Montag, Juni 21st, 2010
… und verdienen Sie RICHTIG VIEL GELD!!! Für einen hochwertigen Text können Sie dort bis zu 8,10 € verdienen! Nämlich bis zu 2,46 Cent pro Wort! Da möchte man am liebsten gleich in die Tasten hauen, und denen einen Text nach dem anderen unterjubeln. Wie wäre es denn, wenn ein Hartz IV-Empfänger über seine Erfahrungen berichtete? Zum Beispiel als 1-Euro-Jobber. Obwohl das noch hoch gegriffen ist. Um mit einem guten Text auf einen Euro zu kommen, könnte eine Stunde knapp werden.
Was die DJV (Deutsche-Journalisten-Vereinigung) an Honoraren empfiehlt, finden Sie auf diesen Seiten (Seite 47), nämlich 12 – 20 Cent pro Wort, mindestens sollten 740 Wörter vergütet werden. Dass das etwas an der Realität vorbei geht, in Zeiten des Zeitungssterbens ist klar. Wer wissen möchte, welche Honorare von welchen Medien tatsächlich gezahlt werden, der schaue einmal hier vorbei. Immer noch wesentlich besser, als bei germanblogs. Ich hoffe inständig, dass echte Experten es noch nicht nötig haben, sich so zu verramschen. Einen dieser selbsternannten Autoren, hat sich Klaus Jarchow im Stilstand mal zur Brust genommen.
Nachtrag: Für diesen Text hätte ich satte 3,13 € bei germanblogs verdient; wenn Sie mich denn überhaupt genommen hätten.
Tags: Experten, germanblogs, Honorare, Journalismus
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Mittwoch, Juni 16th, 2010
hieß es am Montag als Überschrift in der HNA. Und ich hatte wieder mal keinen Schirm dabei.
Tags: Bad Gandersheim, Domfestspiele, HNA, Journalismus, Pipi Langstrumpf, Überschriften
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Mittwoch, Juni 2nd, 2010
Die Suche nach einem neuen Bundespräsidenten ist in vollem Gange. Wer es denn nun endlich wird, ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist der Zeitpunkt der Wahl:
So setzt man seine Prioritäten, wenn es um das höchste Amt im Staate geht. Da halte ich es doch mit Max Liebermann: “Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.”
Tags: Bundespräsident/in, Fußball, Max Liebermann
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Mittwoch, März 10th, 2010
Und zwar über die tolle gesangliche Qualität der SängerInnen bei “Unser Star für Oslo”. Schade nur, dass der Beste jetzt rausgeflogen ist. Aber über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten. Jedenfalls ist die Sendung, im Gegensatz zu der leidigen DSDS beste Abendunterhaltung – wenn man denn mal fernsehen möchte. Das Einzige, was ich zu bemängeln hätte, ist die mangelnde fachliche Qualität der “Jury”. Raab mal ausgenommen. Was eine Frau Schöneberger zur Fachfrau in Sachen Gesang macht, erschließt sich mir nicht. Nur, weil die mal ein paar nette Liedchen geträllert hat? Auch der polyphengeschädigte “Neo-Pan-Tau” Jan Delay scheint mir nicht wirklich Fachmann zu sein. Höchstens für “Dummsprech”.
Aber egal. Ansonsten eine schöne Sendung mit tollen Interpreten. Wer nun auch immer nach Oslo fährt und die letzten Plätze aufmischt (wer glaubt denn ernsthaft, dass Deutschland dort unter die ersten Plätze kommt? Egal, wie toll gesungen wird), sie wird ein würdiges Aushängeschild für unser Land sein. So etwas bräuchte man mal in der Politik. Wäre da eine Castingshow für Politiker nicht denkbar? Unser/e Kanzler/in für Deutschland, UKfD? Mit Helmut Schmidt als paffender Jurypräsident? Hauptsache man lädt nicht Berlusconi als Jurymitglied ein. Und Westerwelle (wenn er überhaupt in die engere Wahl käme) dürfte nicht singen!
Tags: Casting, DSDS, Politik, Stefan Raab, Unser Star für Oslo
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Dienstag, März 2nd, 2010
Fakten, Fakten, Fakten, lauten Markworts markige Worte, wenn er sein Magazin anpreist. Dabei ist der “Focus” – laut Meinung eines Bekannten – nur
ein Drecksblatt für kleine Angestellte, die sich für BILD
‘zu fein’ dünken.
Liest man den Offenen Brief eines zu Recht empörten Griechen an den Focus, zu seiner Printausgabe vom 22.02.2010 zum Thema Griechenland, und recherchiert die Fakten, Fakten, Fakten, dann wird schnell klar, dass das “Drecksblatt” ein europäisches Land im Staatenverbund der Europäischen Gemeinschaft samt seiner Bevölkerung nicht nur beleidigt, sondern auf unverschämt dreckige Art und Weise gegen dieses Land und seine Menschen bei den Lesern Stimmung macht. Woran erinnert uns das?
Starker Tobak, lieber “Focus”; und einfach nur erbärmlicher Journalismus. Es freute mich, wenn dieser Offene Brief möglichst viele Ihrer Leser erreichte. Dazu trage ich gerne bei.
Weiteres Lesefutter zum Thema gibt es hier, hier und hier.
Tags: Focus, Griechenland, Markwort, Qualitätsjournalismus, Stimmungmache
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Donnerstag, Januar 28th, 2010
Gestern wurde sein neuester Wurf der Öffentlichkeit vorgestellt, das iPad. In einem Artikel in der FAZ wird es beschrieben, und auch einige Nutzungsmöglichkeiten vorgestellt. Wer sich die Mühe macht, und die Kommentare zu dem Artikel durchliest, kommt schnell zu dem Schluss, dass einige Kommentatoren es eher mit Helmut Schmidt halten. Sie verreißen das Gerät, und werfen dem Autor Schleichwerbung vor. Ich glaube, dass diese Menschen das Potential des Geräts nicht erkannt haben.
Es bietet unter anderem den Zeitungsverlagen einen Weg aus der Krise, der gangbar und kostengünstig ist. Was spricht dagegen, sein Zeitungsabo nicht in Papierform, sondern in einem iPad lesbaren Format zu abonnieren? Für gleiches Geld, dafür ohne Papier- und Druckkosten, aber mit aktuellsten Inhalten; denn nichts ist so alt, wie die Zeitung von heute. Die Einbindung von Filmen und Slideshows wäre ein Kinderspiel, Inserenten können gänzlich andere Werbeformen nutzen, selbst die Einbindung von Google-Anzeigen wäre, nach Stichworten sortiert, möglich und erschlösse neue Einnahmequellen. Denn auch Google-Adwords-Kampagnen sind regional begrenzt einsetzbar.
Sogar Liveberichterstattungen von lokalen Veranstaltungen aus Politik, Wirtschaft und Vereinen wären ohne großen Aufwand zu realisieren. Auch der Zugriff auf das Zeitungsarchiv ist denkbar, und durchaus interessant. Natürlich ginge dies theoretisch auch jetzt schon, ohne das iPad. Schließlich gibt es ja auch Laptops. Nur sind die eher unhandlich. Man muss ein iPad auch nicht aufklappen. Die Bedienung ist einfach, das Gerät ist leicht und handlich, der Bildschirm groß genug.
Das Beispiel Zeitung ist aber nur eines von vielen anderen. Bücher werden mittels iPad gelesen werden können – in Schriftgröße und sogar Schriftart nach Wunsch. Wer einmal ein 1.500 Seiten starkes Buch in den Händen hatte, der weiß so ein leichtes iPad sicher zu schätzen.
Die Entwicklung ist sicherlich noch nicht abgeschlossen. Vieles an Funktionen ist noch denkbar, einiges noch nicht erfunden. Nun könnte man meinen, dass ich ein Apple-Fan bin, und gar nicht anders kann, als das gut zu finden. Dem ist nicht so. Ich besitze weder ein iPhone, noch sonst ein Gerät von Apple. Lediglich die Software iTunes habe ich installiert. Natürlich habe ich auch schon mit Apple-Rechnern gearbeitet, war aber alles andere als euphorisch, was deren Performance anging. In den letzten Jahren aber, das muss ich zugeben, sind die Geräte nicht nur optisch besser, sondern auch leistungsfähiger geworden. Vielleicht fange ich ja mal mit dem iPad an. Ich mag Visionen.
Tags: Apple, iPad, Journalismus, Steve Jobs, Werbung
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Freitag, Januar 8th, 2010
Drüben im Olivenölkontor habe ich mich an eine Hommage über den ersten Fernsehkoch deutscher Fernsehgeschichte, Clemens Wilmenrod, gewagt. Zum einen hat mich der Mensch Wilmenrod fasziniert, zum anderen aber auch der Mut, mit dem dieser, nur mit seinem Erfolgswillen bewaffnete, vom Kochen aber höchstens ein paar Grundkenntnisse besitzende Mensch sich vor ein Fernsehpublikum wagte – und letztlich Millionen Menschen fesseln konnte.
Wenn man die wenigen filmischen Dokumente sichtet, fällt auf, dass Wilmenrod durchaus gebildet war und herrlich erzählen konnte, von dem Metier des Kochens aber kaum etwas verstand. So bezeichnete er eine Mischung aus Ketchup und Saurer Sahne als “Fond” für einen Heringssalat. Auch ließ er Lebensmittel, die eigentlich in den Kühlschrank gehörten, schon mal einige Tage in der warmen Küche stehen – “Salmonelle, ick hör dir trapsen”.
Nichtsdestotrotz war er ein Mensch, der unterhalten konnte, und so ganz nebenbei auch noch die Schleichwerbung erfand, an der er durchaus gut verdiente. Monetäre Zuwendungen eines Geflügelzüchters animierten ihn dazu, den Puter als deutschen Festtagsbraten zu etablieren (“Der deutsche Puter marschiert!”), ebensolche Zuwendungen eines Spirituosenherstellers machten den Rumtopf in ganz Deutschland populär.
Doch gerade diese Schleichwerbung stieß einigen Verantwortlichen sauer auf, und Wilmenrod wurde von der besten Sendezeit in den Abendstunden in den Nachmittag verbannt. Zudem bekam er zunehmend Konkurrenz von einigen echten (Fernseh-) Köchen. Wilmenrod erkrankte an Magenkrebs und erschoss sich am 12. April 1967 in einer Münchner Klinik.
Wilmenrod wieder aufleben zu lassen, diese Idee kam mir nach Anschauens des Films über den ersten Fernsehkoch und Erfinder des Hawaii-Toasts, “Es liegt mir auf der Zunge” mit Jan Josef Liefers und Anna Loos. Weitere “Wilmenrodiaden” sind in Planung, eine kleine Serie ist meinerseits vorstellbar – wenn es denn genug Leser dafür gibt.
Man muss übrigens kein Kochprofi sein, um die Gerichte nachzukochen, allerdings würde ein wenig Basiswissen helfen. Denn wie sagte schon der selige Wilmenrod: “Die Basis ist die Grundlage eines jeden Fundaments!”
Wilmenrodiaden: Festtagsragout Hellas
Tags: Fernsehkoch, Olivenölkontor, Wilmenrodiaden
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