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Crazy Competition: Fürstenhagen gegen Heisebeck

von Mike. Voraussichtliche Lesezeit: etwa 3 Minuten.

Das Dorf Fürstenhagen mit seinen knapp 400 Einwohnern ist eine Enklave im südlichen Niedersachsen. Als Ortsteil zu Uslar (Niedersachsen, Landkreis Northeim) gehörend, ist es umschlossen vom Landkreis Göttingen (den man nur über Waldwege erreichen kann) und dem Land Hessen (Landkreis Kassel). Wer nun ins Dorf hinein oder aus dem Dorf hinaus möchte, dem bleibt es nicht erspart durch Hessen – speziell durch das Dorf  Heisebeck – fahren zu müssen.

Schon immer gibt es eine – meist freundliche – Rivalität der beiden Dörfer, was sich sogar in einem –  zumindest in Fürstenhagen – beliebten Karnevalslied niedergeschlagen hat: “Fürstenhäger Men sind gut, very, very gut für Hessenblut, Fürstenhäger Men war’n schlau, nahmen sich `ne Hessenfrau … weil die Frau’n genügsam sind, und am Abend blind!”

So war es also folgerichtig, dass Marvin Siebert (nein, nicht Jens) für Fürstenhagen eine Bewerbung bei Pro7, der Sendung “Crazy Competition” eingereicht hat, um gegen Heisebeck in einem “verrückten Wettbewerb” anzutreten. Dazu gehört natürlich, ordentlich über das Nachbardorf abzulästern, was mit Bravour erledigt wurde, denn Fürstenhagen hatte es unter die ersten 24 Dörfer geschafft (von denen 16 genommen werden), die sich für die Sendung bewarben. Was wiederum den Bürgermeister Georg-Wilhelm Elias veranlasste, auf der letzten Ortsratssitzung anzumerken:  „Jens hat uns ein Ei gelegt und das droht nun zu schlüpfen“.  Dass das Ei von Marvin gelegt wurde, hatte ich ja schon erwähnt, nur nicht, dass es bei diesem einwöchigen Wettkampf Dorf gegen Dorf auch etwas zu gewinnen gibt, nämlich 10.000,- €!

‘„Das reicht vielleicht sogar für ein Glasfaserkabel“, meinte witzelnd ein Zuhörer der Ortsratssitzung.’ schrieb die HNA dazu.

Wobei anzumerken ist, dass es kein Zuhörer, sondern ein Ortsratsmitglied, nämlich moi, war, und dass ich nicht witzele, sondern Pointen setze. Zurück zum Thema: Der Verlierer wird natürlich auch bedacht; er bekommt einen riesigen, rosa angestrichenen Findling – den “Stein der Schande” ins Dorf gesetzt – die Gewinner entscheiden wo. (Sollte Fürstenhagen verlieren, was natürlich keine Option ist, ist zu überlegen, ob nicht doch wieder an dem Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden” teilgenommen werden sollte)

Engere Wahl

Nun war am Montag, 11.04.2011, ein Filmteam der Castingagentur RedSeven in Fürstenhagen, welches gegen 14 Uhr von Jens Siebert in Empfang genommen wurde, um erst einmal eine Runde um den Schiffberg zu fahren, damit das Team die Aussicht auf die beiden Dörfer genießen konnte. Fast erschlagen von der Idylle unserer schönen Heimat, holten sie dann die Kamera heraus und begannen zu filmen. Von kuschelnden Pferden auf der Weide, über grasende Kühe und unser schönes Dorf, bis auch zum weniger idyllischen und nur mäßig schönen (wenn überhaupt) Heisebeck, wurden vorsorglich auf Film gebannt. Im Gasthaus Ackerhans stellte sich die Crew dann den Anwesenden vor, und erklärte genau, worum es bei der Sendung geht. Anschließend wurde gegessen, danach die anwesenden Einwohner zu Interviews gebeten:  Was denken sie über das andere Dorf? Was unterscheidet euch vom anderen Dorf? Warum seid ihr das richtige Dorf? Man könnte sagen, die Lästerei ging fröhlich weiter; sogar so weit, dass vor lauter Begeisterung weiter gefilmt wurde.

Die Bürgermeister Henne und Elias

Bild: Siebert

Zum Schluss wurden die beiden Bürgermeister um ihre Meinung zum Wettbewerb befragt und dabei gefilmt.

Welche Spiele werden gespielt?

Marvin hat auf einer eigens eingerichteten Webseite ein Beispiel gegeben: Die Sendung lief 2010 schon einmal auf ProSieben. Dort wurde in jeder der acht Folgen gebacken oder gekocht. Es könnte also sein, dass ein Wettkampf heißt:

Wer macht den größten und leckersten Zuckerkuchen???

Da Heisebeck ja ein altes Backhaus hat und Fürstenhagen mit Sustrate eine Bäckerei.  Dies ist allerdings nur ein Beispiel.

Nun hoffen wir alle, dass der Wettbewerb statt findet, und dass Fürstenhagen als Gewinner daraus hervor geht. Was wollen wir denn auch mit einem tonnenschweren rosa Findling? Der macht sich in Heisebeck doch viel besser.

Nachtrag

Laut Informationen der Castingagentur wird in diesem Jahr nicht gedreht. Falls im nächsten Jahr gedreht werden sollte, sind Fürstenhagen und Heisebeck dabei.

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