Fahrbericht Alfa Romeo MiTo …
von Mike. Voraussichtliche Lesezeit: etwa 3 Minuten.
… oder vom chronischen Grinsen im Gesicht
Adrenalin wird ausgeschüttet, Endorphine müssen auch dabei sein, denn ich bin im Rausch. Im Fahrrausch. Kurven werden nicht durchfahren, sondern gefressen und machen doch nicht satt, sondern Appetit auf mehr. Viel mehr!

Buntes Herbstlaub wirbelt hinter mir in die Luft und scheint nie mehr zu Boden fallen zu wollen – aus Respekt vor dem „King of the Road“ aus dem Hause Alfa Romeo. Romeo mit italienisch rollendem „R“, nicht mit dem kehligen Rachenlaut des Deutschen. Und die Betonung liegt auf „eo“, nicht auf „Ro“. Echte Fans wissen sowas. Und ich bin jetzt ein echter Fan (Alfisto). Der MiTo ist das ultimative Spaßauto für sportliche Fahrer. Sie wollen eine Sänfte, die Sie wie auf Wolken von A nach B kutschiert? Vergessen Sie den MiTo! Der sagt Ihnen genau, auf welchem Straßenbelag Sie unterwegs sind, wo die Straße mangels Geld nur geflickt ist, und welches Schlagloch Sie beim nächsten Mal besser umfahren sollten. Und das ist gut so, denn es dient Ihrer Sicherheit. Die Lenkung reagiert auf die kleinste Bewegung und vermittelt Präzision. Der Sound ist sportlich: typisch Alfa. Und ich rede jetzt vom Diesel – mit „nur“ 120 PS.
Erntedank
Ernten tue ich: meist ungläubiges Staunen ob der schnellen Überholvorgänge. „Lieber SLK-Fahrer, es tut mir leid, aber Du hattest keine Chance!“ Blicke erntete ich ebenfalls: Erstmals seit etlichen Jahren schauen mir in der Stadt wieder junge Mädchen hinterher! Junge Männer allerdings auch; die sicher nur wegen des Autos.
Nicht reden möchte ich hier von der schon jetzt erfüllten Euro 5-Norm, oder von elektronischem Stabilitätsprogramm, von MP3-Playern, Fensterhebern oder ähnlichen Ausstattungsmerkmalen. Hat der Mito alles, lenkt mich aber nur ab vom Wichtigsten: vom Fahren!
Lieblingsbuchstabe „D“
Absolut genial und erwähnenswert ist die DNA, die Fahrdynamikregelung des Alfa Romeo MiTo. Entwickelt von Ferrari hat sie Einzug gehalten im (gar nicht so) kleinen Alfa. Gestartet wird in der Normalstellung „N“ für alle Lebenslagen (es sei denn, es ist extrem glatt, durch Nässe, Eis oder Schnee, dann benutzt man die Stellung „A“, für „All weather“). Damit ist der MiTo schon zügig unterwegs. Schiebt man den kleinen Regler aber auf „D“, wie Dynamik, dann generiert der Mito einen Vortrieb bei der kleinsten Gaspedalbewegung, der einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert, als hätte einem Angelina Jolie einen Antrag gemacht (oder Brad Pitt, je nach Gusto).
Umsteigen bitte!
Und nun erhöhen wir den Spaß, denn ich steige ins Top-Modell mit 155 Pferdestärken um.
Angenehm ist im Stadtverkehr (außer der einem zu Teil werdenden Aufmerksamkeit beiderlei Geschlechts und Lebensalter) der etwas längere Gaspedalweg in der Normalstellung des DNA. So kollidiert man nicht aus Versehen mit dem Vordermann, wenn einem der Gasfuß beim Niesen nach vorne zucken sollte. Trotz dem ist man sehr zügig unterwegs. Deshalb auch gleich eine Warnung: Man ist fast immer schneller, als man denkt! Gefühlte 50 km/h? Der Tacho belehrt einen nach kurzem Blick, dass die 70 km/h gleich überschritten sind. Du glaubst, Du fährt 100 auf der Landstraße? Dein Führerschein ist bei echten 140 km/h in Gefahr, von den Freunden und Helfern zumindest kurzfristig eingezogen zu werden. Hier heißt es 16 geben; also doppelt Acht! Liebe Führerschein-Neulinge: Nein, es ist (noch) nicht das richtige Fahrzeug für Euch! Bitte erst mit der 95 PS-Version üben!
Fazit
Der MiTo ist ein Auto für sportlich ambitionierte Fahrer, nicht nur für die Innenstadt. Er macht einfach tierischen Spaß und hat Kultpotential. Denn nach dem Aussteigen bekomme ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. MiTo – me too!
Sollten Sie jetzt Appetit bekommen haben, vereinbaren Sie doch einfach im Autohaus Richter in Einbeck eine Probefahrt: Tel. 05561/ 925070

Dieser PR-Text erschien im November 2008 in einer Anzeigenzeitung in Einbeck, und ist – wie ich finde – einmal etwas anderes, als die ewige Rumnudelei auf technischen Daten, und Platzverhältnissen. Dieser Text ist der Zielgruppe der potentiellen Mito-Käufer in den Kopf getextet – und dabei noch nicht einmal gelogen.
Wer den Text im Original Zeitungsformat mit allen Bildern anschauen möchte, kann ihn sich hier als PDF herunterladen.

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