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Schutz vor dem Ruin – Promotion

Donnerstag, April 22nd, 2010

Sie kann vor enormen finanziellen Verlusten schützen: die Haftpflichtversicherung. Trotzdem fehlt sie in jedem dritten Haushalt. Und auf einige Punkte muss unbedingt geachtet werden.

Die private Haftpflichtversicherung ist der mit Abstand wichtigste Versicherungsvertrag. Dennoch fehlt sie in jedem dritten Haushalt. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Angebot mit diversen Tarifen und Extras immer unübersichtlicher wird.Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür haften, und zwar mit seinem gesamten Einkommen und Vermögen bis zur Pfändungsfreigrenze. Es ist unerheblich, ob man sich nur für einen Moment dumm angestellt hat oder vorsätzlich handelte. Fährt ein eiliger Radfahrer einen Spaziergänger an, dann ist das so ein typischer Fall. Zerrissene Kleidung könnte der Verursacher vielleicht noch selbst bezahlen; muss der Spaziergänger aber im Krankenhaus operiert werden und bleibt danach über Jahre ein Pflegefall, so ist der Radfahrer ohne Versicherungsschutz ruiniert.

Auch grobe  Fahrlässigkeit eingeschlossen

Eine private Haftpflichtversicherung deckt das ab. Anders als bei den meisten anderen Versicherungen ist die grobe Fahrlässigkeit eingeschlossen, also das besonders unvorsichtige Verhalten – nicht aber der Vorsatz. Wird ein Spaziergänger absichtlich angefahren, so bleibt der Radler trotz Police auf den Kosten sitzen. Einen soliden Grundschutz für Familien gibt es beim Versicherungsmakler schon für etwa 60 Euro im Jahr. Für Alleinstehende, Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes oder für Rentner liegen die Beiträge teils noch deutlich darunter. Am Preis kann es also eigentlich nicht liegen, dass die Versicherung so oft fehlt.
“Einerseits wird das Risiko unterschätzt, andererseits wirkt das Tarif-Wirrwarr abschreckend”, sagt der Versicherungsmakler Jürgen Sörries. Es gibt Basis- und Kompakt-Tarife, Standard- und Sorglos-Pakete, Premium- und Komfort-Angebote. Jede Gesellschaft wirbt mit anderen Extras. Je nach Lebenssituation sind sie mal sinnvoll, mal nicht.

Ein unvollständiger Überblick:
Mietsachschäden: Schäden an gemieteten und geliehenen Sachen sind üblicherweise ausgeschlossen. Wird also das geliehene Rad zu Schrott gefahren, muss dafür gezahlt werden – die Haftpflichtversicherung übernimmt das aber grundsätzlich nicht. Eine Ausnahme sind Sachschäden an gemieteten Immobilien im Inland. Schon im Grundschutz sollten solche Schäden mitversichert sein.
Schlüsselverlustrisiko: Ebenfalls wichtig für Mieter und für ehrenamtlich engagierte Bürger (Vereins-/Ehrenamtsschlüssel). Wird wegen des Verlustes eines Schlüssels aus Sicherheitsgründen der Austausch einer ganzen Schließanlage im Haus notwendig, so kann das mehrere tausend Euro kosten. Dieses Extra muss entweder gegen Aufpreis versichert werden oder ist in modernen Tarifen  schon enthalten. Üblich sind im Schadenfall ein angemessener Selbstbehalt sowie eine maximale Leistung von mehreren tausend Euro.Entbehrlich ist der Schutz für Mieter, die Schlüssel bei Verlust einfach nur nachmachen lassen müssen (Vermieter fragen). Der Verlust von beruflich genutzten Schlüsseln lässt sich meist nur gegen Beitragszuschlag versichern.
Schäden durch Kinder: Kinder unter sieben Jahren sind schuldunfähig (im Straßenverkehr bis zehn Jahre). Das hat der Gesetzgeber so geregelt, nicht die Versicherer. Richtet also ein fünfjähriges Kind beim Nachbarn einen Schaden an, besteht gegen das Kind kein Haftpflichtanspruch – und die Haftpflichtversicherung der Familie muss folglich nicht zahlen.Möglicherweise sind die Eltern (und damit dann doch die Haftpflichtversicherung) wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gefordert. Allerdings tritt das nur ein, wenn die Eltern eine Chance hatten, den Schaden zu verhindern. In vielen Fällen hat der Geschädigte keinen gesetzlichen Anspruch. Da dies in der Vergangenheit für viel Frust sorgte, vor allem wenn die Geschädigten beispielsweise gute Bekannte waren, haben gute Haftpflichtversicherer ihre Leistungspflicht erweitert: Sie zahlen für Kinderschäden, selbst wenn das per Gesetz nicht notwendig wäre.
Kinderbetreuung: Wer nur mal zwischendurch auf das Kind von nebenan aufpasst, kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn das Kind in dieser Zeit Schäden verursacht. Anders sieht das bei Babysittern aus – sie übernehmen eine Aufsichtspflicht und können wie Eltern zur Verantwortung gezogen werden. Vor allem wenn Kinderbetreuung regelmäßig gegen Entgelt ausgeübt wird (Tagesmutter), sollte auf eine klare Zusage geachtet werden, dass dies mitversichert ist.
Gefälligkeitsschäden: Wie bei schuldunfähigen Kindern gab es deswegen in der Vergangenheit oft Ärger. Wer einem anderen zum Beispiel bei einem Umzug hilft und einen Schaden anrichtet, kann dafür zumindest bei leichter Fahrlässigkeit nicht zur Kasse gebeten werden. Das geht zurück auf die Rechtsprechung, die zu Hilfsbereitschaft ermuntern wollte. Haftpflichtversicherer machten sich das zu Nutze und zahlten mit Verweis auf die Rechtsprechung nicht, obwohl die Rechtsprechung nicht die Haftpflichtversicherer schützen wollte. Da das ein Thema war, das außer Juristen kein normaler Mensch verstehen konnte, haben gute Haftpflichtversicherer diese Gefälligkeitsschäden nun ausdrücklich in den Versicherungsschutz einbezogen.
Forderungsausfalldeckung: Eigentlich soll die Haftpflichtversicherung für Schäden bei anderen aufkommen. Mit diesem Extra wird versichert, dass eigene Schäden bezahlt werden, die ein anderer verursacht hat. Von Bedeutung kann das sein, wenn der andere keine Haftpflichtversicherung besitzt.
Allerdings hat es das Kleingedruckte in sich: In voller Höhe springt die Forderungsausfalldeckung meist erst ab einem Schaden von 2500 Euro ein – außerdem muss der Geschädigte alle juristischen Möglichkeiten bereits ausgeschöpft haben, an sein Geld zu kommen.

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Gewässerschadenhaftpflicht für Kleingebinde und oberirdische Öltanks  bis zu mehrere 1000 Liter Fassungsvermögen.
Ebenfalls sind Flüssiggastanks, privat genutzte Abwassergrube, Abwasser- / Rückstau- und Allmählichkeitsschäden in einem modernen Vertrag enthalten.
Internet  Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht wegen Schäden durch elektronischen Datenaustausch und Internetnutzung. Versichert sind Schäden aus dem Austausch, der Übermittlung und der Bereitstellung elektronischer Daten, z. B. im Internet, per E-Mail oder mittels Datenträger. Dies kann z.B. durch Computer-Viren geschehen.
Allerdings muss der Anwender seine auszutauschenden Daten durch Sicherheitsmaßnahmen und/oder -techniken (z. B. Virenscanner, Firewall) gesichert oder geprüft haben die dem Stand der Technik entsprechen.

Das Fazit:

Den Ruin verhindert ein günstiger Grundschutz genauso wie ein teures Premium-Paket mit allerlei Erweiterungen, die einem Versicherungsnehmer ohne Kinder und ohne Hang zur Nachbarschaftshilfe vielleicht ohnehin nichts nutzen würden. Je nach persönlicher Situation (zum Beispiel Mieter im Haus mit großer Schließanlage) kann es sinnvoll sein, gezielt Extras gegen Aufpreis mitzuversichern oder Pakete zu wählen, die dies enthalten.

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Wie man auch PR-Texte verfassen kann

Montag, Oktober 26th, 2009

Man kann  munter auf der Klaviatur des PR-Gelabers spielen, um sein Produkt an den Mann/die Frau zu bringen,  man kann (und sollte) aber auch andere Wege gehen. Natürlich ist es da hilfreich, wenn ein Produkt bekannt ist, wie in diesem Falle. Ich habe kurzerhand meine Gertrud missbraucht, um einem Hersteller, bzw. einem Service-Center desselben etwas unter die Arme zu greifen:

Gertrud sacht …

Gertrud_KopfFiiiiiiiiiiieeep und aus isser, der tolle Staubsauger aussen Angebot von sonnen Riesenmarkt. Übrigens schon der dritte in zwei Jahren, der bei uns die Grätsche macht. Mein holder Gatte wird einfach nich schlau, dasser mir immer wieder so Dinger aussen Sonderangebot anschöppt, die mit ohne Beutel funktionieren tun.

Aber getz is Schluss mit lustich! Entweder, er kauft mir getz was Ordentliches, oder er saucht die Bude selba. Hört sich ja immer ganz toll an, die Beschreibung von den Gerät: ohne Beutel, einfach ausleeren, mit Pollenfilter, 2.000 Watt-Pauer, Fugendüse und sonst allerlei Gedöns für keine fuchzig Euros. Dassich aber nach jeden Rundgang durche Wohnung das Dingen auch noch einer Großreinigung unterziehen muss, is mehr als nur lästich. Da nimmste erst den runden Behälter ab, wasde aber ganz vorsichtich machen musst, sons geht unten mittenma der Deckel auf, und der Kladeradatsch liecht vorren Mülleimer und nich drinnen. Is ja auch logisch, dass man nen Deckel konstruiert, derwo nach unten aufgeht. Hat mit Sicherheit ein Mann entwickelt, genauso wie diesen Büxenöffner, wo man sich ers die Hand kaputt kloppen muss, damit der Metallpinökel in die Dose geht.

vorwerk

Nu abba zurren Sauger: Hat man es denne geschafft, das Teil unfallfrei aus den Aparillo zu befreien, kann man dann den Dreck übern Mülleimer ausleeren. Wenn man denne glaubt: „Das war’s!“ – denne hat man sich aber sowas von jetäuscht. Der Lamellenfilter is nämlich meist auch zu. Mit den abgeschraubten Dingen gehe ich ümmer auffen Balkon, und kratze erstema mit einen Schaschlikspieß inne Lamellen umher, damit sich die festgesetzen Staubwürste lösen. Dann haue ich das Dingens auffe Bakonbrüstung, um auch noch den Rest Dreck aussen Filter zu kloppen. Das geht allerdings nur mit Mund- und Nasenschutz, weil sons atmeste den Mist wieder ein, der da wie Morgennebel durche Gegend fliecht. Diese ganze Prozzedur dauert schon ma so ne halbe Stunde von meine kostbare Zeit. Is abba noch nich zuende. Wennich den Filter sauber habe, und auch geschafft das janze wieder zusammenzufriemeln, dann kommt der Pollenfilter anne Reihe. Der entpuppt sich denn als son kleines schwammartiges Dingens über einen feinmaschigen Plastikfilter. Den Filter kannste ja übers Wasser halten, das Schwammdingens krisste damit nich sauber. Da prokele ich mit meiner ständich am Abrechen seiende Fingernägel drin rum. Nich, bis das Teil sauber is, hab ich noch nie geschafft, nee, bissich die Faxen dicke habe. Trotzdem geht das Teil alle paar Monate in Dutten. Da wern denn aus 2.000 Watt in drei Sekunden null Watt. Und wenn mir mein Oller getz keinen vanünftigen Staubsauger kauft, dann erzähl ich den „Watt“, dasser von null auf hundert in zwei Sekunden beiren Fachhändler am Aussuchen is. Und weil dass getz so lange gedauert hat, gips zum Mittach was ausse Dose. Wennich se aufkriege.

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Fahrbericht Alfa Romeo MiTo …

Dienstag, August 18th, 2009

… oder vom chronischen Grinsen im Gesicht

Adrenalin wird ausgeschüttet, Endorphine müssen auch dabei sein, denn ich bin im Rausch. Im Fahrrausch. Kurven werden nicht durchfahren, sondern gefressen und machen doch nicht satt, sondern Appetit auf mehr. Viel mehr!

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Buntes Herbstlaub wirbelt hinter mir in die Luft und scheint nie mehr zu Boden fallen zu wollen – aus Respekt vor dem „King of the Road“ aus dem Hause Alfa Romeo. Romeo mit italienisch rollendem „R“, nicht mit dem kehligen Rachenlaut des Deutschen. Und die Betonung liegt auf „eo“, nicht auf „Ro“. Echte Fans wissen sowas. Und ich bin jetzt ein echter Fan (Alfisto). Der MiTo ist das ultimative Spaßauto für sportliche Fahrer. Sie wollen eine Sänfte, die Sie wie auf Wolken von A nach B kutschiert? Vergessen Sie den MiTo! Der sagt Ihnen genau, auf welchem Straßenbelag Sie unterwegs sind, wo die Straße mangels Geld nur geflickt ist, und welches Schlagloch Sie beim nächsten Mal besser umfahren sollten. Und das ist gut so, denn es dient Ihrer Sicherheit. Die Lenkung reagiert auf die kleinste Bewegung und vermittelt Präzision. Der Sound ist sportlich: typisch Alfa. Und ich rede jetzt vom Diesel – mit „nur“ 120 PS.

Erntedank

Ernten tue ich: meist ungläubiges Staunen ob der schnellen Überholvorgänge. „Lieber SLK-Fahrer, es tut mir leid, aber Du hattest keine Chance!“ Blicke erntete ich ebenfalls: Erstmals seit etlichen Jahren schauen mir in der Stadt wieder junge Mädchen hinterher! Junge Männer allerdings auch; die sicher nur wegen des Autos.
Nicht reden möchte ich hier von der schon jetzt erfüllten Euro 5-Norm, oder von elektronischem Stabilitätsprogramm, von MP3-Playern, Fensterhebern oder ähnlichen Ausstattungsmerkmalen. Hat der Mito alles, lenkt mich aber nur ab vom Wichtigsten: vom Fahren!

Lieblingsbuchstabe „D“

Absolut genial und erwähnenswert ist die DNA, die Fahrdynamikregelung des Alfa Romeo MiTo. Entwickelt von Ferrari hat sie Einzug gehalten im (gar nicht so) kleinen Alfa. Gestartet wird in der Normalstellung „N“ für alle Lebenslagen (es sei denn, es ist extrem glatt, durch Nässe, Eis oder Schnee, dann benutzt man die Stellung „A“, für „All weather“). Damit ist der MiTo schon zügig unterwegs. Schiebt man den kleinen Regler aber auf „D“, wie Dynamik, dann generiert der Mito einen Vortrieb bei der kleinsten Gaspedalbewegung, der einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert, als hätte einem Angelina Jolie einen Antrag gemacht (oder Brad Pitt, je nach Gusto).

Umsteigen bitte!

Und nun erhöhen wir den Spaß, denn ich steige ins Top-Modell mit 155 Pferdestärken um.
Angenehm ist im Stadtverkehr (außer der einem zu Teil werdenden Aufmerksamkeit beiderlei Geschlechts und Lebensalter) der etwas längere Gaspedalweg in der Normalstellung des DNA. So kollidiert man nicht aus Versehen mit dem Vordermann, wenn einem der Gasfuß beim Niesen nach vorne zucken sollte. Trotz dem ist man sehr zügig unterwegs. Deshalb auch gleich eine Warnung: Man ist fast immer schneller, als man denkt! Gefühlte 50 km/h? Der Tacho belehrt einen nach kurzem Blick, dass die 70 km/h gleich überschritten sind. Du glaubst, Du fährt 100 auf der Landstraße? Dein Führerschein ist bei echten 140 km/h in Gefahr, von den Freunden und Helfern zumindest kurzfristig eingezogen zu werden. Hier heißt es 16 geben; also doppelt Acht! Liebe Führerschein-Neulinge: Nein, es ist (noch) nicht das richtige Fahrzeug für Euch! Bitte erst mit der 95 PS-Version üben!

Fazit

Der MiTo ist ein Auto für sportlich ambitionierte Fahrer, nicht nur für die Innenstadt. Er macht einfach tierischen Spaß und hat Kultpotential. Denn nach dem Aussteigen bekomme ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. MiTo – me too!
Sollten Sie jetzt Appetit bekommen haben, vereinbaren Sie doch einfach im Autohaus Richter in Einbeck eine Probefahrt: Tel. 05561/ 925070

mito_strasse_fressen

Dieser PR-Text erschien im November 2008 in einer Anzeigenzeitung in Einbeck, und ist – wie ich finde – einmal etwas anderes, als die ewige Rumnudelei auf technischen Daten, und Platzverhältnissen. Dieser Text ist der Zielgruppe der potentiellen Mito-Käufer in den Kopf getextet – und dabei noch nicht einmal gelogen.

Wer den Text im Original Zeitungsformat mit allen Bildern anschauen möchte, kann ihn sich hier als PDF herunterladen.

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