Jede Silikoneinlage in Brüsten irgendwelcher Pseudoprominenten ist wichtiger als das aktuelle Geschehen in Deutschland und Europa. Jeder angebliche Superstar fesselt die Aufmerksamkeit der Medienkonsumenten länger, als die Talfahrt des Euros. Und damit denn alle restlos verdummt werden, schalten Geldinstitute Anzeigen mit der Überschrift „Profitieren Sie jetzt von der starken Wirtschaft“. Und im Himmel ist ganz großer Jahrmarkt, die Buden stehen alle in Niedersachsen.
Das musste einfach mal raus!

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Aus meinen Suchanfragen 11

Montag, Februar 15th, 2010

Es wurde gesucht

zukunftsaussichten journalist

Antwort: Hartz IV

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Zukunftsaussichten

Donnerstag, Januar 28th, 2010

„Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen!“ sagte Helmut Schmidt einmal, Ex-Kanzler der Bundesrepublik. Im Fall von Steve Jobs möchte ich da widersprechen. Der Mann hat Visionen, und zwar durchaus vernünftige.

Gestern wurde sein neuester Wurf der Öffentlichkeit vorgestellt, das iPad. In einem Artikel in der FAZ wird es beschrieben, und auch einige Nutzungsmöglichkeiten vorgestellt. Wer sich die Mühe macht, und die Kommentare zu dem Artikel durchliest, kommt schnell zu dem Schluss, dass einige Kommentatoren es eher mit Helmut Schmidt halten. Sie verreißen das Gerät, und werfen dem Autor Schleichwerbung vor. Ich glaube, dass diese Menschen das Potential des Geräts nicht erkannt haben.

Es bietet unter anderem den Zeitungsverlagen einen Weg aus der Krise, der gangbar und kostengünstig ist. Was spricht dagegen, sein Zeitungsabo nicht in Papierform, sondern in einem iPad lesbaren Format zu abonnieren? Für gleiches Geld, dafür ohne Papier- und Druckkosten, aber mit aktuellsten Inhalten; denn nichts ist so alt, wie die Zeitung von heute. Die Einbindung von Filmen und Slideshows wäre ein Kinderspiel, Inserenten können gänzlich andere Werbeformen nutzen, selbst die Einbindung von Google-Anzeigen wäre, nach Stichworten sortiert, möglich und erschlösse neue Einnahmequellen. Denn auch Google-Adwords-Kampagnen sind regional begrenzt einsetzbar.

Sogar Liveberichterstattungen von lokalen Veranstaltungen aus Politik, Wirtschaft und Vereinen wären ohne großen Aufwand zu realisieren. Auch der Zugriff auf das Zeitungsarchiv ist denkbar, und durchaus interessant. Natürlich ginge dies theoretisch auch jetzt schon, ohne das iPad. Schließlich gibt es ja auch Laptops. Nur sind die eher unhandlich. Man muss ein iPad auch nicht aufklappen. Die Bedienung ist einfach, das Gerät ist leicht und handlich, der Bildschirm groß genug.

Das Beispiel Zeitung ist aber nur eines von vielen anderen. Bücher werden mittels iPad gelesen werden können – in Schriftgröße und sogar Schriftart nach Wunsch. Wer einmal ein 1.500 Seiten starkes Buch in den Händen hatte, der weiß so ein leichtes iPad sicher zu schätzen.

Die Entwicklung ist sicherlich noch nicht abgeschlossen. Vieles an Funktionen ist noch denkbar, einiges noch nicht erfunden. Nun könnte man meinen, dass ich ein Apple-Fan bin, und gar nicht anders kann, als das gut zu finden. Dem ist nicht so. Ich besitze weder ein iPhone, noch sonst ein Gerät von Apple. Lediglich die Software iTunes habe ich installiert. Natürlich habe ich auch schon mit Apple-Rechnern gearbeitet, war aber alles andere als euphorisch, was deren Performance anging. In den letzten Jahren aber, das muss ich zugeben, sind die Geräte nicht nur optisch besser, sondern auch leistungsfähiger geworden. Vielleicht fange ich ja mal mit dem iPad an. Ich mag Visionen.

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Die Last mit der HNA

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Wann, bitte, erklärt denn mal jemand den Journalisten bei der HNA, was eine Last ist?

Der Band The white Trousers fehlte der Sänger. So imprivisierten Mirco Lange, Jörn Brauns und Tobias Schrimpf, denen Gloger bei der klavierlastigen Jazz- und Popmusik aushalf.

Zum wiederholten Male wird der Band “The White Trousers” vorgeworfen, klavierlastige Musik zu spielen. Wenn das eine Kritik sein soll, dann formuliert das bitte auch als solche, und packt das nicht so nebenbei in einen Beitrag. Meine Vermutung ist aber eine andere, dass nämlich  der Schreiber der Zeilen nicht weiß, was eine Last ist. Man könnte ihn ja mal ein Klavier tragen lassen, dann wird er eine Ahnung bekommen. Da ich aber ein netter Mensch bin, und niemanden dumm sterben lassen möchte: “klavierbetonte Popmusik”, von mir aus auch “klavierige Popmusik”, das wäre wenigstens originell, sogar “Klavier dominierte Popmusik” ließe ich gelten, obwohl auch da ein Hauch von Kritik mitschwingt. Ihr könnt natürlich auch ein wenig “imprivisieren”. Wobei ich gerne glaube, dass es sich nur um einen Tippfehler handelt, da “i” und “o” doch nachbarschaftlich auf der Tastatur kuscheln.

Auch wieder einmal ganz toll gelungen: Unter der Überschrift “Winterzauber in der Stadt” folgt dann dieser Text:

Nach einem heftigen Regenschauer mit starken Windböen hat Uslars Ortsbürgermeister Arno Riedke gestern Mittag spontan reagiert und die offizielle Eröffnung des Uslarer Weihnachtsmarktes auf den Abend verlegt.

Ich fühle mich quasi so winterlich verzaubert, dass ich es kaum noch ohne Regenschauer mit Glühwein und Currywurst aushalte.

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Neudeutsch

Dienstag, November 10th, 2009

Zudem haben am zweiten Weihnachtstag die Geschäfte der Innenstadt geöffnet und laden zum nachweihnachtlichen Einkauf ein, auf neudeutsch: After Christmas Shopping.

Ich schmeiß mich weg …

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Kurze Sätze

Montag, Oktober 19th, 2009

Kurze Sätze sind “in”. Zumindest bei vielen Journalisten, die die Sprachschulen des Wolf Schneider durchlaufen haben. Dass es auch anders geht, ja gehen sollte, vertritt Klaus Jarchow in diesem Posting im Stilstand.

Schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hat einer gezeigt wie es geht, mit den langen Sätzen:

Ein Satz

Wenn Sie in einer Gesellschaft unter lauter offenen, netten und freundlichen Menschen, die ungezwungen plaudern, klar blicken und so gar keine Würde um sich verbreiten, Einen sehen, der mit herausgestreckter Brust jedes seiner Worte posaunt, unter einer niedrigen Stirn zwei kleine kalte Augen, ohne daß Sklaven vorhanden wären, herrisch blitzen läßt, weil ihm nichts daran gelegen ist, etwas zu gelten, aber Alles daran, mehr zu gelten als die Andern, Einen, der im Knopfloch ein Bändchen trägt und auf der Backe vielleicht eine schlecht verheilte Narbe, der sich sein Monokel einklemmt, wenn er etwas lesen will, das er doch nicht verstehen wird, Einen, der feige und gewalttätig zugleich aussieht, und dessen ganzes Gehaben an einen mühsam gezähmten Schlächterburschen gemahnt, der auf dem Tanzboden gleich einen Krawall anfangen wird, Einen, der entschlossen ist, für die dümmste Sache mit dem ganzen Einsatz seiner Persönlichkeit voll und ganz einzutreten, und der so viel Prestige hat, daß ihm für die Humanitas nichts übrig bleibt, der sich, selbst ein leerer Sack, hinter seinen Titel, seine Dekoration und seine gesellschaftliche Stellung verkriecht, die er auch im Sitzen straff betont, Einen, dem nur wohl ist, wenn er unter Kerls, die nicht schreiben und lesen können, aber von ihm zu fressen bekommen, mit der Reitgerte imponieren darf, und der sich hütet, in andre Gesellschaftsklassen zu gehen, weil man ihn da lächelnd abtäte, Einen, der mit gut gepflegten, ein wenig zu dicken Fingern auch von jüdischen Bankiers gern nimmt, wenn es etwas zu verdienen gibt, und der den Kellner der Weinabteilung zur Abspiegelung seiner Macht braucht, den gekrümmten Trinkgeldrücken vor dem Thron seiner Eitelkeit, Einen, der sich hinter dem Staat verbirgt, wenn er etwas ausgefressen hat oder Pension bezahlt haben möchte – wenn Sie so Einen sehen, dann können Sie darauf schwören: dieser Mann ist ein Nationalist.

Ignaz Wrobel*

*alias Kurt Tucholsky, erschienen in “Die Weltbühne”, 1925

In diesem Jahr wurde Wolf Schneider geboren, er bekam den Text also (noch) nicht mit.

Wenn man ihn sich aufmerksam durchliest, diesen Satz, ist er erschreckend aktuell. Zumindest in einigen Gegenden Deutschlands. Dass nicht nur dieser Text von Tucholsky das wiederspiegelt, versuche ich in loser Reihenfolge hier anhand von Beispielen darzulegen.

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Fahrbericht Alfa Romeo MiTo …

Dienstag, August 18th, 2009

… oder vom chronischen Grinsen im Gesicht

Adrenalin wird ausgeschüttet, Endorphine müssen auch dabei sein, denn ich bin im Rausch. Im Fahrrausch. Kurven werden nicht durchfahren, sondern gefressen und machen doch nicht satt, sondern Appetit auf mehr. Viel mehr!

black_mito

Buntes Herbstlaub wirbelt hinter mir in die Luft und scheint nie mehr zu Boden fallen zu wollen – aus Respekt vor dem „King of the Road“ aus dem Hause Alfa Romeo. Romeo mit italienisch rollendem „R“, nicht mit dem kehligen Rachenlaut des Deutschen. Und die Betonung liegt auf „eo“, nicht auf „Ro“. Echte Fans wissen sowas. Und ich bin jetzt ein echter Fan (Alfisto). Der MiTo ist das ultimative Spaßauto für sportliche Fahrer. Sie wollen eine Sänfte, die Sie wie auf Wolken von A nach B kutschiert? Vergessen Sie den MiTo! Der sagt Ihnen genau, auf welchem Straßenbelag Sie unterwegs sind, wo die Straße mangels Geld nur geflickt ist, und welches Schlagloch Sie beim nächsten Mal besser umfahren sollten. Und das ist gut so, denn es dient Ihrer Sicherheit. Die Lenkung reagiert auf die kleinste Bewegung und vermittelt Präzision. Der Sound ist sportlich: typisch Alfa. Und ich rede jetzt vom Diesel – mit „nur“ 120 PS.

Erntedank

Ernten tue ich: meist ungläubiges Staunen ob der schnellen Überholvorgänge. „Lieber SLK-Fahrer, es tut mir leid, aber Du hattest keine Chance!“ Blicke erntete ich ebenfalls: Erstmals seit etlichen Jahren schauen mir in der Stadt wieder junge Mädchen hinterher! Junge Männer allerdings auch; die sicher nur wegen des Autos.
Nicht reden möchte ich hier von der schon jetzt erfüllten Euro 5-Norm, oder von elektronischem Stabilitätsprogramm, von MP3-Playern, Fensterhebern oder ähnlichen Ausstattungsmerkmalen. Hat der Mito alles, lenkt mich aber nur ab vom Wichtigsten: vom Fahren!

Lieblingsbuchstabe „D“

Absolut genial und erwähnenswert ist die DNA, die Fahrdynamikregelung des Alfa Romeo MiTo. Entwickelt von Ferrari hat sie Einzug gehalten im (gar nicht so) kleinen Alfa. Gestartet wird in der Normalstellung „N“ für alle Lebenslagen (es sei denn, es ist extrem glatt, durch Nässe, Eis oder Schnee, dann benutzt man die Stellung „A“, für „All weather“). Damit ist der MiTo schon zügig unterwegs. Schiebt man den kleinen Regler aber auf „D“, wie Dynamik, dann generiert der Mito einen Vortrieb bei der kleinsten Gaspedalbewegung, der einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert, als hätte einem Angelina Jolie einen Antrag gemacht (oder Brad Pitt, je nach Gusto).

Umsteigen bitte!

Und nun erhöhen wir den Spaß, denn ich steige ins Top-Modell mit 155 Pferdestärken um.
Angenehm ist im Stadtverkehr (außer der einem zu Teil werdenden Aufmerksamkeit beiderlei Geschlechts und Lebensalter) der etwas längere Gaspedalweg in der Normalstellung des DNA. So kollidiert man nicht aus Versehen mit dem Vordermann, wenn einem der Gasfuß beim Niesen nach vorne zucken sollte. Trotz dem ist man sehr zügig unterwegs. Deshalb auch gleich eine Warnung: Man ist fast immer schneller, als man denkt! Gefühlte 50 km/h? Der Tacho belehrt einen nach kurzem Blick, dass die 70 km/h gleich überschritten sind. Du glaubst, Du fährt 100 auf der Landstraße? Dein Führerschein ist bei echten 140 km/h in Gefahr, von den Freunden und Helfern zumindest kurzfristig eingezogen zu werden. Hier heißt es 16 geben; also doppelt Acht! Liebe Führerschein-Neulinge: Nein, es ist (noch) nicht das richtige Fahrzeug für Euch! Bitte erst mit der 95 PS-Version üben!

Fazit

Der MiTo ist ein Auto für sportlich ambitionierte Fahrer, nicht nur für die Innenstadt. Er macht einfach tierischen Spaß und hat Kultpotential. Denn nach dem Aussteigen bekomme ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. MiTo – me too!
Sollten Sie jetzt Appetit bekommen haben, vereinbaren Sie doch einfach im Autohaus Richter in Einbeck eine Probefahrt: Tel. 05561/ 925070

mito_strasse_fressen

Dieser PR-Text erschien im November 2008 in einer Anzeigenzeitung in Einbeck, und ist – wie ich finde – einmal etwas anderes, als die ewige Rumnudelei auf technischen Daten, und Platzverhältnissen. Dieser Text ist der Zielgruppe der potentiellen Mito-Käufer in den Kopf getextet – und dabei noch nicht einmal gelogen.

Wer den Text im Original Zeitungsformat mit allen Bildern anschauen möchte, kann ihn sich hier als PDF herunterladen.

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Michaelmania …

Montag, August 17th, 2009

kopfgeschossen… in allen Gazetten. Nein nicht Schumacher, der lebt ja noch, sondern Jackson. Kaum ein Künstler/Musiker lässt die Fantasie von Anhängern und Ablehnern so erblühen, wie dieser.

Dachten Sie etwa, Michael Jackson wäre tot? Alles Quatsch! Während die CD-Regale bei den Händlern unter der schieren Last der Michael-Jackson-Datenträger zusammenzubrechen drohen, sind sie auch flugs wegen der hohen Verkaufszahlen wieder geleert und können neu befüllt werden. Und das ist auch der Grund, warum sich Jackson nun tot stellt. Alles nur Geschäft. Nur ein toter Sänger ist ein guter Verkaufsschlager. Denn kaum war die krokodilstränige (nein, nicht die Fans; die haben echt um den Jackson geheult wie Schlosshunde) Trauerfeier vorüber, wurde er auch schon – ätschibätsch – gesichtet. In Dubai, in Las Vegas (klar, da geht er zuerst hin, kennt ihn da ja keiner), an der Grenze zu Mexiko und in Neuseeland. Ist natürlich auch Bullshit, denn er lebt jetzt in Deutschland auf einem kleinen Landschloss, welches er sich 2006 gekauft hatte – glaubt man diversen Quellen im Internet. Nun stand aber auch zu lesen, er würde ohne Gehirn beerdigt. Da wollen irgendwelche Klonforscher wohl lauter kleine Jacksons in die Welt klonen. Nur blöd, dass es keinen Unterschied macht, ob mit, oder ohne Gehirn. Denn dass der Michael einen Krümel an der Schalmei hatte, ist ja wohl jedem klar, seit dem er ohne Netz und doppeltem Boden „sein“ Baby aus dem Fenster des Nobelschuppens Hotel Adlon in Berlin über den jubelnden Fans schaukeln ließ (die sich sicherlich sogar über einen Köttel aus den Windeln von dem Knaben gepügelt hätten; ist aber alles dicht geblieben – bis auf Michael eben).
Da er ja nun offiziell tot ist, gibt es folglich einige Meldungen, die in dem Bereich der Verschwörungstheorien angesiedelt sind – oder auch nicht. Man ermittelt jetzt nämlich wegen Mordes. Ist ja auch völlig unverständlich, dass ein tablettensüchtiger und Sonstwasjunkie eines natürlichen Todes gestorben sein soll. Unbestätigten Gerüchten zu Folge hat wohl auch der „Plastinator“ Gunther van Hagens Interesse an Jacksons Leichnam angemeldet. Der Initiator der „Körperwelten-Ausstellung“ hätte sehr gerne den Jackson; er bräuchte nur noch höchstens die Hälfte an Plastilin. Das meiste ist ja schon künstlich. Außerdem wäre das ja ein großer finanzieller Erfolg, denn welcher „Andersrumme“ würde nicht gerne einen Blick auf Jacksons Piepmatz erhaschen? Man könnte ihn quasi als Gallionsfigur bei der nächsten Loveparade vorneweg tragen. Es heißt jetzt nämlich aus gut unterrichteten Kreisen, Jackson sei schwul gewesen. Kaum zu glauben, was? Ich meine, bei künstlicher Befruchtung und Leihmüttern und so, wer käme auf den abstrusen Gedanken, Jackson sei hetero? Also ich glaube ja, dass der „King of Pop“ vor nichts so sehr Angst hatte, wie vorm Poppen. Also wenn, dann höchstens mit kleinen – ach nee, das schreibe ich jetzt nicht, sind ja auch nur Gerüchte. Obwohl, Abfindungen an diverse Eltern soll er ja reichlich gezahlt haben. Der wollte bestimmt gar nichts von den Kindern, er wollte nur spielen – und vielleicht ein wenig kuscheln. Was um so verständlicher wird, um so mehr von den Erziehungsmethoden seiner Eltern bekannt wird. Wer lässt sein Kind schon auf einer heißen Herdplatte tanzen? Deswegen hat Jackson ja auch den Moonwalk erfunden, damit man seine verkohlten Fußsohlen nicht sieht.
Vielleicht ist Jackson aber trotzdem nicht tot, und lässt von chinesischen Geschäftsleuten seine Neverland-Ranch in China neu errichten. Das Projekt gibt es wirklich. Früher waren ja die Japaner dafür bekannt, alles nachzubauen, jetzt übertrumpfen sie die Chinesen.
Andere Gerüchte besagen wiederum, es gäbe Videos von seinem Todekampf in der Villa. Es könnten sich aber auch um Probeaufnahmen zu seinem neu kreierten Tanz handeln, man war sich nicht so sicher. Also wieder keine wirkliche Bestätigung für das Ableben von Michael. Sein Arzt wird ja jetzt wegen Mordverdachts gesucht, aber der Vollständigkeit halber sollte man auch die Ärzte suchen, die ihm das Gesicht verunstaltet haben. Zum Schluss sah er ja bald so aus, wie seine Schwester LaToya. Diese hatte in ihrer Jugend übrigens auch die typisch breite Jacksonnase, die im Laufe des Lebens immer schmaler wurde. Wohl nicht nur gelaufen, sondern (zum Teil) weggelaufen.
Wie dem auch sei, ob nun tot oder lebendig, Michael Jackson stirbt nicht. In den Herzen der Fans sowieso nicht. Genauso wenig wie Elvis oder Marylin Monroe, die neulich in einem Pariser Straßencafé gesichtet wurden. Zusammen.

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