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Neues Jahr, neues Glück?

kopfgeschossenDas Jahr fängt ja gut an: Erdbeben in Haiti mit tausenden von Toten, derweil führt das Handwerk in Deutschland eine Image-Kampagne für sich durch, in der ein Fernsehspot zeigt, wie eine ganze Stadt zusammenfällt. Doll gelaufen Kumpels, da wird einem schon ganz blümerant beim Zuschauen. Zehn Millionen Euro Werbeetat versenkt, die ihr besser bei mir hättet anlegen sollen.

Na, aber in der Politik, da geht doch was, oder? Genau, die Steuererleichterungen kommen, nur weiß man noch nicht so genau wann, außer, dass sie in diesem Jahr nicht mehr kommen. Nach dem Krisengipfel neulich stürmten alle Politiker kommentarlos unlächelnd aus dem Kanzleramt, was sicherlich für eine harmonische Einigung spricht.
Zudem wird es wohl Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung geben. Da bin aber sowas von steuererleichtert (oder heißt es „um Steuern erleichtert“?).
Und was macht die FDP? Die wird doch sicherlich für uns Bürger sorgen! Nun ja, erst mal macht sie Schlagzeilen. Damit, dass sie nicht für die Bürger, aber für sich selbst gesorgt hat, indem sie Millionenspenden von einem Hotelmulti entgegennahm. Wer jetzt vermutet, es bestünde irgendein gearteter Zusammenhang mit der Senkung der Mehrwertsteuer für das Übernachtungsgewerbe, der ist aber böse, böse, böse! Absurd wäre das, meint Westerwelle. Nun ja, was machen Schweine am Trog? Sie fressen! Also kann man denen auch nicht böse sein, das ist einfach ein Reflex. Ein politikenttäuschter Mensch entwarf sogar einen neuen Werbeslogan für die Möwnenpick-Partei: FDP – There’s no better way to lie. (Quelle: www.twitter.com/zynaesthesie)
Aber unsere Kanzlerin, die sorgt doch für ihre Schäfchen, oder? Nur leider ist sie in letzter Zeit nicht in Erscheinung getreten; einige Zeitgenossen fragen sich, ob sie noch unter den Lebenden weilt, oder beim „für Schäfchen sorgen“ eingenickt ist.
Aber bei den Linken, da lafontainet es doch immer so herrlich bürgerfreundlich, da muss doch was gehen. Da wird auch was gehen, im Mai, wenn es nach den Herren Gysi und Lafontaine geht, nämlich der Parteivorsitzende Bartsch, der es gewagt hat, dem armen, kranken Lafontaine lauwarm ans Bein zu pieseln. Die sind also mehr mit sich selbst, als mit Politik für uns arme (im Sinne von mittellos) Bürger beschäftigt.
Aber einer, der geht voran, und holt den eisernen Besen raus, mit dem er jeden Hartz-IV-Empfänger in eine Beschäftigung gleich welcher Art kehren will, Roland Koch, der hessische Ministerpräsident: „Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertiger Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung“ (Quelle: Spiegel Online). Also, liebe Hartz-IVer, raus aus der Hängematte, jetzt werden die öffentlichen Klos geputzt! Aber mit der Zahnbürste, der eigenen, versteht sich, damit das auch ein wenig dauert. Was? Sie haben Kunstgeschichte studiert und können gar nicht putzen? Egal, dann malen Sie! Und zwar die Hörsäle in der Universität an! Mit Borstenpinsel, Größe 6, gell! Und, liebe Hartz-IVer, von so einer kleinen Bombenattrappe läßt sich ein Koch nicht abschrecken, da müsst Ihr schon aufrüsten. Vielleicht mit einer Bonbonattrappe?
Aber irgend einen Lichtblick für das neue Jahr muss es doch geben!
Was ist mit der Kirche? Die evangelische Landesbischhöfin und EKD-Vorsitzende Margot Käßmann wendet sich in Ihrer Neujahrspredigt wenigstens gegen den Krieg in Afghanistan – und bekommt dafür vom Ministerpräsidenten Wulff gleich einen auf die Omme. Nicht wörtlich, natürlich.
Lieber Herr Wulff, da sagt die einmal was Vernünftiges, und dann ist es auch wieder nicht Recht.
Und was ist mit der Krise? Die bleibt. Wenigstens noch eine Weile.
Und Schäuble forderte in einer Blut- und Tränenrede Einsparungen in Milliardenhöhe. Also nix mit Steuersenkungen.
Na gut, aber wenigstens das Wetter soll toll werden in 2010. Wobei es momentan eher so aussieht, dass sich unsere Heizkosten verdoppeln werden in diesem Jahr, will man sich daheim nicht den Pöter abfrieren. So viel dann zur Klimaerwärmung. Da passen ja auch die Eisberge, die man mittlerweile vor Rügen gesichtet haben soll. Titanic, ick hör dir schippern. Wer also an Inkarnation glaubt, der sollte sich vielleicht so was wie Eisbär oder Pinguin vorstellen. Oder Westerwelle, immer schön warm und finanziell kuschelig.

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Eine Antwort to “Neues Jahr, neues Glück?”

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  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Christian Sedlak, Mike Seeger erwähnt. Mike Seeger sagte: Neues Jahr, neues Glück? Schaun mer mal: http://www.a-c-media.de/neues-jahr-neues-glueck [...]

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