Posts Tagged ‘CDU’

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Quo vadis,

Montag, Februar 22nd, 2010

kopfgeschossenSozialstaat? Das muss man sich angesichts der immer schärfer werdenden Diskussion über sozial Schwache im Allgemeinen und Hartz IV-Empfänger im Besonderen fragen.

Insbesondere der Herr Westerwelle lehnt sich diesbezüglich verbal weit aus dem Fenster. Die, die noch arbeiten, seien die „Deppen der Nation“ wohingegen die Hartz IV-Empfänger als Sozialhilfeschmarotzer verunglimpft werden. Westerwelle spricht von „spätrömischer Dekadenz“ bei den Empfängern von Sozialleistungen á la Hartz IV. Dass der Guido da etwas verwechselt hat, ficht ihn auch gar nicht an. Denn dekadent waren im alten Rom die oberen 10.000; die, die also auch noch nach unten fallen konnten (Dekadenz kommt aus dem Lateinischen von dem Verb ‘cadere’, was so viel wie fallen, oder sinken bedeutet). Nur, wo hinunter sollen die am Existenzminimum herumkreuchenden Hartz IV-Empfänger denn noch fallen? Höchstens in die Grube wäre noch möglich.

Domine,_quo_vadis-

„Domine, quo vadis?” Gemälde von Annibale Carracci, 1602.

Quelle: wikipedia/gemeinfrei

„Derjenige der arbeitet, muss mehr haben, als derjenige der nicht arbeitet!“ stößt Westerwelle in sein Populismushorn. Was natürlich schwierig wird, bei Mindestlöhnen, die die arbeitende Bevölkerung eher verhöhnen, als entlohnen. Nicht wenige Menschen müssen trotz Arbeit Hartz IV in Anspruch nehmen, um nicht zu verhungern, oder ihren Kindern ein einigermaßen würdevolles Leben zu ermöglichen. Ich würde Herrn Westerwelle nicht empfehlen, zur Zeit auf dem Flur einer Arbeitsagentur zu flanieren, das könnte schlimm für ihn ausgehen.
Da immer deutlicher wird, dass die FDP den Sozialstaat dahingehend umbauen möchte, dass es den Gutverdienenden immer besser und den nicht Verdienern, sprich Hartz IV-Empfängern, immer schlechter gehen soll, muss man überlegen, ob das Deutschland des Herrn Westerwelle den Begriff Sozialstaat noch verdient. Das verbale Eindreschen auf die sozial Schwachen in der Gesellschaft nimmt jedenfalls groteske Züge an. Man vergleicht gar Westerwelles Äußerungen mit denen eines Jörg Haider.
„Westerwelle nannte einmal mehr das Beispiel einer verheirateten Kellnerin mit zwei Kindern: Sie würde mehr als 100 Euro weniger verdienen als wenn sie Hartz-IV-Bezieherin wäre. “Das geht nicht”, sagte Westerwelle.“ (Quelle: Spiegel-Online) Da hat er Recht, denn die Löhne im Gaststättengewerbe sind schon unterirdisch. Hier gilt es unter anderem anzusetzen. Zudem hinkt der Vergleich wieder einmal: Welche Kellnerin ist so schlecht, dass sie nicht mindestens die fehlenden 100 Euro als Trinkgeld nach Hause brächte?

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Angeregt

Dienstag, Oktober 20th, 2009

Angeregt durch das Vorhaben der Tigerentenkoalition ging ich heute schnurstracks zu meiner Bank, und beantragte einen Schattenkredit. Also einen, der nicht in der Bilanz und schon gar nicht in der Schufa und schon überhaupt nicht auf irgendwelchen Auszügen erscheint. Damit ich mit diesem Kredit einen Schattenhaushalt führen kann, einen luxuriösen. Meine Ur-Ur-Ur-Enkel würden den Kredit dann zurück zahlen, vielleicht. Man schaute mich erst mit großen Augen an, um mir darauf hin mitzuteilen, ich solle mich doch vorsorglich in ärztliche Behandlung begeben. “OK,” sagte ich, “ich werde es Herrn Westerwelle und Frau Merkel ausrichten!”. Ging, und kaufte mir eine leistungsstarke Taschenlampe.

Ab morgen gehe ich meiner Frau beim Staubsaugen mit eingeschalteter Leuchte hinterher, damit sie ordentlich Schatten wirft, und wir trotzdem einen Schattenhaushalt haben.

Im Vorbeifahren meiner Bank die Zunge rausgestreckt.

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Zukunftsvisionen

Dienstag, Oktober 13th, 2009

Helmut Schmidt sagte einmal: „Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen!“ Nur wird mir auch der Arzt kaum helfen können, es sei denn, er verschriebe mir Antidepressiva. Wage ich einen Blick in die Zukunft, wird mir nämlich ganz übel. Versprach uns schwarz-gelb noch vor der Wahl Steuererleichterungen, höhere Kinderfreibeträge und mehr Kindergeld, so werden diese Versprechungen – erwartungsgemäß – gebrochen. Einfache Begründung, die man vor der Wahl auch hätte „ahnen“ können: es ist kein Geld da. Nun werden – noch sehr spekulativ, aber das waren Koalitionen mit SPD und Linken vor der Wahl auch – Möglichkeiten gesucht, den Staatshaushalt auf Kosten der Bürger zu sanieren. Zum Beispiel mit Hilfe der PKW-Maut auf Autobahnen (die allerdings komplett in den Straßenbau fließen soll, bevor das Geld „durch die klebrigen Finger des Finanzministers läuft“), dem Wegfall des ermäßigten Steuersatzes oder der Erhöhung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung, in Erwartung höherer Arbeitslosenzahlen. Alle diese Maßnahmen träfen natürlich in erster Linie die BürgerInnen schwer, die sowieso schon wenig verdienen. Um Neuverschuldung, die die selbst auferlegte Schuldenbremse sprengen, kommt die Kanzlerin mit ihrem immer noch von Steuererleichterungen faselnden Guido Westerwelle wohl nicht herum. Nun, Herr Westerwelle könnte ja immer noch ein Gesetz anregen, dass Servolenkungen für alle Fahrzeuge bindend vorschreibt; das wären ja auch Steuererleichterungen im weitesten Sinne. So ganz viele Möglichkeiten gibt es ja nicht, auf der einen Seite den Staatssäckel zu füllen, und der anderen Seite den BürgerInnen zu mehr Netto in der Brieftasche zu verhelfen. Die Zukunftsaussichten sind also mehr als düster, auch für nachfolgende Generationen bleibt noch viel Ballast abzutragen, den unsere und die voran gegangenen Generationen angehäuft haben. Statt „Schönheitsoperationen für alle!“, wie sie Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling in seinem letzten Film (siehe unten) fordert, sollte man lieber „Antidepressiva für alle!“ fordern. Es ginge uns dann zwar finanziell nicht besser, dieses uns aber so was von am Pöter vorbei …

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Neutrale Berichterstattung ist anders

Sonntag, September 27th, 2009

In Bodenfelde rutschte die SPD bei den Zweitstimmen bedrohlich ab …” berichtet die HNA zum Wahlergebnis in Uslar und Bodenfelde. Nun, als wenn wir es nicht schon immer gewusst hätten, dass in der Region rote Nebel durch die Lokalredaktionen wabern, so deutlich kann man es natürlich auch machen. Die SPD erlitt herbe Verluste aber Lö-Mö hat gewonnen. So der Tenor des Artikels. Dass Hans-Peter Thul es trotz Bundeswahlsieg der CDU nicht in den Bundestag geschafft hat, ist zu bedauern. Ich habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der aktiv etwas für die Region unternimmt, mit den Menschen spricht und die Sorgen der Unternehmer in der Region teilt und versteht. Wer sich nun für die Region einsetzen wird in Berlin, ist offen. Frau Lö-Mö wird es wohl nicht sein, und wenn, dann kommt sie bestimmt wieder zu spät. Wie bei dem Besuch der Familienministerin in Uslar im Mehrgenerationenhaus.

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Hans-Peter Thul, Gabriele Lösekrug-Möller und Familienministerin Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus in Uslar.

Lustig auch der Seitenhieb auf Fürstenhagen, wo Frau Lö-Mö ja gewonnen hat, das erste mal seit ewigen Zeiten liegt die SPD hier im Wählervotum vorn – mit sechs Erststimmen. Lustig auch deshalb, da ich vermute, dass sie noch nie in diesem Ort gewesen ist. Kann mich zwar täuschen, aber ich habe sie hier noch nie gesehen.

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Ich bin ja so gespannt …

Samstag, September 26th, 2009

… wo die Reise hingeht. Wobei es eigentlich klar ist. Entweder es gibt schwarz-gelbes Sternengefunkel, oder eine weitere Runde in einer großen Koalition. Viel mehr wird nicht übrig bleiben. Dabei wäre doch eine absolute Mehrheit des einen oder anderen wünschenswert. Wie soll man die Arbeit einer Bundesregierung beurteilen, die sich gegenseitig behindert? So bekommen wir den bunten Salat: wählst Du schwarz, dann wählst Du gelb, wählst Du grün, dann wählst Du rot, wählst Du rot, dann wählst du dunkelrot. Wählst Du nicht, dann darfst Du auch nicht meckern. Wählst Du Piraten, wählst Du Kompetenz für neue Medien (die dringend gebraucht wird, in der Regierung, die ist in den Regierungs- und Koalitionsparteien quasi nicht vorhanden), aber (noch) Inkompetenz in fast allen anderen Bereichen.

Wir werden sehen, was kommt. Und so weiterwursteln. Die Ergebnisse der Stimmauszählung in meinem Heimatdorf Fürstenhagen, gibt es gegen 20 Uhr auf www.fuerstenhagen.net

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Mit Mopsgeschwindigkeit …

Dienstag, August 25th, 2009

kopfgeschossen… in den Wahlkampf um die Gunst der Wähler. Erste Aufregung verursachte das Wahlplakat von Vera Lengsfeld (CDU), auf dem sie Ihr und der Kanzlerin Dekolleté als Freilichtbühne zelebrierte unter dem Motto: Wir haben mehr zu bieten!

Nun ist Masse bekanntlich nicht gleich klasse, und man könnte die beiden Damen beinahe mit einer Zucchini vergleichen, die im Alter zwar immer dicker wird, geschmacklich aber derbe nachlässt.
Doch nicht nur Möpse finden Ihren Weg in die Wahlkampfwerbung, auch Ärsche (ja, liebe Kinderlein, ich habe jetzt „Ärsche“ geschrieben, so steht es nämlich auch auf dem Plakat). Nein, nicht der von Frau Merkel, Gott – oder wer auch immer – bewahre, der knackige Hintern von der Linken Halina Wawzyniak. Ihr Motto lautet: Mit Arsch in der Hose in den Bundestag. Sie hat auf dem Plakat wenigstens eine Jeans an, die ihr Maurerdekolleté nicht offenbart – was in dem Fall ja eigentlich schade ist. Ich meine, wenn sich die Politikerinnen schon exhibitionieren, dann doch bitte die jungen, knackigen. Da schaut Mann hin, und macht dann vielleicht auch – versehentlich – das Kreuz an der falschen Stelle, weil er Verpackungen und nicht Inhalte im Kopf hat. Man male sich das aus: Da könnte halb Deutschland zum Kommunismus bekehrt werden, nur weil Sarah Wagenknecht im knappen Einteiler Wahlwerbung macht. Da brauchte es noch nicht mal ein Wahlprogramm, da reichte es, wenn sie uns Städtenamen mit dem Anfangsbuchstaben „B“ und „erlin“ am Ende raten ließe, und partout keiner drauf kommen will, in der Hoffnung, dass sie das letzte bisschen Stoff auch noch fallen lässt.
So geraten unsere konservativen Politikerinnen unter Wahlwerbedruck und denken sich vielleicht: Was könnte ich noch ausziehen um anzuziehen. Wähler nämlich. Gabriele „St. Pauli“ hatte sich sicherlich schon gefreut, für Ihre „Freie Union“ endlich wieder in ihr Latexkostüm schlüpfen zu dürfen, leider wurde ihre Partei nicht zur Wahl  zugelassen.
Schwerlich vorstellbar ist auch eine spärlich bekleidete Familienministerin „Zensursula“ von der Leyen, wie sie nur im Stringtanga mit Rentnerinnen, Rentnern und ganz vielen Kinderlein „Kein schöner Land, in dieser Zeit“ singt. Zumal einige es ja als Aufforderung zur Kinderpornografie auffassen könnten. Da hat Frau es nicht leicht, wenn „nackich machen“ zur Königsdisziplin im Wahlkampf mutiert. Aber wieso eigentlich nur Frau? Ich kenne einige Damen (und auch Herren) die es sicherlich begrüßen würden, wenn unser Wirtschaftsminister zu Guttenberg sich die eine oder andere Blöße gäbe. So rein bekleidungstechnisch gesehen, und natürlich frisch gegelt, weil’s besser flutscht, auch in der Gunst der Wählerschaft.
Schwer hätte es sicherlich der Kanzlerkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier (kennen Sie nicht? Das ist der dicke Weißhaarige mit der Kinderbrille, unser derzeitiger Außenminister), obwohl ich mir vorzustellen vermag, dass der auch ein paar Brüste vorweisen könnte. Wahlkampfmotto: Wir haben nicht nur Haare auf den Zähnen!
Leichter dagegen hätte es der Teddybär der CDU, Peter Harry Carstensen aus Kiel, der legte sich einfach nur nackt aufs Bärenfell, und schon wären seine Bärendienste in Schleswig-Holstein vergessen und er wiedergewählt.
Die beiden Quotenhomo­sexuellen der FDP und SPD hätten bei einigen Wählern unbekleidet sicherlich auch Chancen gewählt zu werden. Wobei sich der Herr Westerwelle nicht mit einer 18 unter der Schuhsohle begnügen müsste, sondern sich gleich eine 21 auf sein bestes Teil tätowieren lassen könnte. Wenn dann am Ende nur das rauskäme was dranhängt, egal, er hätte zumindest sein Bestes gezeigtgeben.
Den Vogel schösse dann sicherlich der „Kanzlerkandidat“ der HSP, Horst Schlämmer ab. Zu seinem Wahkampfmotto „Yes weekend“ käme dann noch „Nur für Dich, Schätzelein!“ und alle Giselas der Welt, na ja, zumindest Deutschlands, lägen ihm zu den Käsefüßen und wollten ihn nicht nur wählen, sondern auch den Rücken massieren. Links, konservativ, liberal, ein bisschen grün und auch noch nackt, da ist das Kanzleramt nicht fern. Schließlich gibt es dann Schönheitsoperationen für alle! Da könnte sich der Herr Gysi glatt die Beine verlängern lassen. Wenn sich dann noch „Ullalla“ Schmidt lasziv auf der Haube ihres Dienstwagens räkelt, mit nichts weiter an, als Schweinegrippe-Flugblättern von Hoffmann-La Roche, ihr Haupt umkränzt von Tami­flu-Injektionsspritzen, dann kann ja nichts mehr schiefgehen, oder?

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Der Wahlkampf der CDU …

Mittwoch, August 19th, 2009

… erinnert mich so ein wenig an “Die Kunst des Krieges” von Sun Tsu. Bloß keine Angriffsfläche bieten.

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