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	<title>a.c.media - Die Werbeagentur in Uslar &#187; Advent</title>
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		<title>Gertrud sacht 7</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 14:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-medium wp-image-125" title="Gertrud_Kopf" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/Gertrud_Kopf-300x87.jpg" alt="Gertrud_Kopf" width="300" height="87" />„Tante Gertud, sag mal ein Wort mit vier Tezett“, sacht  mein Neffe zu mir, der wo der Sohn meiner jüngsten Schwester is.</h3>
<p>„Atzventzkrantzkertzen“, sach zu ihn, und teile ihn mit, dassich die Frage kwasi schon 1967 erfunden habe, woraufer mich mit große Augen ankuckt und meint: „Boah, ey, so alt biste schon!“ „Nu mach ma halblang“, sach ich, „und tu nich so, als wensste das getz auf die Schnelle ausrechnen könntest, wie viel Jahre das her is; mit ner vier in Mathe wird das so schnell nix werdn, gell.“ Ich bin ja sonst nich so, dassich meinen Neffen so vorn Kopp stoße, aber erstens nervt der schon seit den Vormittach rum, und zweitens binnich genervt von meine Bastelarbeiten. Es is nämlich Weihnachtszeit, falls se das noch nich mitgekricht haben. Da ja schon die Weihnachtsmänner seit Ende September in die Läden rumstehen, und seit zwei Monaten schon jeden Nachmittach Christstollen zum Magenvergiften irgendwo angeboten wird, kann man da schomma durchenander kommen. Jedenfalls sieht meine Küche aus, wien Kiefern- und Tannenwald nach Sturmtief Kyrill. Zweige annen Boden, bis vorren Herd. Die Heißklebepistole glüht, und ich bin an Gestecke basteln, wie polnische Akkordfloristinnen vorn ersten Advent. Weil nämlich meine Schwester mir nich nur ihren Augenstern, was ihr verwöhnter Sohn is, aufes Auge gedrückt hat, sondern auch noch die Adventsausstattung für sich und ihre Cheffin, diewo Ärztin is, und keine Zeit hat, sich um so Gedöns zu kümmern. Außerdem musse ja sparen, wegen der Gesundheitsreform und so, da bleibt leider nich viel fürn Blumenladen über, da wird das dann der Gertrud angeschöppt, die is ja billiger. Vor der Küche türmen sich getz die Kartons mit den Weihnachtsschmuck, vor meinen Neffen die Stapel mit den Zimtwaffeln, die ich nebenbei auch noch einhändig gebacken habe, dass der Junge den Mund voll hat und nicht nervt. Sonst hab ich nämlich ma ganz schnell die Schnauze voll, von der Bastellage. Mein mir Angetrauter hat denn auch ganz schnell das Land verlassen, son Bastelnachmittach is nix für den, der is Grobmotoriker. Wenn der son kleinen Holzfliegenpilz annen Zweig montieren soll, holter erstma die Kettensäge. Da habbich ihn lieber mit 25 Meter verknoteter Minilichterkette zu seinen Kumpel geschickt, damit die beiden das Kabel entwirren. Das dauert bestimmt drei Tage. Und mein Neffe will getz auch noch spielen! „Das geht getz nich“, drehe ich mich zu ihn hin, derweil ich mit der Heißklebepistole versehentlich die Zimtstangen ans Radio pappe, aus den höhnisch „Last Christmas“ nun etwas dumpfer erschallt. „Oh Mann! Ich bin die Gertrud, holt mich hier raus!“</p>
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