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	<title>a.c.media - Die Werbeagentur in Uslar &#187; Griechenland</title>
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		<title>&#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; á la Focus</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 14:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Focus]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Markwort]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Fakten, Fakten, Fakten, lauten Markworts markige Worte, wenn er sein Magazin anpreist. Dabei ist der &#8220;Focus&#8221; &#8211; laut Meinung eines Bekannten &#8211; nur ein Drecksblatt für kleine Angestellte, die sich für BILD &#8216;zu fein&#8217; dünken. Liest man den Offenen Brief eines zu Recht empörten Griechen an den Focus, zu seiner Printausgabe vom 22.02.2010 zum Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fakten, Fakten, Fakten, lauten Markworts markige Worte, wenn er sein <a href="http://www.focus.de" target="_blank">Magazin</a> anpreist. Dabei ist der &#8220;Focus&#8221; &#8211; laut Meinung eines Bekannten &#8211; nur</p>
<blockquote><p>ein Drecksblatt für kleine Angestellte, die sich für BILD<br />
&#8216;zu fein&#8217; dünken.</p></blockquote>
<p>Liest man den <a title="Offener Brie an Focus" href="http://www.a-c-media.de/images/stories/Offener_Brief_an_Focus.pdf" target="_blank">Offenen Brief eines zu Recht empörten Griechen</a> an den Focus, zu seiner Printausgabe vom 22.02.2010 zum Thema Griechenland, und recherchiert die Fakten, Fakten, Fakten, dann wird schnell klar, dass das &#8220;Drecksblatt&#8221; ein europäisches Land im Staatenverbund der Europäischen Gemeinschaft samt seiner Bevölkerung nicht nur beleidigt, sondern auf unverschämt dreckige Art und Weise gegen dieses Land und seine Menschen bei den Lesern Stimmung macht. Woran erinnert uns das?</p>
<p>Starker Tobak, lieber &#8220;Focus&#8221;; und einfach nur erbärmlicher Journalismus. Es freute mich, wenn dieser Offene Brief möglichst viele Ihrer Leser erreichte. Dazu trage ich gerne bei.</p>
<p>Weiteres Lesefutter zum Thema gibt es <a title="myhellas" href="http://www.myhellas.de/" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.alisseos-olivenoel.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=59&amp;Itemid=48 " target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32164/1.html " target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Gertrud sacht &#8230; 4</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 08:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gertrud sacht ...]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Gastfreundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Also innen Moment (April 2009, Anm. der Red.) sitz ich innen Bus in Athen, aufn Wech zun Hotel. Ein Bus is zuviel gesacht, eher son Beförderungsmittel aussn Anfängen von den Automobilzeitalter. Is aber ganich schlümm, wenn der aussn Auspuff raucht wie Hulle. Fällt ganich weiter auf hier in Athen. Hier brennt nämlich die Luft. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-medium wp-image-125" title="Gertrud_Kopf" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/Gertrud_Kopf-300x87.jpg" alt="Gertrud_Kopf" width="300" height="87" />Also innen Moment (April 2009, Anm. der Red.) sitz ich innen Bus in Athen, aufn Wech zun Hotel. Ein Bus is zuviel gesacht, eher son Beförderungsmittel aussn Anfängen von den Automobilzeitalter. Is aber ganich schlümm, wenn der aussn Auspuff raucht wie Hulle. Fällt ganich weiter auf hier in Athen. Hier brennt nämlich die Luft.</h3>
<p>Das muss man sich ma vorstellen, da demonstrieren doch tatsächlich die Putzfrauen ausse Stadt, weil se mehr Geld haben wollen. Ich mein, das is schon gerecht, wenn die mehr Geld wollen, putzen is ne schwere Arbeit, da weißich wovon ich rede, aber dann kommen doch son paar Raudies und randalieren, werfen Steine aufe Polizisten und sind Mülltonnen am anzünden. Schaufenster von Banken und Geschäfte mussten auch dran glauben; und das alles, weil irgend wer einer Putzfrau, die gerade für mehr Geld demonstriert hatte, Reinigungsmittel ins Gesicht gespritzt hat, und nun natürlich aussieht im Gesicht, wie Nicki Lauda an sein verbranntes Ohr. Also ein riesiges Tohuwabohu, und unser Bus soll da mitten durch. Denkste woll, hat sich da der Busfahrer gesacht, uns alle aufe Straße geschmissen und is auf und davon. Da saß ich nun mit meinen ganzen Gepäck, und meine Tüten auss Djutifrieshop, und wusste nich wohin. Aufer anderen Straßenseite warn drei Taxis, da binnich denn hin, aber die wollten nur gucken und mich nich anfassen, geschweige denn irgendwohin fahren. Da hatten die auch keine Lust zu, durch die ganze Randale zu fahrn. Die andern aussen Bus wollten die mit Geld überreden, einer hat sogar mit 300 Euros gewinkt, aber die ließen sich nich erweichen. Da hab ich mich erst ma auf meine Koffer gesetzt, ne Schöbe gebrammt und meine Freundin vonnen Marktkauf verflucht, weil die mir sonne Reise geschenkt hat. Und nu fängt es auch noch zum regnen an. Dann binnich mit ein paar andere wech von den brennenden Mülltonnen, immer in Richtung vonne angestrahlte Akropolis, wennich se denn durch den Qualm ma zu sehen krichte, auch weil Polizisten, die aussahen wie mittelalterliche Krieger mit Stöcken und so Plexiglasschilde, uns weiter inne Stadt abgedrängt hatten. Durch das ganze Durcheinander, und weilich ja immer auf mein Gepäck aufpassen musste, war ich auf einmal ganz allein in sonner kleinen Gasse, alles war mittn ma ganz ruhig, und nu wusstich ganz und ganich mehr wo ich war. Es war arschkalt, nass und die Tränen liefen mir nur so ausse Augen, dass ich ganix mehr sehen konnte. Und da binnich gestolpert, und das mitten inne Arme von son grauhaarigen Griechen. „Ju niet help?“ hatter gefracht, und roch wie eine Mischung aus Pfefferminzbonbons und vollem Aschenbecher. „Ei niet aber sowas von help!“ hab ich gesacht, und vor Erleichterung musstich gleich noch mehr brammen. Da hattich versucht, in meinen eingerosteten Englisch ihm klar zu machen, dassich ins Hotel wollte, und das musser wohl auch verstanden haben, und dasser Georgios hieß, das hab ich dann mitbekommen. Dann hatter mal eben ganz nonschalant sein Ei-Fon gezückt und in seiner Muttersprache jemand was erzählt. Kaum drei Minuten später kam dann ein alter Citoen Pallas angebraust, mit einen jungen Griechen drin. Der hat dann mein Gepäck geschnappt, ins Auto verfrachtet und is losgedüst. Nu stand ich da, mit nen ollen Griechen, und wusste gar nich mehr was ich machen sollte &#8230;<br />
Aber schließlich is man ja wer, nech, und da hab ich den Kopf hoch genommen, und ihn würdevoll angeguckt, ganz in Erwartung, von wegen was da getz noch kommt. Naja, erstema hatter mich nett angegrinst, und gefracht opich denn Hunger hätte. Kaum hatter das Wort „hungry“ in Mund genommen, da knurrt mein Magen los, wie der Tiger von Siegfried und die Reste vonnen Roy. Musser woll gehört haben, und ihn seine Mundwinkel wollten die Ohren besuchen. Nu hatten wir aber das Pech, dass alle Restaurants verbarrikadiert warn, aus Angst vorre Plünderers. Da hat Georgios mich dann in sonne Taverne mitgenommen. Das war richtich nett da, wie in den Lied von Udo Jürgens. Giorgios hat mich dann erzählt, dasse Plünderer hier nix anstellen, die werden extra in Ruhe gelassen, genau so, wie die kleinen Kioske, die nennse hier Peripteros, weil da nur die armen Leute hingehen. Und inner Taverne da hat es geduftet wie innen Himmel, oder besser: wie innen Schlaraffenland. Mein Magenknurren war so laut, dasses schon an Ruhestörung grenzte, echt. Aber die Leute warn wirklich nett. Georgios, meine neuer griechischer Freund, hatt dann auch gleich was zu essen bestellt. Boah, war das lecker. Und immer wieder was neues, noch besseres: Salate, Vorspeisen, Oliven, Knoblauchdipps, Lamm aussen Ofen, so zart, dass man das ohne Zähne und mittn Löffel hätte essen können. Und der Wein erst! Nach zwei Gläser war ich schon halb dune, und inner Stimmung, die ganze Welt innen Arm nehmen zu können. Und der Georgios hat mich immer so komisch angeguckt, also, so hat mich mein Alter noch gar nich angeguckt. Au weia. „Gertrud“, sach ich zu mir, „reiß Dich zusammen“! Da brauchense getz aber nich denken, dassich schwach geworden bin, nee, nee, nich die Gertrud. Ich bin ein anständiges Mädchen! Aber nett wars, und gefühlt habbich mich wie Helena von Troja, ehrlich, die warn alle so nett, und mein klägliches Englisch hat da gereicht, das konnten die alle verstehen.<br />
Als ich dann so richtig satt und zufrieden war, meinte Georgios, wir sollten uns aufe Socken machen, und sind dann losmaschiert. Puh, so viel binnich in mein Leben noch nich gelaufen, dachtich mir hinterher, aber das war wie in Kino: riesige Paläste, Bars so groß (na ja fast) wie unser Marktkauf, mit fünf Meter hohen Olivenbäumen in sonne Glaskästen zur Dekoration, antike Märkte, riesige griechische Säulen und Einkaufszeilen mit so berühmten Namen, die habbich höchstens mal inner Zeitschrift bein Frisör gelesen. Na die ham die Randale dann nich so gut überstanden. Die müssen woll die Glasversicherung für die nächsten Jahre eppes teuer bezahlen, wenn se verstehen, was ich meine.<br />
Überhaupt war das ein buntes Treiben da in Athen, man glaubt es nich: Bettler (denen hat Georgios alle was an Kohle inne Hand gedrückt, der kann kein Armer sein), Straßenmusikanten an jeder Ecke (die auch alle ein paar Euros gekricht haben), die alle überleben, weil die Griechen sind halt ein musikalisches Völkchen und geben echt gern, freilaufende Hunde (die ham nix gekricht), die &#8211; obses nu glauben oda nich &#8211; bei rot anne Ampel stehen bleiben und bei grün losjuckeln, vonnen angeblich taubstummen aber offensichtlich übahaupt nich behinderten Zigeunerkind hat mein Gönner dann auch noch ein paar Taschentücher gekauft. Mann, dachtich mir, vielleicht solltich mich als Bettlerin in Athen selbstständich machen; mit Georgios als Stammspender, versteht sich. Denne bleiben wir vor einen Lederwarengeschäft stehen, da sind so olle Klamotten drin, im Schaufenster, die krisste in Einbeck noch nichemal bein Kirchnflohmarkt los. Aber fett mitten Eisengitter gesichert. Genau daneben ein Schaufenster von Prada. Gips ja auch son Buch von, ne, „Der Teufel trägt Prada“. Kennse, oder?<br />
„Hier efriesing bigän“, sacht Georios da. Was imma der damit meint. Ich bin jedenfalls hundemüde und total geschafft. Alle Bilder vonnen Athen, wie se in keinen Reiseführer stehen, und doch so bekannt vorkommen, schwirren in meinen Kopp rum. Meine Füße fühlen sich an, wie wunde Klumpen (und sehn woll auch so aus).<br />
„Sso, hier ie are, Ei inweit yu to mei littel haus, no problem!“ sacht Georgios und zieht mich in sein „little House“ mit Fahrstuhl und vier Stockwerke. Mann, sowas geiles (ouups, schuldigung) habbich ja noch nich gesehen. Innen ersten Stock steht nur ein Flügel rum, sonst nix. Also son Klavier, nur nach hinten länger, se wissen schon. Innen zweiten Stock drin ist nur eine Küche. Mit allen Gedöhns, was man sich nur vorstellen kann, sowas steht in keine Küchenausstellung, noch dazu gar nich benutzt. Das dritte Stockwerk besteht nur aus drei Schlafzimmern, jedes natürlich mit sein eigenes Bad. Im vierten  Stock eine riesige Swiet mit nen Kamin, der hat ne Rückwand aus Glas, durch die man in ein Badezimmer gucken kann, das wie aussen Raumschiff Enterprise aussieht, aber mit Seifenhaltern in Handform, goldene Wasserhähne und natürlich die unvameidliche Statue von irgend son griechischen Held. Dann gips da noch ne Treppe zur Dachterrasse, ihr glaubt es nich! Ein Ausblick auffe Akropolis, schöner kann man die nich abbilden. Die wussten schon, die ollen Griechen, wo man seine Tempels hinbaut.<br />
Was sollich sagen, hier binnich dann für die eine Woche geblieben, Schitt watt aufes Hotel!<br />
Georgios hat mir eines von den Schlafzimmern aussen dritten Stock angeboten, und gesacht, dass ich mich wie zuhause fühlen soll, natürlich auf sein unvergleichliches Englisch. Da konnte ich nich nein sagen, echt nich. Egal wasse jetz von mir denken, das war wunderschön und alles nur platonisch. Der Georgios hat mich nich einmal angefasst, hat mich sogar noch son Adapter für mein Lockenstab besorcht. An alles, woran ich mich gefreut habe, hat der sich mitgefreut, ganz ehrlich ohne irgendwelche Hintergedanken. In Deutschland fast undenkbar &#8211; außer bei meinen holden Gatten natürlich. Also wenn Gastfreundschaft einen Namen hat, dann heißt se Georgios &#8211; und Griechenland.</p>
<p>mfs/<a href="http://www.alisseos.de" target="_blank">Dagmar Genth</a></p>
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