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Nicht-gehen-Areal

von Mike. Voraussichtliche Lesezeit: etwa eine Minute.

kopfgeschossen

… hört sich zugegebenermaßen nicht sehr schön an. Die Bedeutung bleibt auch eher verborgen, aber man kann sicherlich eine vernünftige deutsche Beschreibung für „No-go-areas“ finden.

Wer, liebe Politiker, die Ihr den Ausländern Deutsch beibringen wollt, und mit solchen Anglizismen eher Verwirrung stiftet, soll denn das verstehen? Wenn man Euch so zuhört, dann ist eher fraglich, ob Ihr selbst den Deutschtest besteht, den Ihr von den Ausländern fordert.

Kaum nimmt Wolfgang Schäuble den Begriff “No-go-area” in den Mund, folgen alle anderen Politiker und Journalisten ihm sprachlich wie die Lemminge. Obwohl es bei Schäuble ja “No-roll-area” heißen müsste. (Den letzten Satz “cancele” ich dann doch lieber wieder ;-)

Ich kann nicht glauben, dass unsere Führungselite intellektuell nicht in der Lage ist, solche Anglizismen zu vermeiden und sich in verständlichem Deutsch auszudrücken. “News”, “Jobs”, “Tickets”, man kann es nicht mehr hören oder lesen. Da freut es einen direkt, wenn es in England und Amerika kein anderes Wort für “Sauerkraut” gibt, und in einigen Ostblockstaaten das deutsche “Taschentuch” Einzug hält. Wie wäre es denn statt “No-go-areas” mit “Meide-Bereiche”? Auch schon mal gelesen: “Angsträume”. Zu ersterem wird manchmal mein Wohnzimmer, wenn sich nämlich meine pubertierende Tochter “Verliebt in Berlin” “reinzieht”. Aber “Telenovelas” (oder “Telewonelas”, wie meine Schwiegermutter sagt) sind ein anderes Thema.

Also, awaiten und Tea drinken, maybe wird ja noch alles cool. OK?

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