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45 Nights with Paris …

von Mike. Voraussichtliche Lesezeit: fast 4 Minuten.

kopfgeschossen

45 Nights with Paris …

… im Frauengefängnis der kalifornischen Kleinstadt Lynwood. Darin soll nämlich die Luxuspopperin Luxusshopperin¹ und millionenschwere Hotelerbin Paris Hilton ihre berechtigte Strafe wegen Fahrens ohne Führerschein und damit Verstoßes gegen Bewährungsauflagen absitzen.{mospagebreak}

Das geht natürlich überhaupt nicht, meinen ihre Fans und schreiben reichlich Gnadengesuche an den “Terminator”, der allerdings zu verstehen gab, dass er wichtigere Dinge zu bewerkstelligen hätte, als sich den Belangen eines Partygirls zu widmen.

Meinungen sind auch so eine Sache: Meinen die einen, dass die Fäkalien der Frau Hilton nach Rosen duften müssten und deren Flatulenzen blütenduftender Frühlingsbrisen gleichkämen, haben die anderen von der Strohpuppe² die Schnauze aber sowas von voll!

So gibt es – neben Anti-Paris-Aufklebern – einen Anti-Paris-Musikvideoclip, welcher entweder im Internet unter www.goawayparis.com angeschaut und -gehört werden kann und von den “Bürgern für ein besseres Amerika” dort eingestellt wurde.

Auch wird in Amerika der Richter Sauer (vorher eher bedeutungslos und unscheinbar) gefeiert, der Paris zu der Strafe verknackt hat. Als Legendenbildung verweist Sauer allerdings das Gerücht, die Mitglieder seiner Gemeinde hätten ihn beim sonntäglichen Kirchgang applaudierend und mit stehenden Ovationen begrüßt.

Laut neuester Meldungen, wird es für Paris Hilton aber nicht so schlimm wie es erst den Anschein hatte. Denn obwohl alle Menschen gleich sind, sind einige dann doch etwas gleicher als andere. Paris bekommt eine “Zwei-Frau-Zelle” in einem besonderen Trakt des Frauenknasts, muss sich also nur mit einer Mitkriminellen das Zimmer teilen und kommt mit den ?gewöhnlichen? Inhaftierten (Inhaftiertinnen? Frau Schwarzer, bitte um Aufklärung!) gar nicht in Kontakt. Schließlich gab es ja aus dem Gefängnis schon Morddrohungen gegen Paris Hilton, und – was noch schlimmer ist – eine Insassin kündigte an, ihr die Schuhe klauen zu wollen.

Beim Outfit wird sich die bentleyfahrende Designerlitfasssäule dann auch umstellen müssen; es gibt für alle Insassen das Gleiche: einen orangefarbenen Overall. Zudem noch ein Stück Seife und einmal am Tag eine Dusche, sowie drei Mahlzeiten, das Abendessen sogar warm. Dass um 22 Uhr das Licht ausgeht, wird Frau Hilton wohl unter Jetlag verbuchen, wo Sie doch sonst um diese Zeit ihren Allerwertesten erst aus dem Bett hievt (hieven lässt?), um auf den angesagtesten Partys die neuesten Peinlichkeiten auszusprechen und damit das Blondinen-Vorurteil zu untermauern.

Verdienstausfall hat sie jedenfalls keinen zu befürchten, tat sie doch kund, ein Knasttagebuch schreiben und für einige Millionen verscherbeln zu wollen. Wer den Mist allerdings korrigieren soll, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Die allermeisten Korrektoren³ fürchten wohl, spätestens nach der zweiten Seite mit Bauchkrämpfen (von den Lachanfällen) und Migräne (von der innovativen Rechtschreibung und Grammatik) ins Krankenhaus eingeliefert zu werden. So soll (ist nur ein unbestätigtes Gerücht) der Brandanschlag auf das Auto des BILD-Chefs Dieckmann nicht von G8-Gegnern, sondern von Korrektoren der BILD-Zeitung verübt worden sein, um dem Unmut über den Ankauf des Knasttagebuchs von der Prosecco aus Dosen saugenden Paris Hilton (“I like to drink it with a straw.”) Ausdruck zu verleihen (war nur Spaß – die BILD hat gar keine Korrektoren).

¹ Ich tue es schon lange nicht mehr – shoppen meine ich. Denn leider stellt sich das erhebende Gefühl des Luxuriösen mangels pekuniärer Möglichkeiten nicht ein. Versuche dem Luxuseinkauf zu frönen, enden stets damit, dass ich der in der Fußgängerzone umherhüpfenden usbekischen Folkloretanzgruppe neidisch in den Hut gucke.

² Stroh ist ja meist blond und wird nicht selten mit dem Hirninhalt einiger, vornehmlich weiblicher Personen assoziiert. So mutiert denn das Stroh auch schon mal zum Adjektiv in Verbindung mit dem schönen Wort ?doof?, welches wir häufig in Grundschulen an diversen Mauern mit Kreide geschrieben vorfinden können; oft auch im Zusammenhang mit: ?Schantall is …?

³ Ein Korrektor (lat. corrector: Verbesserer) ist die Person, die im Zeitungs- und/oder Verlagswesen die oft leidvolle Aufgabe hat, die geistigen Ergüsse, die der/die Autor/in zu Papier gebracht hat auf Fehler in Rechtschreibung und Grammatik zu überprüfen. Allerdings ist der Beruf fast ausgestorben seit es Rechtschreibprogramme gibt, die so professionell arbeiten, dass Sätze wie: ?Seit Dezember 2002 erhalten verwundete oder getötete Soldaten Zahlungen aus der Versorgungskasse? zu lesen sind. (HNA 22.05.2007)

P.S. Da wir doch gerade bei der HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine) sind: Die folgende Hammer-Überschrift fand ich am 01.06.2007.

Drüsenleiden am Telefon

Falls Sie also schon immer einmal mit einer Krankheit telefonieren wollten, um ihr so richtig die Meinung zu geigen – Pech gehabt, Termin verpasst! Das Drüsen-Leiden war nämlich schon am 31. Mai am Telefon. Aber vielleicht lässt sich ja der Hirntumor überreden, in der nächsten Woche einen kleinen Telefonplausch mit Ihnen zu halten; aber man weiß es noch nicht …

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