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	<title>a.c.media - Die Werbeagentur in Uslar &#187; Goethe</title>
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		<title>Flugzeuge im Bauch</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durch den Kopf geschossen]]></category>
		<category><![CDATA[Aschewolke]]></category>
		<category><![CDATA[Entschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[Flugverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo denn wohl auch sonst. Zumindest in der letzten Woche. Oder um es mit Goethes „Wanderers Nachtlied“ zu sagen: Über allen Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; &#8230; Die Auswirkungen dieser isländischen Aschewolke sind heftig, denn wenn keine Flugzeuge fliegen, haben die Fluglinien auch keine Einnahmen, bei weiter laufenden Kosten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="kopfgeschossen" width="300" height="177" />Wo denn wohl auch sonst. Zumindest in der letzten Woche. Oder um es mit Goethes „Wanderers Nachtlied“ zu sagen:</h3>
<h3>Über allen Gipfeln</h3>
<h3>Ist Ruh,</h3>
<h3>In allen Wipfeln</h3>
<h3>Spürest du</h3>
<h3>Kaum einen Hauch; &#8230;</h3>
<p>Die Auswirkungen dieser isländischen Aschewolke sind heftig, denn wenn keine Flugzeuge fliegen, haben die Fluglinien auch keine Einnahmen, bei weiter laufenden Kosten, womit wir zum Ende des Gedichts kommen:</p>
<h3>&#8230; Die Vögelein schweigen im Walde.</h3>
<h3>Warte nur, balde</h3>
<h3>Ruhest du auch.</h3>
<p>Einige Fluglinien werden wohl ruhen, und sich mit ihren Flugzeugen in die Insolvenz stehen (Was sich bislang noch nicht bestätigt hat; als der Artikel geschrieben wurde, stand dies aber zu befürchten/hoffen?).<br />
Wer dann für den Herbst einen Flug gebucht und bezahlt hat, könnte somit in die Röhre gucken und in die Luft gehen. Letzteres natürlich nicht real sondern nur metaphorisch, wie das HB-Männchen aus den Siebzigern des letzten Jahrtausends. Die Knete ist dann leider weg. Nun ja, weg nicht, sie hat halt nur ein anderer.<br />
Nur mal so als Idee: Würde es die Welt nicht mächtig entschleunigen, verzichteten wir zukünftig ganz auf den Luftverkehr? Man stelle sich nur vor, wie viel mehr Benzin wir zur Verfügung hätten, um weiter Auto zu fahren. Kein Kondensstreifen mehr am Himmel, nur noch Kondensmilch im Kaffee. Ist es nicht auffällig, dass, kaum fliegt kein Flieger mehr, das Wetter sich endlich zum Frühling bekennt?<br />
Da finde ich es richtig gut, dass der Ramsauer Staatshilfen für angeschlagene Airlines kategorisch ablehnt.<br />
Mal ganz im Ernst: Ich könnte sehr gut ohne Flugzeug leben. Schwerer hätte es da so manches Reisebüro. Wer will schon einen Urlaub buchen, bei dem man sechs Wochen mit dem Schiff nach Mauritius reist, um zwei Wochen Urlaub zu machen und anschließend wieder sechs Wochen zurück zu schippern. Das können sich höchstens noch Hartz IV-Empfänger leisten; also zeitlich jetzt. Auf der anderen Seite: Von was wollen die Urlaub machen? Vom Stress des nicht arbeitens?<br />
Auch die Luftpost fiele dann flach. Ein Paket nach Amerika ist da dann etwas länger unterwegs. Was aber so schlimm auch nicht wäre, ich kenne da drüben nämlich niemanden, dem ich eins schicken könnte oder möchte. Halt! Doch! Obama vielleicht. Ein Carepaket mit deutschen Lebensmittelspezialitäten – lange haltbaren natürlich – und dem Hinweis, er möchte doch seine widerrechtlich gefolterten Häftlinge aus Guantanamo selber durchfüttern. Schließlich haben wir damit nichts am Hut.<br />
Aber zurück zu den Flugzeugen. Kaum hatte ich dies hier geschrieben, philosophierten einige Wissenschaftler und Journalisten bei Beckmann über mein Thema und fragten, ob man denn die Äpfel aus Südamerika, die Orchideen aus Thailand und die Ananas aus Isreal wirklich brauche. Und ob es nicht besser wäre, auf zumindest einige Flüge zu verzichten. Des Klimas wegen. Wie kamen die bloß an mein Manuskript? Habe ich eine undichte Stelle in meinem Netzwerk? Oder liegen die Fragen einfach so auf der Hand, dass sogar ein Beckmann darauf kommt?<br />
Was ansonsten so in der etablierten Presse steht, und meist von der DPA kommt, wird immer überflüssig bebildert mit einer Anzeigetafel auf einem Flughafen, auf der deutlich das Wort „cancelled“ in mehrfacher Wiederholung zu finden ist. Meist auch noch mit einer Flughafen- oder Fluglinienangestellten, die mit nacktem Finger darauf hinweist. Hat man das mehrfach gesehen, freut man sich doch über die Medienkompetenz und den Einfallsreichtum (oder war es der Einfaltsreichtum) der Pressevertreter. Was soll daran spannend sein? Auch wartende Fluggäste sind nicht so interessant, dass man sie in tausendfacher Bebilderung haben müsste. Zumindest war im Fernseher mal ein isländisches, vollgeaschtes Schaf zu sehen. Das war lustig. Und lässt hoffen, dass Wollpullover in anthrazit demnächst preisgünstig auf den Markt kommen. Falls er den modischen Vorstellungen nicht entspricht, kann man ihn immer noch im Blumenbeet vergraben, denn Vulkanasche ist überaus fruchtbar. „Asche auf mein Haupt“, dann habe ich eventuell Chancen, einer Vollglatze zu entkommen.<br />
Vorbei ist die Misere mit dem isländischen Vulkan Eyjafjallajökull voraussichtlich noch nicht, denn es wartet alles gespannt auf den Ausbruch des nebenstehenden und größeren Vulkans Katla. Dann hat es sich wohl für länger ausgeflogen. Reinhold Beckmann soll übrigens schon bei Hamsterkäufen von israelischer Ananas gesichtet worden sein.</p>
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