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Immer „druff“ auf die Sarazenen …

von Mike. Voraussichtliche Lesezeit: etwa 3 Minuten.

kopfgeschossen… dachte sich wohl Thilo Sarrazin, als er insbesondere muslimische Migranten vor den Kopf stieß. Was schon paradox erscheint, denn die Namensherkunft impliziert ja irgendwie, dass die Urahnen des Thilo Sarrazin mit den Sarazenen verbandelt hätten sein können.

Um auf den mangelnden Integrationswillen der eingewanderten arbischen und türkischen Mitbürger in Berlin zu kommen, holt er allerdings sehr weit aus, nämlich bis vor dem Krieg. Er beklagt die geistige Verblödung der Stadt Berlin durch die Vertreibung der Juden. Heute würde er sich dann lieber jüdische Migranten aus Osteuropa wünschen, die seien 15% intelligenter als die arabischen und türkischen Muslime, und wären innerhalb ein bis zwei Generationen eingegliedert in Deutschland. Natürlich fast alle mit Abitur.
Dass er darauf hin vom Zentralrat der Muslime (ehrlich, die gibt es hier in Deutschland! Gibt’s eigentlich einen Zentralrat der Christen im Iran?) verbal auf die Omme bekommen hat, ist ja verständlich, denn so, wie sich Sarrazin ausdrückt, ist er nun wirklich kein Kandidat fürs Diplomatische Korps („Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“ Zitat Sarrazin). Dass er aber auch vom Zentralrat der Juden in Deutschland einen eingeschenkt bekommt, macht mich doch etwas stutzig. Nun ja, jeder hat ein Recht auf Dummheit, und wenn die Juden nun partout nicht als intelligent gelten wollen: bitteschön, kein Problem. Ich werde mich also nicht erdreisten, vom 15% intelligenteren Juden zu sprechen. Nachher muss ich noch in eine Talkshow zu Herrn Friedmann, und bekomme Rechenaufgaben, wie seinerzeit Schäfer-Gümbel, der ein Problem mit acht mal vier hatte. Der kannte das wohl nur als Deo, dass man das auch ausrechnen kann, muss man als Politiker ja nicht wissen. Zumindest ist so fast sicher, dass Schäfer-Gümbel nicht jüdischen Glaubens ist. Wobei er sich natürlich fragen könnte, ob eine Konvertierung schlauer machte. Jedenfalls hätte ich Angst, dass mich Herr Friedmann ganz jovial antatscht, und ich die braune Schminke nicht mehr abbekomme. Aber um nochmal auf den Sarrazin zurück zu kommen: man bescheinigt ihm ja in gewissen Kreisen (die Quadrate waren schon abgereist), dass er durchaus Recht hat, mit seiner Kritik. Allerdings hätte er das so nicht sagen dürfen. Denn dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, davon können schon seine „Lieblinge“, die Hartz IV-Empfänger, ein Liedchen trällern: „Hartz IV, das ist heute mehr als früher ein gutes Fleischergehalt.“ (Thilo Sarrazin) Wobei das noch eines der harmloseren Zitate ist. Ganz anders ging da der türkische Generalkonsul Hakan Kivanc in Düsseldorf, im Februar dieses Jahres zur Sache: „Man darf den Deutschen nicht trauen. Die Deutschen würden, wenn sie könnten, allen aus der Türkei ein „T“ tätowieren und ihnen das Gleiche antun, was sie während der Nazi-Diktatur den Juden angetan haben. Wenn man den Deutschen die Pulsadern aufschneiden würde, würde bei ihnen braunes Blut fließen.“ Komisch nur, dass sich darüber fast niemand empört hat. Behauptete man Ähnliches in der Türkei wider die Türken, säße man „haste-nich-gesehen“ im Kitchen. Und das soll da ja nicht sooo gemütlich sein.
Was nun den Sarrazin betrifft, den hat man abgestraft. Er, der im Vorstand der Deutschen Bundesbank sein Unwesen treibt beschäftigt ist, darf nur noch Nebensächliches verrichten. Rauswerfen kann man ihn nicht. Was uns auf weitere lustige Zitate hoffen lässt.
Um jetzt mal ein wenig philosophisch zu werden: Dass die Integration einiger Migranten mangelhaft ist, kann nicht bezweifelt werden. Trotzdem handelt es sich bundesweit nur um einen sehr geringen Teil der Bevölkerung, die mit dem Gedanken spielen, Lämmer im Wohnzimmer zu schächten. Damit möchte ich sagen, dass nicht jeder Mensch in eine Schablone gesteckt werden kann, und zu funktionieren hat. Was dann letztlich übrig bleibt, ist eine konforme Masse, in der sich der Einzelne ängstlich fragen muss, ob er sich auch regelkonform verhält. Die, die sich nicht integrieren (möchten), die von deutschen Steuergeldern leben, davon sogar noch ihre Familien zu Hause unterstützen (was, nebenbei bemerkt, auch eine Art Entwicklungshilfe ist), sind in den Augen des „Normalbürgers“ zwar nur „Schmarotzer“, nichts desto trotz aber vor allem eins: Menschen!
So, und das war jetzt meine gute Tat für November – ist ja bald Weihnachten!

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