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	<title>a.c.media - Die Werbeagentur in Uslar &#187; Durch den Kopf geschossen</title>
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		<title>Frühling &#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 10:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durch den Kopf geschossen]]></category>
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		<description><![CDATA[… läßt sein blaues Band Wieder flattern durch die Lüfte Süße, wohlbekannte Düfte Streifen ahnungsvoll das Land Veilchen träumen schon, Wollen balde kommen Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist’s! Dich hab ich vernommen! Eduard Mörike Es lässt sich nicht leugnen – der Frühling ist da! Diese wundervolle Jahreszeit, die die Winterkälte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g969]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a></h3>
<h3>… läßt sein blaues Band</h3>
<h3>Wieder flattern durch die Lüfte</h3>
<h3>Süße, wohlbekannte Düfte</h3>
<h3>Streifen ahnungsvoll das Land</h3>
<h3>Veilchen träumen schon,</h3>
<h3>Wollen balde kommen</h3>
<h3>Horch, von fern ein leiser Harfenton!</h3>
<h3>Frühling, ja du bist’s!</h3>
<h3>Dich hab ich vernommen!</h3>
<p style="text-align: left;"><em>Eduard Mörike</em></p>
<p>Es lässt sich nicht leugnen – der Frühling ist da! Diese wundervolle Jahreszeit, die die Winterkälte vertreibt und die Natur erwachen lässt. Der erste Bärlauch ist geerntet, der erste Schnittlauch hat die Schere zu spüren bekommen, die ersten Tulpen entzücken die Frauenherzen und Obstbaumblüten verheißen eine reiche Ernte im Herbst.*<br />
Die Sonne lockt nach draußen in den Garten, der Grill will vom Rost befreit werden, die Bratwürste schreien in der Schlachtertheke nach meinem Einkaufswagen – endlich Wärme, endlich draußen, endlich grillen.<span id="more-969"></span><br />
Nur geht das natürlich nicht nur mir so, auch die Nachbarn haben das „Draußen“ für sich entdeckt und feiern die ersten Grillpartys. Vor der Schlachtertheke schlängelt sich das grillgierige Volk und lechzt nach Nackensteaks und fettem Schweinebauch. Die Fleischereifachverkäuferinnen sind mit solcher massiven Schweinegier restlos überfordert, so versuchen schon einige Backenbärte zu verkaufen, statt Koteletts. Als ich nun endlich an der Reihe bin, sieht die Fleischtheke aus, wie nach dem Einfall der Ostdeutschen nach der Grenzöffnung. Gerade ein paar Nackensteaks schauen marinadeverschmiert aus den Edelstahlbehältern, denen ich mich dann entäuscht annehme (den Nackensteaks, nicht den Behältern), obwohl mir der Sinn eher nach etwas Magerem stand. Zumindest war es meine Verkäuferin, also mager. Dafür geistig etwas einfach strukturiert. Macht nichts, wer will schon Einstein hinter der Schlachtertheke?<br />
Zu Hause schnell in bequeme Garderobe geschmissen und raus in den Garten – Sonne genießen, Vögel zwitschern hören, Frühling genießen.<br />
Vögel gab es eher nicht zu hören, denn fröhlich schallt Micky Krauses „Geh doch zu Hause, Du alte Scheiße“ (noch vor ein paar Jahren war es das „Horst-Wessel-Lied aus dem weit offenen Fenster von Nachbars Opa &#8211; ich weiß nicht, was jetzt besser ist) durch die frühlingswarme Abendluft, grölend unterstützt von einigen bierseligen Jugendlichen und zusätzlich untermalt von rythmisch kneternden Rasenmähern, mit häufigen Einwürfen einer Kettensäge und dem Klangteppich einer Motorsense. Man wünschte sich doch, sie alle hörten auf den Krause.<br />
Nun gesellen sich auch noch ein paar Nachbarskinder laut schreiend in die ungewöhnlich anheimelnde Akustik des lauen Frühlingsabends und tun ihr Möglichstes, auch noch das letzte Fitzelchen Wohlbefinden in ihrer Klangwolke zu ersticken (gibt es eigentlich noch die Kinderlandverschickung? Nein? Schade!).<br />
Schon holt auch der Landwirt seinen Trecker hervor, und beginnt in hohem Bogen Gülle auf seinen Acker zu befördern, um dem Frühling die rechte Würze zu verleihen. In olfaktorische Konkurrenz treten dunkle Schwaden der entzündeten Holzkohlefeuer und die ersten zaghaften Bratwurstdüfte. Es riecht, wie Grillen im Schweinestall, wobei der Stall die Oberhand behält.<br />
Frühling, du Jahreszeit der erwachenden Natur, könntest Du die anderen nicht noch ein wenig schlafen lassen?<br />
Das Vogelgezwitscher wird nun unterstützt durch ein im Takt mit der Ballermann-Musik quietschendes Minitrampolin, während der nächste Nachbar sich wohl denkt: Wenn die mähen, dann muss ich wohl auch. Hätte er besser mich gefragt &#8230;<br />
Während nun das Abendrot einen neuen, schönen Frühlingstag prophezeit, ist das erste Kind vom Trampolin gefallen und kreischt nun zu Rammsteins „Mutter“ die Obertöne, was tonal überhaupt nicht konveniert und Beethoven im Grabe rotieren lässt &#8211; und der war taub!<br />
Der Landwirt hat seine Gülle verspritzt, allerdings scheint es noch nicht genug, denn jetzt erschallt die Güllepumpe, um den Hänger wieder zu füllen.<br />
Derweil schaukeln die Kirschblüten LEISE im Wind, und die Kreissäge ein paar Häuser weiter erinnert daran, dass ja bald wieder Winter ist. Die erste Hummel surrt um meinen Kopf, eine Wespe versucht, sich am Gartenhaus ein Nest zu bauen, kaum zu hören, ob der niedlichen Nebengeräusche. Die Party ist mittlerweile bei „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“, skandiert von DJ Ötzi angelangt &#8211; wie gern schösse ich Euch alle auf jenen Stern, um den Frühling in Ruhe zu genießen.<br />
Bevor nun auch noch der „König von Mallorca“ in sein Bett im Kornfeld fällt, fälle ich eine Entscheidung: Ich gehe rein, mache Fenster und Türen zu und schaue wehmütig aus dem Fenster &#8230;</p>
<p style="text-align: left;">*Bis dahin hatte ich schon in <a href="http://olivenoelblog.com/fruehling-laesst-sein-blaues-band/" target="_blank">meinem anderen Blog</a>, und schmeichelhafter, über den Frühling berichtet.</p>
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		<title>Brüderle, komm tanz mit mir &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 10:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; den Atomkraftwerk-Boogiee-Woogie! Da hat der Herr Brüderle wohl vergessen, dass bei den „Großkopferten“ ordentlich Protokoll geführt wird. Im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin tagte die Spitze der deutschen Industrie. Präsidium und Vorstand des Lobbyverbandes BDI warten im Amerongen-Schleyer-Saal auf die Rede des Bundeswirtschaftsministers Rainer Brüderle zum Thema Industriepolitik. Gleichzeitig laufen gegen 13 Uhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g873]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>&#8230; den Atomkraftwerk-Boogiee-Woogie! Da hat der Herr Brüderle wohl vergessen, dass bei den „Großkopferten“ ordentlich Protokoll geführt wird.</h3>
<p>Im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin tagte die Spitze der deutschen Industrie. Präsidium und Vorstand des Lobbyverbandes BDI warten im Amerongen-Schleyer-Saal auf die Rede des Bundeswirtschaftsministers Rainer Brüderle zum Thema Industriepolitik. Gleichzeitig laufen gegen 13 Uhr die Nachrichten von der Kernschmelze in Fukushima über die Ticker.<br />
Die deutschen Kernkraftwerke gingen aus taktischen Gründen vom Netz, soll Brüderle vor der Wirtschaftsprominenz gesagt haben, die bevorstehenden Landtagswahlen seien der Grund für den Sinneswandel der Regierung in der Atompolitik. Auf Grund des Drucks auf die Politik, „seien die Entscheidungen nicht immer ganz rational“</p>
<blockquote><p><em>Was es denn mit den Meldungen von dem Moratorium auf sich habe, will BDI-Präsident Hans-Peter Keitel wissen. Ausweislich des Protokolls der Sitzung gibt Brüderle darauf eine folgenschwere Antwort: „Der Minister bestätigte dies“, steht darin, „und wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien.“ Im Übrigen sei er, Brüderle, ein Befürworter der Kernenergie, auch mit Rücksicht auf Branchen, die besonders viel Energie verbrauchen. „Es könne daher keinen Weg geben, der sie in ihrer Existenz gefährde“, befindet Brüderle laut Protokoll.<br />
(Quelle: sueddeutsche.de)</em></p></blockquote>
<p>Nun wissen wir endlich offiziell, was der Politiker Brüderle von den Wählern hält: dummes Stimmvieh. Und wenn denn die Wahlen vorbei sind, wird Brüderle alles Nötige unternehmen, um die Atomkraftwerke wieder ans Netz zu bringen? Schade eigentlich, dass nur Landtagswahlen anstehen, Bundestagswahlen wären zum jetzigen Zeitpunkt viel schöner. Es steht nämlich kaum zu befürchten, dass es die FDP über die 5%-Hürde schaffte. Somit wäre dann der Brüderle ganz weit hinten im Zimmer, nämlich weg vom Fenster!<br />
Man muss schon einen Intelligenquotienten knapp über Körpertemperatur haben, um solche Äußerungen öffentlich zu machen. Und schon ruderte Brüderle zurück und behauptete in einer Bundestagssitzung am letzten Donnerstag &#8211; unter schallendem Gelächter aller Anwesenden &#8211; das Protokoll der Sitzung stimme nicht, man hätte ihn falsch zitiert.<br />
Der verkauft nicht nur die Wähler für dumm, sondern gleich den ganzen Bundestag. Da traut der sich was.<br />
Aber der traut sich noch mehr: „Uns Wahlkampfmanöver vorzuwerfen, ist absurd.“ sagte er am 23. März. Da sei angemerkt, dass der letzte Politiker, der ein ähnliches Wort wie „absurd“ (abstrus) noch vor kurzem in den Mund genommen hatte, jetzt ganz viel frei hat. Das sei dem Brüderle auch gegönnt, denn die Katze ist aus dem Sack, und lässt sich so schnell nicht wieder einfangen.<br />
Wie konnte es so weit kommen, dass wir uns von solchen Menschen regieren lassen müssen? Sind wir denn alle so leichtgläubig, dass wir unseren gesunden Menschenverstand bei den Wahlen komplett abgeben? Erst einer, der lügt und betrügt, jetzt einer, der ausnahmsweise mal die Wahrheit sagt, und hernach versucht, diese zurück zu nehmen. Trotzdem genießen diese Leute noch Akzeptanz in der Gesellschaft. Haben sich da einige einfach nicht angestellt, als das Hirn verteilt wurde?<br />
„Mensch, Brüderle; schnappen Sie sich den Westerwelle und die Merkel und trinken mal ein paar ordentliche Schoppen. Ach, und nehmen Sie den Mappus auch gleich noch mit dazu. Der windet sich wie ein Aal, um zu begründen, dass Phillipsburg 1 wieder ans Netz gehen sollte. Da wird einem ganz schwindlig. Und dann kommen mal ein paar Journalisten zum Interview, denn „in vino veritas“ (im Wein liegt Wahrheit), wie es so schön heißt. Damit wir endlich einmal wissen, woran wir mit dieser Regierung wirklich sind. Schieben Sie das aber nicht zu lange auf, wir möchten das schon noch vor der Wahl wissen.“<br />
Es gibt viele Baustellen in Deutschland, die zu bemängeln wären, die Energiepolitik ist nur ein Thema von vielen. Was sich einige Politiker in der letzten Zeit leisten, ist schon bemerkenswert. Man bekommt den Eindruck, „die da oben“ können machen was sie wollen, ohne abgestraft zu werden. Da ist es doch begrüßenswert, dass es das Internet gibt, in dem Informationen ungefiltert abgerufen werden können. Guttenberg weiß ein Lied davon zu singen.</p>
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		<title>Setzen, sechs!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 12:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Doktorwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Fußnoten]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu meiner Schulzeit wurde heftig abgeschrieben. Viele wurden dabei erwischt und hatten mit schlechten Noten zu rechnen, einige kamen mit ihrer Schummelei durch. Wenn in Arbeitsgruppen etwas gemeinsam verfasst werden sollte, meist in Vierergruppen, dann war es oft so, dass einer schrieb und die anderen sich eher zurückhaltend gaben. War die Note gut, waren alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g759]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Zu meiner Schulzeit wurde heftig abgeschrieben. Viele wurden dabei erwischt und hatten mit schlechten Noten zu rechnen, einige kamen mit ihrer Schummelei durch.</h3>
<p>Wenn in Arbeitsgruppen etwas gemeinsam verfasst werden sollte, meist in Vierergruppen, dann war es oft so, dass einer schrieb und die anderen sich eher zurückhaltend gaben. War die Note gut, waren alle glücklich, war sie eher schlecht, bekam der Fleißige auch noch den Unmut der anderen zu spüren. Ich darf mich heute noch für meine zwei in Erdkunde bedanken. Nicht ich habe geschrieben, sondern ein Klassenkamerad. Ich trug nur vor; das kann ich. Und wir bekamen prompt eine zwei. Wobei alle der einhelligen Meinung waren, dass nur ich das geschrieben haben konnte (es ging um eine Tour durch Amerika und Kanada &#8211; mit einem VW-Bus, versteht sich; dabei war der Führerschein noch Äonen entfernt, also zwei Jahre ca.). Wenn man also einen ganz passabelen Ruf hat, dann ist das Schummeln gar nicht so schwer, man sagt halt, es wäre aus eigener Feder, dann wird das auch geglaubt, sogar von den Lehrern. Wobei ich das ja nicht behauptete, ich widersprach nur nicht (sorry, Herr Meyer).<br />
Wurde man allerdings beim Abschreiben erwischt, war der Betrug unübersehbar und die Strafe folgte auf dem Fuße: setzen, sechs! Außer einmal, da hatte der Lehrer sein Manuskript für die Arbeit auf dem Schreibtisch aufgeschlagen liegen lassen, und dem Schüler, der vor dem Schreibtisch saß gelang es, die Mathe-Lösungen inkl. Rechenweg abzuschreiben. Ein anderer Schüler, der dieses mitbekam und wohl grün vor Neid war, machte wenig dezent darauf aufmerksam, und der Lehrer machte &#8211; gar nichts. „Warum soll ich jemanden bestrafen, der es versteht auf dem Kopf herum zu lesen? Da bin ich selbst schuld!“ Und der Neider wurde noch eine Nuance grüner.<br />
Eine ganz andere, weniger harmlose, Abschreibungsgeschichte beschäftigt dieser Tage sämtliche Medien. Jeder Viertel-, Halb- und Ganzprominente darf seine Meinung kundtun, sogar eine Alice Schwarzer bei Anne Will (Was macht die da? Warum vorverurteilt die nicht beim Kachelmann-Prozess? Hat die etwa auch abgeschrieben? Und wenn ja, bei wem? Wer schreibt so einen Mist?)<br />
„E pluribus unum“, Aus vielem eines“ (bis dahin Originaltext von Barbara Zehnpfennig, obwohl es eigentlich in der Übersetzung „Aus vielen eines“ heißen müsste), lautete wohl das Motto des Herrn zu Guttenberg, beim Zusammenklamüsern seiner Dissertation &#8211; über sechs Jahre in mühevoller Kleinarbeit, wie er betonte! Ja, ja, so Abschreibungen können schon etwas dauern. Zum heutigen Zeitpunkt (Montag, 21.02.11) wurden auf 238 Seiten der 475 Seiten seiner Dissertation angebliche Plagiate gefunden. Nicht, dass auf anderen Seiten nicht auch fremde Texte existierten, die wurden nur als solche auch kenntlich gemacht. In Anbetracht der Häufigkeit der Plagiatsverdachte möchte man an der eigenen geistigen Schöpfungshöhe des Werks von  zu Guttenberg zweifeln. Das Werk nimmt sich nun eher aus wie ein Dissertations-Quilt &#8211; ein Flickwerk aus übrig gebliebenen Textresten, zu etwas neuem vernäht.<br />
Nun kommen wir wieder zu meiner Erdkundearbeit: Es ist ja durchaus denkbar, dass der Herr zu Guttenberg seine Dissertation gar nicht selbst verfasst hat, schließlich hatte er ja viel zu tun, da saugt man sich nicht einfach fast 500 Seiten Dissertation aus den Haargel besudelten Fingern. Mit dem nötigen Kleingeld, und das wissen wir doch alle, ist auch eine Doktorarbeit zu kaufen. Und wenn er sonst nichts hat, das nötige Kleingeld hat er sicherlich. Dumm nur, dass es verboten ist, sich seine Dissertation von einem Ghostwriter schreiben zu lassen, das dürfen straflos nur Konsalik und Konsorten, wobei die eher Triviales produzieren. Sollte zu Guttenberg solche Dienstleistungen in Anspruch genommen haben, kann er noch nicht mal gegen den Dienstleister vorgehen. Dumm gelaufen. Allerdings ist das nur spekulativ, erst wird genau geprüft. Zudem kommt der Vorwurf des Amtsmissbrauchs dazu, denn Guttenberg soll auch den Wissenschaftlichen Dienst der Bundestags 2004 mit einer Studie beauftragt haben, die ebenfalls fast ohne Textänderungen (lediglich einige Worte wurden vertauscht) in seine Dissertation übernommen wurde.<br />
Nun sind wir ja alle dumm, haben keine Ahnung von wissenschaftlicher Arbeit, lassen uns gerne von zu Guttenbergs Charme einwickeln und bewundern seine hübsche Frau, die ja schon fast als designierte Kanzlergattin die Welt von Pädophilen befreien möchte. Und da wir alle auf dem Baum schlafen, wird dem Herren sicher nichts Schlimmes passieren. Schließen möchte ich mit einem Zitat von Ludwig Thoma: „Er war ein Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.“</p>
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		<title>Skandal: Dioxin wohin man beißt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 09:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Futtermittelhersteller]]></category>
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		<description><![CDATA[Da war die Überraschung mal wieder groß: erst Dioxin in Hühnereiern und dann Dioxin im Schweinefleisch. Aber wen überrascht das wirklich noch? Mich eigentlich nicht. Das war auch erst der Anfang der Skandale, die uns zukünftig noch heimsuchen werden, wie weiland die zehn biblischen Plagen das Land Ägypten. Und wer ist schuld? Letztendlich wir selber, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g748]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Da war die Überraschung mal wieder groß: erst Dioxin in Hühnereiern und dann Dioxin im Schweinefleisch. Aber wen überrascht das wirklich noch?</h3>
<p>Mich eigentlich nicht. Das war auch erst der Anfang der Skandale, die uns zukünftig noch heimsuchen werden, wie weiland die zehn biblischen Plagen das Land Ägypten. Und wer ist schuld? Letztendlich wir selber, die an der Fleischtheke im Supermarkt nach dem billigsten Fleisch hecheln. Das Schnitzel darf nichts kosten, denn schließlich haben wir ja auch noch den Mercedes zu unterhalten, und drei mal im Jahr den Urlaub zu finanzieren.</p>
<p>Lediglich 7% machen Nahrungsmittel inkl. Getränke und Tabak heute den Ausgabenanteil vom Gesamtkonsum aus. 1970 waren es noch ca. 25% (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das kann nicht gesund sein. Deutschland hat im europäischen Vergleich die billigsten Lebensmittelpreise. Und die Erlöse für Schlachtschweine sind schon wieder gesunken. Im Supermarkt gibt’s halbe Schweine für 1,99 € pro Kilo und der Schweinenacken kostet gerade mal 2,22 €. Dass diese Schweine mit wertvollem Mastfutter gefüttert wurden, kann nur glauben, wer an in Kühltruhen wachsende Koteletts glaubt, oder seine Hose mit der Kneifzange zudrechselt.<br />
Doch nicht nur der Verbraucher ist hier der Leidtragende, auch die kleinen, ordentlich arbeitenden Betriebe sind es, die jetzt noch mehr Kostendruck ausgesetzt sind. Wer zahlt jetzt die Untersuchungen, die durch die kriminellen Machenschaften der Futtermittelbetriebe nötig werden? Natürlich nicht die Verursacher, sondern die Landwirte und Mastbetriebe. So werden systematisch kleine, auf vernünftige Tierhaltung bedachte, mit den Gesundheitsämtern zusammen arbeitende Betriebe in den Ruin getrieben, die dem Preisdruck nicht mehr standhalten können.</p>
<p>Wenn der Verbraucher von heute auf morgen die superbillig Sonderangebote in den Fleischtruhen der Billigheimer nicht mehr nachgefragt würden, sondern nur noch Qualitätsfleisch mit unabhängigem Gütesiegel und unter ständiger Kontrolle stehend, dann könnte sich etwas bessern. Wenn einem bei Lebensmitteln die Globalisierung am Gesäß vorbei ginge und wieder regional eingekauft würde – Fleisch beim Schlachter um die Ecke, dessen Tiere vom Bauern um die Ecke kommen, saisonales Obst und Gemüse aus der Region, Eier aus dem Nachbardorf aus bäuerlicher Bodenhaltung (von mir aus auch für 30 Cent pro Stück) – dann wendete sich schon einiges zum Besseren. „Die Deutschen haben die teuersten Küchen, und kochen mit den billigsten Lebensmitteln!“ sagte mir einmal jemand, und er hat Recht damit, leider. Um doch noch Profite einzufahren, wächst halt die kriminelle Energie bei einigen Futtermittelherstellern, die dann schon mal das Fett „verwechseln“.<br />
Die Verbraucherschutzministerin Aigner kann Verbraucherschutz planen und ankündigen, wie sie möchte, wenn sich die grundsätzliche Einstellung nicht ändert, ändert sich nichts. Warum wohl stehen in den bunten Prospekten der Supermärkte die Angebote für Fleisch und Wurst gleich auf dem Titel? Weil das die Artikel sind, die den Konsumenten in den Markt locken sollen. Stünde dort das Schweineschnitzel aus der Oberschale vom freilaufenden Bioschwein für nur 15,99 € pro Kilo, dann wettete ich, dass ich ziemlich einsam an der Theke herum stünde. In der Schweiz ist das übrigens der normale Preis für Schnitzelfleisch. Und in Italien zahlen Sie für die berühmte „Bistecca fiorentina“ (Roastbeef mit Filetanteil am Knochen vom Chianina-Rind) beim Schlachter ca. 80 € pro Kilo. So bekommt das Wort „Sonntagsbraten“ auch wieder einen Sinn.</p>
<p>Dass das alles so einfach nicht ist, ist mir klar, denn es trifft dann mal wieder diejenigen am härtesten, die am wenigsten Geld zur Verfügung haben &#8211; und die auf billige Lebensmittel angewiesen sind. Hier muss eine Lösung gesucht werden, die allen gerecht wird. Weitere Massentierhaltungen unter schlechtesten Bedingungen und Tiertransporte durch ganz Deutschland und Europa sollten jedenfalls der Vergangenheit angehören – und ungeeignete Schmierfette in Mastfuttermitteln ebenso.<br />
Wer weiß, was wir sonst noch in den Lebensmitteln finden werden? Aufbereitete Altkleidersammlungen? Vermahlenes Altglas? Das hätte zumindest den Vorteil, nicht gesundheitsschädlicher zu werden, wenn die Wurst drumherum weggegammelt ist. Es gibt viel zu tun und zu bedenken &#8211; für uns alle!</p>
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		<title>Weihnachtswunder</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 17:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz stramm geht es auf Weihnachten zu, und schon kommen sie aus ihren Löchern gekrochen, die subversiven Elemente mit angeflanschter Sammelbüchse. Da wird aus dubiosen Quellen irgendwelches Viehzeug, vorzugsweise exotisches, wie Lamas oder ähnlich streng riechende Exponate aus der Tierwelt, vorgezerrt und vor irgendwelchen gut besuchten Supermärkten platziert. Menschen, ach was schreibe ich, Individuen, denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g740]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Ganz stramm geht es auf Weihnachten zu, und schon kommen sie aus ihren Löchern gekrochen, die subversiven Elemente mit angeflanschter Sammelbüchse.</h3>
<p>Da wird aus dubiosen Quellen irgendwelches Viehzeug, vorzugsweise exotisches, wie Lamas oder ähnlich streng riechende Exponate aus der Tierwelt, vorgezerrt und vor irgendwelchen gut besuchten Supermärkten platziert. Menschen, ach was schreibe ich, Individuen, denen man, begegnete man ihnen auf der Straße, ihnen selbige großzügig überließe, aus Angst vor Ansteckung, olfaktorischem oder gar gewalttätigem Terror – oder allem zusammen – stellen sich bei eisiger Kälte möglichst direkt vor den Eingangsbereich, und betteln um Tierfutter für den Winter. Ja nee, is klaa, Tierfutter.<br />
Nicht nur, dass dieser Aufmarsch mein Auge, Ohr und Nase beleidigt, das bekommt der ganze Weihnachtskitsch schon zur Genüge hin, nein, da werden auch noch die armen Viecher gequält, denen beim stundenlangen Rumstehen sicher die Hufe abfrieren, wohingegen die Sammelbüchsenheinis sich immer schön abwechseln. „Hey, wenn Ihr keine Knete für Tierfutter habt, dann schafft Euch kein Viehzeug an!“ Tierschutz, wo bist Du, wenn man Dich braucht?</p>
<h2>Saisonsammler</h2>
<p>Aber nicht nur für Tiere wird alljährlich vor Weihnachten gesammelt, man sammelt grundsätzlich für alles! Die Feuerwehren schwärmen aus  – nein, nicht zum Löschen – zum Geldeintreiben für die Blinden oder sonstige caritativen Zwecke, wohl wissend, dass man dem guten Löschmeister nichts abschlagen kann. Sonst kommt der vielleicht nicht, wenn’s hier mal brennt.<br />
Sämtliche (selbsternannten?) Hilfsorganisationen wittern die Spendenbereitschaft der Deutschen, wie ein Schweißhund die Fährte des angeschossenen Rehbocks. Da ist kein halb verhungertes Kind zu schade vor die Kamera gezerrt zu werden, um der deutschen Omi vor Weihnachten noch schnell die lezten Reste der Rente aus den mageren Rippen zu leiern, damit die armen dunkelhäutigen Kinderlein – die von Jesu Geburt sicher genau so viel wissen, wie vom Installieren der Spielesoftware auf die neueste Wii – auch ein schönes Weihnachtsfest feiern können.<br />
Nicht zu vergessen der Telefonterror! Da soll man von dubiosen „gemeinnützigen Firmen“ fußgezeichnete Weihnachtspostkarten, mundgeblasene Christbaumkugeln, fünffach teureres Recycling-Briefpapier oder handgefertigte Wurzelbürsten für die Rosettenmassage kaufen. Alles für den guten Zweck, versteht sich. Wer’s glaubt, wird seelig.<br />
Aber das war es noch lange nicht, mit der Nerverei zu Weihnachten. Seit dem die Supertalente aus allen Kanälen in die Wohnzimmer schleimen, entdecken jetzt auch die untalentiertesten Möchtegern-Michael-Hirtes die Mundharmonika für sich und ihre Sammelleidenschaft, und bevölkern die Fußgängerzonen vor Weihnachten. Dort hinken sie auf der Stelle und schmettern windschiefe Weihnachtslieder auf der Maulorgel, dass einem die Amalgamfüllungen von ganz allein aus dem Mund fliegen. Neulich vorm EDEKA habe ich einem zehn Euro in die Hand gedrückt, nur damit er aufhört zu „spielen“ und mir die Milch im Einkaufswagen nicht schon vor dem Einladen sauer wird.</p>
<h2>Spendenaufrufe in Hochglanz</h2>
<p>Der Briefkasten quillt vor Weihnachten bald über, von Spendenaufrufen für die armen Kinder in der dritten Welt. Allein die Kosten für die Hochglanzbroschüren und die Verteilung der Aufrufe reichte, um so manches Dorf in Afrika wochenlang Partys feiern zu lassen. Wo das gespendete Geld wirklich landet, kann sich jeder vernunftbegabte Mensch ausrechnen. Na ja, zumindest das Fotomodell war preiswert zu haben.<br />
Und so wundern wir uns jährlich wieder über die vermehrt auftretende Spendensammelmanie und werden genervt von Leuten, die einem mit der Sammelbüchse den Weg abschneiden und ihr Mitleid heischendes Sprüchlein aufsagen. Schlagen sich die Hilfsbedürftigen eigentlich nur Weihnachten die Bäuche voll? Ein richtiges Weihnachtswunder!</p>
<h2>Sie wollen spenden?</h2>
<p>Wenn Sie Gutes tun wollen, möchte ich Sie natürlich nicht davon abhalten. Suchen Sie sich vertrauensvolle Organisationen aus, spenden Sie lieber wenige größere Summen als viele kleine, das verringert die Verwaltungskosten. Vermeiden Sie unverplombte Spendenbüchsen wie der Teufel das Weihwasser &#8211; nicht jeder, der ein Lama dabei hat, ist auch vom Wanderzirkus.</p>
<h3>Allen Lesern eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!</h3>
<h3>Ihr Mike Seeger</h3>
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		<title>Ein Hoch auf die Kreativität</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 13:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durch den Kopf geschossen]]></category>
		<category><![CDATA[Assoziationen]]></category>
		<category><![CDATA[Friseure]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<description><![CDATA[Was würden wir nur ohne die kreativen Menschen um uns herum machen. Schier verzweifeln würden wir, denn wir müssten einfach zum Friseur gehen, statt zu „Angela’s Schnittpunkt“! Natürlich immer mit dem besitzanzeigenden Apostroph, damit jeder weiß: Dieser Schnittpunkt gehört Angela. Also in der Mathematik ist der Schnittpunkt der gemeinsame Punkt zweier Kurven, im Sprachgebrauch ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g736]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Was würden wir nur ohne die kreativen Menschen um uns herum machen. Schier verzweifeln würden wir, denn wir müssten einfach zum Friseur gehen, statt zu „Angela’s Schnittpunkt“!</h3>
<p>Natürlich immer mit dem besitzanzeigenden Apostroph, damit jeder weiß: Dieser Schnittpunkt gehört Angela. Also in der Mathematik ist der Schnittpunkt der gemeinsame Punkt zweier Kurven, im Sprachgebrauch ist es der Berührungspunkt zweier Geraden. Wo da jetzt Haare ins Spiel kommen, ist mir noch nicht aufgegangen, zumindest möchte ich mir keine weiteren Gedanken darüber machen. Der gleichen Logik folgend, könnten ja auch Hälse statt Haare abgeschnitten werden, im übertragenen Sinn wäre auch beides im Bereich des Möglichen. Quasi eine halsabschneidende Haarabschneiderin.<br />
Gerade im Berufszweig des Friseurhandwerks sprüht es nur so vor Kreativität: „Kamm in“ ist auch so ein Beispiel für haarsträubende Namensgebung. Ganz und gar daneben ist dann der „Friseur Sahaara“! Was macht der? Zieht der seinen Kundinnen die Burka über?<br />
Ganz musikalisch wird es dann in der „PhilHAARmonie“, ich stelle mir vor, wie Haare dort einfach mit der Tuba abgeblasen werden, und mit der Querflöte zaubert der Coiffeur bezaubernde Locken ins geigenbraune Haar.<br />
„Haargenau“ ist zumindest ein Zeichen für äußerste handwerkliche Präzision, allein der Glaube daran fällt schwer, bei so schwachsinnig benamsten Geschäften, zu denen für mich auch das „HAARbracadabra“ gehört, denn Potter und Copperfield hin oder her, wer den Friseur besucht, möchte verschönert und nicht verzaubert werden. Da freut es einen doch regelrecht, wenn ein Friseur sich abwechslungsweise nach seinem Namen benennt: „Salon Kahl“.<br />
Aber nicht nur die Friseure haben bei der kreativen Namensfindung ein unglückliches Händchen, auch Dachdecker sind da nicht ohne. Nun ist jeder Mensch erst einmal stolz auf seinen Namen. Das ist normal und auch nicht zu bemängeln. Blöd wird es nur, wenn ein Dachdecker Schlimme heißt, und er sein Geschäft tatsächlich „Schlimme Bedachungen“ tauft. Den gibt es wirklich! Und der liefert gar keine schlechte Arbeit ab. Wie viele potentiellen Kunden er mit seinem Namen verscheucht hat, kann man nur raten. Doch nicht nur hierzulande sind die Namensträger nicht bereit zu assoziieren, wenn es um den Namen ihrer Firma geht. Gerade in der Schweiz gefunden: die „Looser Holding“. OK, ein „o“ zuviel, aber ich musste unweigerlich an die „Verlierer Holding“ denken. Hier ist einfach der Mangel an Kreativität verantwortlich für so unglückliche Wortspiele. Wenn man nun aber Pein heißt, und Krankentranporte anbietet? Gibt’s! Peinlich, oder?<br />
Makaber wird es dann beim „Bestattungsinstitut Fröhlich“, obwohl man das mit sehr viel Wohlwollen als Trauerhilfe deuten könnte.<br />
Ganz besonders kreativ zeigt sich der Margarine-hersteller Rama mit seiner dickflüssigen <span style="text-decoration: line-through;">Margarine </span>Pflanzencreme namens „Culinesse“. Wer nun nicht weiß, dass es sich um eine Kombination aus Kulinarik und Finesse handeln soll, könnte auf den Gedanken kommen, dass es sich vom italienischen und spanischen Culo ableitet, dem Hintern, das Produkt also für’n Ar&#8230; ist.<br />
So sollte man mit seiner Kreativität nicht über das Ziel hinaus schießen, vor allem die potentiellen Kunden nicht überfordern. Oder kennen Sie einen Dessous-Laden der „Der letzte Tanga von Paris“ heißt? Ich wüsste auch keine Buchhandlung, die sich „Leseratte“ nennen würde, obwohl es den „Bücherwurm“ natürlich gibt.<br />
Es zeugte ja schon von Krativität, nennte man seinen Blumenladen „Pflückmeister“ statt „Gänseblümchen“. Wobei „Blattgold“ jetzt wieder über das Ziel hinaus schösse.<br />
Auch und gerade in der Werbung gehören kreative Wortspiele zum guten Ton. Wenn dabei aber ein Agenturname heraus kommt, der mit Abartigkeiten assoziiert wird, dann kommt der Art-Director wohl aus Amerika oder zumindest aus England (das ist ein Insider).<br />
Da wir gerade beim „ans Bein pinkeln“ sind: Journalisten sind natürlich besonders kreativ, wenn es um die Erfindung einer knackigen Artikelüberschrift geht. Da findet man dann solche Preziosen wie „Pipi wirbelt vorm Dom“ (HNA, 14.06.2010). Da kann man nur hoffen, dass alle Besucher der Domfestspiele einen Schirm dabei hatten. Völlig merkbefreit: „Mein Hund, der hat drei Ecken: ‚Die Abwrackprämie hat unterschiedliche Seiten.‘“ (Weser-Kurier, August 2009). Genau!</p>
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		<title>Verschwendungssuchtprävention oder „Kein Bier für Hartz IV“</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 10:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV-Empfänger]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[So ist das, in Zeiten knapper Kassen: da wird gespart! Na ja, nicht bei allem und jedem, nur bei denen, die sowieso schon an der untersten Armutsgrenze leben. Das sei sogar gerecht, meint die mit güldenem Löffel im Schnütchen geborene, siebenfach Kindergeld kassierende Frau von der Leyen. Diese lächerliche Erhöhung des Regelsatzes von fünf Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g711]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>So ist das, in Zeiten knapper Kassen: da wird gespart! Na ja, nicht bei allem und jedem, nur bei denen, die sowieso schon an der untersten Armutsgrenze leben. Das sei sogar gerecht, meint die mit güldenem Löffel im Schnütchen geborene, siebenfach Kindergeld kassierende Frau von der Leyen.</h3>
<p>Diese lächerliche Erhöhung des Regelsatzes von fünf Euro auf 364,- Euro monatlich kann man nun so gutheißen, wie zum Beispiel eine Andrea Seibel auf <a href="http://www.welt.de/debatte/article9887774/Regierung-setzt-dem-ruinoesen-Sozialstaat-ein-Limit.html" target="_blank">www.welt.de</a> mit einem Artikel der „Regierung setzt dem ruinösen Sozialstaat ein Limit“ titelt, und nur so strotzt vor Polemik und falschen Behauptungen: „Und so haben wir diese Menge reichster Armer in unserer Geschichte – in einem 80 Millionen-Land, das international bewundert wird, weil es im-mense Herausforderungen wie die deutsche Einheit oder jüngst die Finanzkrise bestens bewältigt hat. In dem ein Fachkräftemangel droht und die niedrige Arbeitslosigkeit auf Vollbeschäftigung verweist.“ schreibt sie dort.</p>
<p>Finanzkrise bewältigt, so, so. Die HRE möchte doch noch weitere Milliarden vom Staat. Was ist denn da bewältigt? Die geschönten Arbeits-losenzahlen weisen nicht auf Vollbeschäftigung, sondern auf kreativen Umgang mit dem Zahlenwerk. Erst die „Ich-AG“ propagieren und fördern, und nachdem dann (wie erwartet) die meisten davon mangels Beschäftigung und Chancen auf dem Markt aus der Selbstständigkeit wieder aussteigen mussten, waren die &#8211; schwupps &#8211; auch aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden. Nicht zu reden von den Vorruheständlern, die einfach keinen Job bekamen und nun verrentet sind &#8211; mit magerem Salär. Auch nicht mehr in der Statistik zu finden.</p>
<p>„Das Statistische Bundesamt hat analysiert, was Menschen mit kleinem Einkommen monatlich ausgeben können, zum Beispiel Verkäuferinnen, Pförtner, Maler, Friseure.“ so Frau von der Leyen zur Bildzeitung. Nur die Zahlen des statistischen Bundesamts  möchte sie partout nicht offenlegen. Warum wohl nicht?</p>
<p>Na ja, vielleicht schämt sie sich ein wenig fremd, für die niedrigen Löhne von Frisörinnen und Verkäuferinnen, die ja noch nicht einmal die Hühneraugenpflaster von der Steuer absetzen können.</p>
<p>Nun bin ich nicht der Meinung, dass Hartz IV-Empfänger in Saus und Braus leben sollen; sie müssen auch nicht in den Urlaub fahren, aber sollten Ihren Kindern die anfallenden Klassenfahrten etc. ermöglichen können. Sie sollen so leben können, wie es das Grundgesetz für sie vorsieht, und ihren Kindern sollen alle Bildungs- und Ausbildungschancen offen stehen. Es kann doch nicht sein, dass den unfähigen „Bankstern“ die millionenschweren Boni und Pensionen bis zum Darmverschluss in den Anus geschoben, und die in Armut lebenden Menschen mit Almosen abgespeist werden. Wem nützt es denn, dass wir Exportvizeweltmeister sind? Den großen Firmen, die ihre Gewinne im Ausland versteuern und in Deutschland ihre Verluste abschreiben? Dass wir diesen Titel überhaupt haben, liegt nicht an der Innovationskraft der deutschen Firmen, sondern er wurde aufgrund der immer niedrigeren Löhne der Arbeitnehmer „erwirtschaftet“.Die Regierung sollte endlich einen akzeptabelen Mindestlohn einführen, dann rechnet sich das auch besser mit den Hartz IV-Sätzen.</p>
<p>Eigentlich müssten die Hartz-IV-Empfänger froh sein, dass nicht noch die Regelsätze für Kinder gekürzt wurden, denn die sind, laut Frau von der Leyen, noch um 12,- Euro zu hoch, wie Berechnungen ergeben haben wollen. Also, liebe „nach einem verurteilten Straftäter benannte-IV-Empfänger“: Gehet auf die Straßen und preiset diese ach so sozial eingestellte Regierung, dass sie Euch nicht auch noch was weggenommen hat. Und das, obwohl sie doch so knapp bei Kasse ist. Schließlich mussten wir ja auch Griechenland kaufen, ääh, oder so; und Banken retten, damit die uns weiter bis 15% Dispokreditzinsen berechnen können, und unseren Spargroschen auf dem gelobten Sparbuch mit 0,1% großzügig verzinsen. Zudem muss der Staat ja auch den von den Energieerzeugern angefallenen Atommüll von einem maroden Salzstock in den anderen karren. Das wird teuer, da bleibt nicht viel für andere Sachen. Bislang wurden Euch nur Bier, Schnaps und Zigaretten aus der Statistik heraus gerechnet. Passt mal auf, bald wird auch noch das Klopapier nicht mehr in die Berechnung einfließen, damit Ihr endlich wisst, wohin mit der Bildzeitung!</p>
<p><em>Ein sehr gutes Interview dazu können Sie unter nachfolgendem Link nachlesen:<br />
</em></p>
<p><em><a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/interview-mit-sozialrichter-juergen-borchert-fuenf-euro-mehr-sind-im-vergleich-zynisch-1.1004980" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/geld/interview-mit-sozialrichter-juergen-borchert-fuenf-euro-mehr-sind-im-vergleich-zynisch-1.1004980</a></em></p>
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		<title>Living in a  Banana-Republic</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 18:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweine am Trog hauen sich ja gern die Plautze voll, doch es gibt welche, die einfach kein Sättigungsgefühl haben; die fressen und fressen, vernachlässigen alles andere. Wie komme ich darauf? Ach ja, der Exfinanzminister und Bundestagsabgeordnete  Peer Steinbrück (SPD) ist jetzt in die Kritik geraten. Nicht nur, dass er sein Mandat im Bundestag eher weniger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g647]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Schweine am Trog hauen sich ja gern die Plautze voll, doch es gibt welche, die einfach kein Sättigungsgefühl haben; die fressen und fressen, vernachlässigen alles andere.</h3>
<p>Wie komme ich darauf? Ach ja, der Exfinanzminister und Bundestagsabgeordnete  Peer Steinbrück (SPD) ist jetzt in die Kritik geraten. Nicht nur, dass er sein Mandat im Bundestag eher weniger wahrnimmt. Was muss man auch an so blöden Abstimmungen teilnehmen, geht doch nur um das Wohl und Wehe Deutschlands. Seit Dezember 2009 war Steinbrück von 19 angesetzten Abstimmungen nur sieben mal zugegen. Als der aktuelle Haushalt debattiert wurde, zog er es vor, einen gut dotierten Vortrag auf der „Leitmesse für Finanzprofis“ in Mannheim zu halten. Was nun unangenehm auffällt, laut der Internetplattform abgeordnetenwatch.de, dass er mehr Geld mit Vorträgen verdient, als mit seinem Hauptjob. Was ja nicht schlimm ist. Wirklichen „Haut Gout“ bekommt die Sache, wenn man die Auftraggeber anschaut, die Steinbrück so großzügig für ein paar warme Worte am Rednerpult honorieren (man munkelt, er bekäme zwischen 15.000,- und 25.000,- € pro Vortrag). Das sind die Firmen, die während der Finanzkrise großzügig mit Steuergeldern unterstützt wurden. 500 Milliarden Euro wurden dank Steinbrück in die maroden Banken gepumpt, ohne das wirklich klar ist, ob jemals etwas zurückfließen wird. Das steht im Kleingedruckten, das hat den Steuerzahler nicht zu interessieren. Nun bedanken sich die Nutznießer der großzügigen „Spenden“ bei Steinbrück mit gut dotierten Vorträgen. Zudem bekommt er noch geschätzte 130.000,- bis 230.000,- € von der Krupp-Stiftung, da er für diese im Aufsichtsrat der Thyssen-Krupp sitzt, die ebenfalls in der Amtszeit von Steinbrück als Finanzminister von üppigen Subventionen profitierte. Diese Verflechtung von Wirtschaft und Politik stinkt zum Himmel. Mit „Sozial“, wie in SPD, hat das nichts zu tun.<br />
Den nächsten Klopfer leistet sich Ursula von der Leyen mit ihrer „Bildungskarte“ für Hartz-IV-Kinder (allein der Name &#8230;). Diese sollen, nach Plänen der Ministerin, so eine Chipkarte bekommen, auf der ein Guthaben in unbekannter Höhe (man spricht von ca. 200,- €) gespeichert ist, mit dem die lieben Kinderchen dann Nachhilfestunden bezahlen können, den Eintritt ins Museum, Konzertkarten, oder den Besuch im Zoo. Oder auch nur den Eintritt ins Schwimmbad. Auf so eine bescheuerte Idee kann nur kommen, wer absichtlich Kinder diskriminieren möchte, oder schon mit dem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen ist, und die Welt „da unten“ nur vom Hörensagen kennt. Man stelle sich einen Teenager vor, der in einer Reihe ansteht, um seinen Eintritt ins Schwimmbad zu bezahlen, während die Schulkameraden alle mit Barem bezahlen, holt er verschämt seine „Bildungskarte“ heraus. Wissen Sie eigentlich, Frau von der Leyen, wie grausam Teenager sein können, vor allem zu vermeintlich nicht standesgemäßen Mitschülern? Viel schlimmer kann man eine Bevölkerungsgruppe wohl nicht erniedrigen. Da könnte man den Hartz-IV-Kindern auch gleich einen gelben Stern ans Revers kleben, damit sie dann überall kostenlos reinkommen – nur nicht in ein menschenwürdiges Dasein. Danke, Frau von der Leyen.<br />
Versteht eigentlich irgend jemand den Bohei um Google Street View? Da sollen Straßen und Plätze in ganz Deutschland (und der Welt) fotografiert und ins Internet gestellt werden. Na und? Ist doch toll. Das, was da zu sehen ist, ist nichts anderes, als das, was ich sehe, wenn ich vor Ort bin. Gehe ich nach draußen, habe ich Street View live und in 3D. Aber unser lieber Herr Westerwelle möchte dann doch sein Haus verpixeln lassen. Da bin ich froh, dass ich nicht so genau weiß, wo der wohnt. Nachher gehe ich ahnungslos vorbei, und einer seiner Leibwächter kommt herausgerannt, um mir die Augen zu „verpixeln“. Als Google mit ‚Google Earth‘ herauskam, und Satelitenbilder der ganzen Welt veröffentlichte (meine Frau ist im Garten beim Rasenmähen zu sehen), hat keiner der jetzigen blinden Aktionisten das Maul aufgemacht, und jetzt spielen sich einige Politikhanseln als Datenschützer auf, wo nichts zu schützen ist. Es gibt kein Argument gegen Street View, das nicht nach einigem Überlegen zerpflückt werden könnte. Ich werfe meine Urlaubsfotos auch nicht in den Müll, nur weil vielleicht ein Haus zu sehen ist, von dem der Eigentümer, angestachelt durch diese Kritiker, nicht will, das es zu sehen ist. Aber was will man von Leuten erwarten, die sogar den Bundestag hinter Tüchern verstecken und es Kunst nennen.</p>
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		<title>Sommerlöcher</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 12:15:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durch den Kopf geschossen]]></category>
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		<category><![CDATA[Hartz IV-Empfänger]]></category>
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		<category><![CDATA[Özkan]]></category>
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		<category><![CDATA[Wanderwitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Großmutter pflegte Löcher in Strümpfen oder auch Schlüpfern zu stopfen. Das ist heute nicht mehr üblich, da es für wenig Geld neue Strümpfe und Schlüpfer zu kaufen gibt. Kinderarbeit darf sich schließlich nicht lohnen – also für die Kinder nicht. Aber Kinderarbeit ist heute gar nicht mein Thema. Ums Stopfen geht es allerdings, ums [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g571]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Meine Großmutter pflegte Löcher in Strümpfen oder auch Schlüpfern zu stopfen. Das ist heute nicht mehr üblich, da es für wenig Geld neue Strümpfe und Schlüpfer zu kaufen gibt. Kinderarbeit darf sich schließlich nicht lohnen – also für die Kinder nicht.</h3>
<p>Aber Kinderarbeit ist heute gar nicht mein Thema. Ums Stopfen geht es allerdings, ums Stopfen des Sommerlochs.<br />
Kaum ist nämlich unsere aller Kanzlerin im Urlaub verschwunden, nicht ohne uns zu versichern, wie toll doch die Politik von schwarzgelb ist (ich nenne das Verdrängung, sie sollte im Urlaub dringend einen Arzt aufsuchen), da kommen sie aus ihren Löchern gekrochen. Die Politiker, die keiner kennt, die aber unbedingt einmal in die Nachrichten, und sich aus Ihrer Bedeutungslosigkeit heraussuhlen möchten. Das geht jetzt ganz einfach: Nur genügend Verbalmüll absondern, und schon sind sie in aller Munde, wenn es auch nur nach Galle schmeckt, was da so “mundet”. Da fordert beispielsweise ein CDU-Politiker namens Wanderwitz (das ist wirklich wahr, der heißt so, ich mache hier keine Namenswitze &#8211; würde aber gerne), dass die Dicken mehr Krankenkassenbeiträge bezahlen sollen, da sie ja ungesund leben, und die Krankenkassen übermäßig finanziell belasten. Ich persönlich finde das ungerecht; nicht nur, dass die Übergewichtigen sowieso schon mehr Geld für Lebensmittel aufwenden müssen, denn so ein Wanst will ja auch gefüllt werden, sondern sie sollen auch höhere Beiträge bezahlen. Nun ist es aber so, wer ungesund lebt, der stirbt ja auch früher. Aber glauben Sie ja nicht, dass sich der Wanderwitz für eine Senkung der Rentenversicherungsabgaben für Dicke einsetzt. Wer früher stirbt, ist länger tot, sagt man im Volksmund, und der kann dann auch die Rentenkase nicht mehr belasten. Davon abgesehen, dass der wandernde Witz gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt, eröffnet er den Krankenkassen einen Weg, Leute zu diskriminieren, die es wahrlich nicht verdient hätten, nicht wahr, Herr Dr. Kohl? Und wer soll denn bitte festlegen, ab wann jemand zu dick ist? Soll da der so genannte BMI (Bodymassindex) herangezogen werden? Wenn es nach dem ginge, wäre Arnold Schwarzenegger, lebte er in Deutschland, der erste der von der Kasse zur Kasse gebeten würde. Und überhaupt: also ich habe schwere Knochen! So!!!<br />
Der FDP-Politiker Lotter treibt es da noch bunter, er fordert sogar ein Fast-Food-Verbot für Kinder, damit die gar nicht erst dick werden. Denn dicke Kinder seien schließlich das dringlichste Problem, das es zu lösen gilt, und das nicht nur in Landau. Leider ist mir nicht bekannt, ob er auch Zwangssport bei Wasser und Brot gefordert hat. So schnell er in den Medien erschienen war, so schnell ward er wieder verschwunden.<br />
Apropos Wasser und Brot: Die Bundesregierung, hier insbesondere das Ministerium von Ursula von der Leyen, möchte die Käfighaltung einführen. Aber nur für Hartz IV-Empfänger! Die Rede ist davon, dass diese nur angemessenen Wohnraum belegen dürfen sollen. So ca. 25 m² pro Hartzvierler. Das wären dann fünf Quadratmeter fürs Wohnzimmer, fünf Quadratmeter fürs Schlafzimmer, fünf Quadratmeter für die Küche, fünf fürs Bad, blieben dann noch fünf Quadratmeter für einen Flur. Ist doch bannich Platz! Nicht bestätigt wurde die Meldung, dass diese Wohnklos mit stabilen Deckenhaken, reißfesten Kunststoff­seilen mit Henkersknoten und einem Billighocker ausgestattet werden sollen.  Orientiert werden soll sich übrigens am unteren Wohnstandard in der jeweiligen Region. Also ich kenne Regionen, da gibt es noch Plumpsklosetts und kein fließend Warmwasser. Wäre ich Tierschützer, ich nähme mich der Hartzvierler  an und sorgte für artgerechte Haltung. Hier im Blog gäbe es dann eine Rubrik, nennen wir sie „Mehr Platz für Hartz IV“ (Nein, nicht „Mehr Bier für Hartz IV“ wir wollen uns der Diskriminierung nicht anschließen), in der in bunten Kästchen mit Foto des Betroffenen für die Suche nach angemessenem Wohnraum geworben würde. Bei dem derzeitigen Leerstand auf dem Immobiliensektor sollte das wohl möglich sein.<br />
Irgendwie ist man ja in Zugzwang, da hat einen der Wulf ins Amt gehievt, und dann kommt nichts. Das muss geändert werden, und zwar auf die denkbar schlechteste Art: Aygül Özkan (CDU), erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland, hat eine ganz besondere Haltung zur Pressefreiheit. Sie möchte, dass alle Journalisten in Niedersachsen eine Charta unterschreiben, die die Berichterstattung über Migrationsthemen festlegt. “Kultursensibel” dürfe nur noch berichtet werden. War bei den Journalisten nicht sooo der Bringer. In der Türkei, da ginge das – vielleicht.</p>
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		<title>Vom Trötenmärchen und anderen Ungereimtheiten</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 10:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durch den Kopf geschossen]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Niebel]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Vuvuzela]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich das erste Mal das Wort Vuvuzela (gesprochen „Wuwuseela“) hörte, vermutete ich unsinniger Weise, unser norddeutsches Fußballidol Uwe Seeler wolle sich mit 130 Dezibel bei der WM in Südafrika in die Köpfe der Zuschauer und -hörer hämmern. Dem war natürlich nicht so. Uns Uwe lässt sich lediglich von EDEKA fürs Einkaufen bezahlen: „Bei den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2.jpg" rel="wp-prettyPhoto[g563]"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" title="kopfgeschossen" src="http://www.a-c-media.de/wp-content/kopfgeschossen2-300x177.jpg" alt="" width="300" height="177" /></a>Als ich das erste Mal das Wort Vuvuzela (gesprochen „Wuwuseela“) hörte, vermutete ich unsinniger Weise, unser norddeutsches Fußballidol Uwe Seeler wolle sich mit 130 Dezibel bei der WM in Südafrika in die Köpfe der Zuschauer und -hörer hämmern.</h3>
<p>Dem war natürlich nicht so. Uns Uwe lässt sich lediglich von EDEKA fürs Einkaufen bezahlen: „Bei den richtigen Vorlagen, mach’ ich ihn auch rein!“.<br />
Stattdessen wurde der FIFA und den Ländern der Welt erzählt, dieses unsäglich gleichtönig lärmende Plastikhörnchen hätte mit der Kultur des Kontinents Afrika zu tun, die Afrikaner würden so nun mal ihre Fußballfeste feiern, und wir hätten den Lärm nun klaglos zu ertragen. FIFA-Präsident Joseph Blatter im Vorjahr: „Es ist afrikanische Kultur, wir sind in Afrika und müssen den Afrikanern soviel Kulturausübung erlauben, wie sie nur wollen.“<br />
Nun haben sich einige Ethnologen des Themas angenommen, und Überraschendes herausgefunden: voll veräppelt! Erst seit ca. neun Jahren gäbe es das Trommelfellärgernis, und würde seit dem auch nur in Südafrika eine Rolle spielen, andere afrikanische Länder kannten die Nervtröte gar nicht. Auch die Verwandschaft mit traditionellen Musikinstrumenten wird von Ethnologen bestritten. Und nun pinkeln sich die Hersteller der Plastikhörner vor Freude in die Turnschuhe, denn der Umsatz muss gewaltig sein. Zudem haben sie es geschafft, fast die ganze Welt an der Nase herumzuführen, und vielen Zuschauern, Spielern, Schiedsrichtern und Journalisten einen gewaltigen Tinnitus zu bescheren. Werder Bremen war übrigens so mutig, die Dinger aus dem Stadion zu verbannen. Wer da laut tröten will, muss nun vorher Bohnen mit Zwiebeln essen. Und überhaupt: Ohne die Vuvuzela hört man wieder unsere traditionellen Fangesänge: „Zieht den Bayern die Lederhose aus“ oder auch „Schiri, wir wissen wo Dein Auto steht“ und so wundervolle Stadionprosa wie „Das war Abseits, du Blindfisch“ oder „Geh’ doch nach Hause, du alte Scheiße“, immer in Verbindung mit dem nötigen, alkoholbedingten Nuscheln. Denn man kann ohne weiteres behaupten, dass das Biertrinken bei uns in Deutschlands Stadien zu uralter Tradition gehört, genau so, wie das Bratwurstessen. Letzteres bleibt übrigens akustisch meist folgenlos. Sieht man von Würgegeräuschen auf den Stadiontoiletten einmal ab.<br />
Apropos Würgegeräusche: Kaum vermeldet der Schäuble, dass er nun doch „nur“ 60 bis 63 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen muss, statt der geplanten 80 Milliarden, schon entblöden sich einige Politiker, und wollen wieder Steuern senken. Da wünscht man sich doch glatt die Wiedergeburt des Franz Josef Strauß als Bundesfinanzminister. Der konnte wenigstens einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren: „Ich übergebe eine geordnete Kasse und völlig geordnete Bücher mit konsolidierten Verhältnissen.“ (Strauß 1969) Sogar Helmut Schmidt ließ sich 1966 „lobend“ über Strauß aus: „Strauß war die Kröte, die wir schlucken mussten.“ Und Kurt Georg Kiesinger glaubte 1966 in ihm die „Qualitäten eines Herkules“ zu erkennen. Wo sind solche Politiker heute?<br />
Auch lustig: Der Pro-Israel Politiker Dirk Niebel musste sich vom israelischen „Türsteher“ und Leiter des Außenministeriums Liebermann sagen lassen: „Du kommst hier nüsch rein!“, als er im Gaza-Streifen eine Kläranlage besuchen wollte, die unter anderem auch mit Entwicklungshilfegeldern aus Deutschland gebaut wurde. Die ist allerdings nicht in Betrieb, da sie durch einige israelische Bomben beschädigt wurde. So werden denn die Fäkalien munter ins Meer geleitet. Man sollte den Küstenlandstrich in „Côte brun“ umbenennen. Die zur Reparatur dringend benötigten Materialien, wie Zement und Stahl dürfen nicht ins Land gelassen werden, da man damit schließlich auch andere Dinge anstellen kann. Da ist es doch gut zu wissen, dass nur ein paar Kilometer südlich Israel eine Meerwasserentsalzungsanlage betreibt. Und wenn die Meeresstömung etwas ungünstig &#8230;<br />
Aber lassen wir das.</p>
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