Archive for the ‘Region Uslar’ Category

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Bei unserem Schlachter …

Freitag, Juli 2nd, 2010

… gibt es jetzt – ganz trendy – die “Iß Leicht Lyoner, Weniger Fett – mit Ballaststoffen aus eigener Herstellung”.

Und ich dachte immer, der wäre bloß Schlachter; jetzt stellt der auch noch Ballaststoffe her. Ein richtiger Tausendsassa.

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Offener Brief an die Telekom

Montag, April 5th, 2010

Sehr geehrte Damen und Herren von der Telekom!

Ja, ich weiß, Ihr werdet Euch alles andere als geehrt fühlen, wenn Ihr dies zu Ende gelesen habt, aber die Konventionen erfordern nun mal solch eine antiquierte Briefanrede. Auch ist mir bewusst, dass Ihr Euren Aktionären verpflichtet seid, und Eure Personaldecke deswegen an einigen Ecken zu kurz ist. Was ich aber – mit Verlaub – zum Kotzen finde ist, dass Ihr eine über 80-jährige Frau tagelang mit Ihrem defekten Telefonanschluss alleine lasst. Störungsstelle? Nicht zu erreichen! Erst verspricht einem eine Tonbandschranze, der nächste Mitarbeiter sei schon für mich reserviert, um dann nach einer gefühlten Ewigkeit mitzuteilen, dass niemand bei Euch gewillt ist, meinen Anruf entgegen zu nehmen. Und das Prozedere habe ich jetzt an drei Tagen mehrmals über mich ergehen lassen. Ich bin halt leidensfähig.
Schon in der letzten Woche war besagter Anschluss defekt, ich hatte sogar erfolgreich Kontakt zur Störungsstelle. Ein mit “ich weiß nicht was” gedopter Mitarbeiter meldete sich mit Namen und der Frage “Wie kann ich Sie begeistern?”. Ich teilte dem Herren darauf hin mit, dass das wohl nicht klappen wird, dass aber ein funktionierender Anschluss mir zumindest ein Lächeln entlockte. Tags darauf funktionierte der Anschluss, allerdings nur bis Donnerstag – so wie mein Lächeln.
Änderte es etwas, ich empfähle meiner Schwiegermutter den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Das ist zwar preiswerter, aber da Euch verprivatisierten Servicemuffeln die Leitungen gehören (die das deutsche Volk bezahlt hat!), wird der Service dann noch schlechter. Schließlich ist die Reparatur der Telefonleitungen für die Mitbewerber sicherlich nicht Eure oberste Priorität, gell?
So bleibt halt nur, einen Mobilfunkvertrag für meine Schwiegermutter abzuschließen, damit sie sich im Notfall bemerkbar machen kann. Die Kosten stelle ich Euch in Rechnung.

Überhaupt gar nicht hochachtungsvoll

Mike Seeger

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Platz da!

Mittwoch, Dezember 23rd, 2009

“Um Platz für den Umbau zu schaffen, brauchen wir Platz.”

Aus einer Anzeige im “Tip aktuell” KW 52

Aaaaaha!

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Reglementierungswut, Missgunst und Unwissen

Freitag, Oktober 9th, 2009

So möchte ich die Meinung des Uslarers zusammenfassen, der sich bei Bürgermeisterin Daske und Landrat Wickmann über die Brenntagsregelung beschwert. In einem gebe ich dem Herrn Lutze allerdings recht, die Brenntagsregelung ist Unsinn. Ganz einfach deshalb, weil immer an den Brenntagen das Wetter nicht mitspielt. Murphys Gesetz! Wer in einem festzulegenden Brennzeitraum von mehreren Wochen brennen würde, der könnte das beste Wetter dazu aussuchen und es gäbe dann so gut wie keine Rauch- oder Geruchsbelästigung.

Zu dem Vorwurf der Umweltverschmutzung: Pflanzliche Abfälle, insbesondere Baumschnitt verbrennen CO2-neutral! Es wird nicht mehr CO2 freigesetzt, als die Pflanzen vorher aufgenommen haben. Völliger Unsinn also, was der Herr Lutze dort schreibt.

Was bei dem Brief deutlich wird, ist die Missgunst denjenigen gegenüber, die keine Biotonne bezahlen, sondern sich an die Brenntage halten. Schließlich zahlt der Herr Lutze, dann sollen die anderen gefälligst auch. Dass es seine freie Entscheidung war, eine Biotonne anzuschaffen und zu zahlen, verschweigt er dann auch lieber. Was ist nun der wahre Beweggrund für die Beschwerde? Ich glaube es zu wissen.

Deshalb sollte der Beschwerdebrief auch umgehend in die Rundablage, wenn nicht die leidige Brenntagsregelung zu diskutieren wäre. Da mache ich den Vorschlag, doch im Frühjar und im Herbst jeweils vier Wochen festzulegen, in denen bei trockener und möglichst “orkanfreier” Witterung trockene Pflanzenabfälle verbrannt werden dürfen. Das hülfe nicht nur dem Umweltschutz, sondern auch Augen, Nase und der Wäsche auf der Leine – und sogar dem Herrn Lutze, der bräuchte seine Biotonne nicht mehr, es sei denn, er entsorgte darin nicht nur Gartenabfälle.

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Blendgranate

Dienstag, Oktober 6th, 2009

Rabatt-Aktionen, die wohl eher das Gegenteil von dem erreichen, was zu erreichen erhofft wird: Scheinrabatte.

Der Markt ist in stetigem Wandel begriffen. War vor ein paar Jahren der Geiz noch geil, so stehen heute wieder Qualität, Service und faire Preise im Fokus der Kundeninteressen. In Zeiten der wirtschaftlichen Krise ist dies eine nachvollziehbare Marktentwicklung. Wenn der Kunde Geld ausgibt, möchte er sicher sein, dafür auch einen reellen Gegenwert zu erhalten. Dieser Entwicklung trägt zum Beispiel mein Kunde, Rüggeberg – Küche und Wohnen, seit langem schon Rechnung, und richtet auch sein Marketing danach aus.

Seit nun im Juli 2001 das Rabattgesetz abgeschafft wurde (das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb ist damit allerdings nicht außer Kraft gesetzt, was oft vergessen wird), ist es theoretisch möglich, die abstrusesten Rabatte zu konstruieren, um Kunden zu fangen. Diese scheinbaren Rabatte entpuppen sich häufig als Blendgranaten. Dem potentiellen Käufer wird vorgegaukelt, ein Riesenschnäppchen zu machen.

Rechenbeispiel: Ein Händler wirbt mit einem fairen Preis von 2.899,– € für eine Küche, ein Marktteilnehmer kontert mit einem “Mondpreis” von 5.289,– € , auf den er 50% Rabatt gibt, um anschließend auf den reduzierten Preis noch einmal 5,5% Rabatt zu gewähren. Zudem würde das Angebot auch noch die Lieferung und die Montage beinhalten. Somit wäre der Preis (2.499,– €) zwar niedrig, die Glaubwürdigkeit des Händlers in meinen Augen dahin. Denn wer vor der Rabattaktion gekauft hat, fühlte sich jetzt zu Recht “veräppelt”. Dabei ist der Preis (in diesem anschaulichen Beispiel) nur entstanden, damit die 50% im Angebot ihre vermeintlich Kunden fangende Wirkung entfalten konnte, denn Preise können fast beliebig festgelegt werden. Und darum geht’s: Schein als Sein. Bei so einem konstruierten Angebot von 2.499,– € inkl. Lieferung und Montage für eine Küche sollten die Verbraucher zuschlagen, denn kaufmännisch ist das seriös nicht mehr zu rechnen (dies wurde mir aus sehr zuverlässiger Quelle versichert, so ein Rechenbeispiel sollte ja möglichst genau sein). Allein für die Montage einer Küche benötigte man mindestens zwei gut ausgebildete Fachkräfte (sparte der Unternehmer dort, sparte er am falschen Ende: Reklamationen sind meist teurer), die mehrere Stunden beschäftigt wären. Zudem beinhaltet unser Rechenexempel auch gute Marken-Elektrogeräte, und wer weiß, was allein ein Einbaukühlschrank kostet, der könnte sich sicherlich über so ein Angebot freuen. Schwarze Zahlen, um  auch noch in einigen Jahren seine Angestellten bezahlen zu können, schriebe man damit nicht; kann ich natürlich nur mutmaßen.

Mein Fazit: Mir sind “faire Preise, von Anfang an” lieber, als Blendgranaten. Wie soll man sicher sein, gerade bei dem ausgesuchten Möbelstück, der ausgesuchten Küche nicht zu viel zu bezahlen? Es könnte ja in der nächsten Anzeige das Produkt mit irren Rabatten beworben werden. Egal übrigens, ob es um Möbel oder andere Produkte geht. Der intelligente Verbraucher fällt schon lange nicht mehr auf solcherlei Scheinrabatte herein. Die Glaubwürdigkeit eines Händlers steht im Vordergrund (das haben sogar Saturn und Media-Markt erkannt), der Kunde möchte sich “gut aufgehoben” fühlen, möchte sicher sein, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Und letztlich sind ja auch faire Preise – in den Grenzen des kaufmännisch Machbaren – noch etwas verhandelbar.

Rabattschlachten – wenn man sich auf solche einlässt – schaden letztlich allen Beteiligten: den Händlern und auch den Verbrauchern. Viele Händler, die so etwas versucht haben, sind heute mit Ihren Insolvenzverwaltern auf Du und Du, und die Verbraucher haben beim Service  das Nachsehen. Vertrauen schafft man nicht mit “Mondpreisen” und Riesenrabatten, sondern mit fairen Preisen, von Anfang an!

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Nacht der Kultur in Uslar – bloß wann?

Freitag, Oktober 2nd, 2009

Völlig verwirrt sitzen die Bewohner der Region vor den beiden Wochenanzeigern und fragen sich, in welchem Paralleluniversum sie sich zur Zeit befinden. Legt das “Gelbe Blatt” – auch Tip aktuell – die Nacht der Kultur auf  Samstag, den 02. Oktober 2009, so kündigt “Uslar aktuell” (man beachte bitte das Wort “aktuell”) die Veranstaltung für den 02. Oktober 2008 an. Nun habe ich nicht recherchiert, welchen Kalender man zu Grunde legt, der unsrige, der Gregorianische Kalender kann es nicht sein. Denn Samstag ist definitiv der 03. Oktober 2009. Und unter der Ankündigung im Gelben Blatt stehen dann auch sieben mal “Samstag, 03. Oktober” – nur halt nicht für die Nacht der Kultur. Ein Boykott? So, wie man die NPD-Wähler letzte Woche ja auch für Montag, den 28. September zur Bundestagswahl geschickt hat? Auch in der dazugehörigen Anzeige findet die Veranstaltung heute statt, aber auf einen Samstag. Kunst und Kultur, verrückt in Zeit und Raum? Hmm. Also heute kann ich nicht. Morgen hätte ich schon Lust, aber da ist ja schon alles vorbei.

Liebe Veranstalter! Wenn Sie mal eine Agentur brauchen, dessen Inhaber auch den Kalender zu lesen in der Lage ist, dann wissen Sie ja jetzt, wo Sie mich finden. Sollten Sie allerdings erwarten, dass ich Ihnen glaubte, der Schnee sei schwarz, der Himmel grün und das Gelbe Blatt blau, und ich dieses dann widerspruchslos publizierte, dann melden Sie sich besser nicht.

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Lochfraß: 1,3 Millionen Euro Defizit

Donnerstag, Oktober 1st, 2009

Wie die HNA hier grammatikalisch und rechtschreibmäßig unbeholfen berichtet, beläuft sich das Defizit im Haushalt von Uslar auf 1,3 Millionen Euro in diesem Jahr. Bürgermeisterin Daske freut sich über ein blaues Auge, mit dem Uslar in diesem Jahr noch einmal davon gekommen sei. Nächstes Jahr würde es schlimmer. Gespart soll werden, unbedingt. Da sind sich eigentlich alle einig, quer durch die Parteien. Doch mehr als Lippenbekenntnisse sind das nicht. Sparen ja, aber erst die anderen bitteschön.

Euroscheine_Geld

Dorfgemeinschaftshaus in Wiensen in privater Trägerschaft, um 30.000,– Euro jährlich zu sparen? Neiiiiiiin! Das geht doch nicht. Kinderspielplätze, die die Stadt mit tausenden von Euro jährlich belasten,  schließen? Neiiiin! Unmöglich, die werden gebraucht (Einzig Fürstenhagen setzt hier ein Zeichen, davon später an anderer Stelle mehr)! Kindergärten schließen, da mehr Plätze als Kinder da sind? Um Gottes Willen, nein! Unsere Kinderlein lieb gehen doch nicht mit Migrantenkindern in einen Kindergarten, wo kämen wir da hin (wird natürlich nicht offiziell so begründet, hinter vorgehaltener Hand allerdings schon; trotzdem lege ich meine Hand dafür nicht ins Feuer, ich halte es lediglich für vorstellbar; schließlich kennt man ja seine Schweine am Gang, gell?). Und wie war das doch noch in Eschershausen, Herr Dr. Weinreis? Ach, Sie wohnen da? Na, dann nicht …

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Pekeressen, gepimpt!

Mittwoch, September 30th, 2009

Da drüben habe ich wieder mal was angerichtet. Da gibt’s voll auf die Kartoffel.

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Schleichender Pessimismus?

Dienstag, September 29th, 2009

SPD liegt überall noch vorn

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Neutrale Berichterstattung ist anders

Sonntag, September 27th, 2009

In Bodenfelde rutschte die SPD bei den Zweitstimmen bedrohlich ab …” berichtet die HNA zum Wahlergebnis in Uslar und Bodenfelde. Nun, als wenn wir es nicht schon immer gewusst hätten, dass in der Region rote Nebel durch die Lokalredaktionen wabern, so deutlich kann man es natürlich auch machen. Die SPD erlitt herbe Verluste aber Lö-Mö hat gewonnen. So der Tenor des Artikels. Dass Hans-Peter Thul es trotz Bundeswahlsieg der CDU nicht in den Bundestag geschafft hat, ist zu bedauern. Ich habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der aktiv etwas für die Region unternimmt, mit den Menschen spricht und die Sorgen der Unternehmer in der Region teilt und versteht. Wer sich nun für die Region einsetzen wird in Berlin, ist offen. Frau Lö-Mö wird es wohl nicht sein, und wenn, dann kommt sie bestimmt wieder zu spät. Wie bei dem Besuch der Familienministerin in Uslar im Mehrgenerationenhaus.

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Hans-Peter Thul, Gabriele Lösekrug-Möller und Familienministerin Ursula von der Leyen im Mehrgenerationenhaus in Uslar.

Lustig auch der Seitenhieb auf Fürstenhagen, wo Frau Lö-Mö ja gewonnen hat, das erste mal seit ewigen Zeiten liegt die SPD hier im Wählervotum vorn – mit sechs Erststimmen. Lustig auch deshalb, da ich vermute, dass sie noch nie in diesem Ort gewesen ist. Kann mich zwar täuschen, aber ich habe sie hier noch nie gesehen.

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